Ein Wochenende in London

London ist die meistbesuchte Stadt Europas, und das zu recht. Langweilig wird es hier nie, und selbst bei einem Wochenendtrip könnt ihr jede Menge Attraktionen erleben. In der Tube lässt sich inzwischen auch kontaktlos bezahlen, und die berühmte roten Doppeldeckerbusse fahren kreuz und quer durch die Stadt. Bequeme Laufschuhe sind dennoch ein Muss, um London zu erleben. Innenstadtpläne sind kostenlos an den Underground-Stationen erhältlich.

Freitag (Ankunft):

Der Piccadilly-Circus mit dem Eros-Brunnen gehört einfach dazu. Von hier aus geht es zu Fuß in Richtung Chinatown. Typische Restaurants und kleine Läden mit chinesischen Schriftzeichen, Laternen, Steinlöwen und vier reich verzierte traditionelle Tore sorgen für einen exotischen Anstrich.

Zu den populärsten Restaurants gehören das Imperial China in der Lisle Street für Mahlzeiten mit der Familie und das Golden Dragon in der Gerrard Street für Dim Sum. Wer beim Essen Karaoke hören oder singen möchte, ist nebenan im Royal Dragon an der richtigen Adresse.

Alternativ lässt sich in einem der ungezählten Pubs rund um Covent Garden oder Seven Dials ein typisch Londoner Abend erleben. Touristen und Einheimische sitzen Seite an Seite beim gepflegten Pint. Spezialitäten sind Fisch und Chips mit Erbsenpüree oder Pies aller Art. Schließlich macht das Lokalkolorit auch beim Wochenendurlaub einen gewaltigen Unterschied.

Sonnabend:

Der Tower of London mit seinen Raben und einer Geschichte als Festung, Regierungssitz, Gefängnis und Hinrichtungsstätte und der Kronjuwelen Ausstellung  ist einen Abstecher wert. Bei den Schlangen an den Kassen lohnt es sich, Tickets vorab zu kaufen.

Die Tower Bridge ist eine der berühmtesten Brücken der Welt. Der Ausblick von den Gehwegen in 45 Meter Höhe auf den Fluss und über die Stadt ist atemberaubend.

Auf der anderen Seite der Themse geht es weiter am Ufer entlang Richtung Shard und Shakespeares Globe, einem detailgetreuen Nachbau des 1599 errichteten Theaters. Wem eine Führung und ein Blick hinter die Kulissen nicht genügen, der kann anschließend eine Inszenierung ansehen.

Nicht weit entfernt liegen die Tate Modern Gallery und das National Theater. Überall in Southbank sind zudem kleine Gastropubs und Shops zu finden.

Zurück auf der anderen Flussseite geht es nach Covent Garden, mit seinen Straßenkünstlern, hippen Boutiquen, der Oper und den Pubs.

Wer ein West-End-Musical oder eine Theateraufführung mit einigen die berühmtesten Schauspieler der Welt erleben will, sollte sich rechtzeitig am Leicester Square Karten sichern. Die sind zum Teil deutlich vergünstigt zu haben, und in London gehört ein Besuch im „Theaterland“ West End fast schon zum Pflichtprogramm.

London ist auch eine Partystadt, und in den Clubs wird bis in die frühen Morgenstunden durchgemacht. Welche Clubs in der Szene gerade angesagt ist, lässt sich im Magazin „Time Out“ erfahren.

Im Voraus gebucht werden müssen kostenlose Tickets für den Sky Garden, einem öffentlichen Garten in 35 Etagen Höhe, der auch bei Dunkelheit einen fantastischen Blick auf die Stadt bietet. Essen und Trinken werden in der Sky Pod Bar serviert und am Freitag und Samstagabend gibt es Live-Musik.

Sonntag:

Für einen gemächlichen Start in den Tag im Grünen bieten sich Spaziergänge in den zahlreichen Parks, Bootsfahrten auf dem Serpentine Lake oder eine Radtour auf einem der City-Bikes durch den Hyde Park und die angrenzenden Kensington Gardens an.

Ein Bummel über einen der vielen Märkte, von Spitalfields bis zu Camden Town, ist eine Versuchung für den Geldbeutel. Wer allerdings den berühmten Portobello Road Market besuchen will, muss dies am Sonnabend machen. Sonntags haben die normalen Geschäfte zwar geöffnet, aber die Marktstände fehlen.

Eine Bootstour nach Greenwich mit seinem Observatorium ist anschließend ein Ausflug in eine andere, gemächlichere Welt und eine Erholung für die Füße. Hier ist der Null-Meridian zu finden und Greenwich selbst ist eine Entdeckung wert.

Bei schlechtem Wetter haben Besucher die Qual der Wahl zwischen den National Gallery, in der auch Werke von Botticelli, Da Vinci, Renoir und Van Gogh hängen, dem Britischen Museum, dem Naturkundlichen Museum, dem Wissenschaftsmuseum, in dem die Kommandokapsel von Apollo 10 ausgestellt ist und einem Abstecher zu Madame Tussauds.

London ist die meistbesuchte Stadt Europas, und viele Besucher zieht es immer wieder hierher, selbst wenn es nur für ein Wochenende ist.

Schreibe einen Kommentar