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Rad fahren in London ist eigentlich die bequemste und häufig schnellste Art die Stadt zu entdecken.

Ich bin ja ein großer Freund davon unbekannte Städte mit dem Rad zu erkunden. Also nutze ich auch in London regelmäßig die Mieträder um zügig von A nach B zu kommen.

Fahrradtouren - Londonseite, London Blog
Fahrradtouren

Aber sicherlich ist das Rad nicht immer und für jeden das richtige Verkehrsmittel.

Fünf Gründe, warum ihr Rad fahren in London besser sein lassen solltet

  1. Das Wetter: wie überall auf der Welt macht Fahrrad fahren natürlich nur so richtig Spaß wenn das Wetter mitspielt. Gerade wenn man in London auf Sightseeingtour ist und seine Kamera, Rucksack und ähnliches dabei hat, macht radeln bei schlechtem Wetter nicht wirklich Spaß. Ich habe zwar immer einen Regenponcho mit, aber selbst der hilft bei Regen nur bedingt. Da macht es dann einfach mehr Sinn den Bus oder die Tube zu nehmen oder einfach mal einen Museumsbesuch einzuschieben.
  2. Wer in London mit dem Rad fährt muss auf jeden Fall eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen. Linksverkehr, enge Straßen, und die robuste Fahrweise mancher Verkehrsteilnehmer machen Rad fahren teilweise schon zu einem Abenteuer. Okay, rote Ampeln kann man mit dem Rad schon mal ignorieren und ich nutze auch gerne einfach mal den Bürgersteig, aber Freunde macht man sich damit nicht. Aber auch London hat die Zeichen der Zeit erkannt und baut mittlerweile die sogenannten Cycle Highways erstärkt aus. Hier könnt ihr, abgetrennt vom übrigen Verkehr, relativ sicher und zügig, durch die Stadt fahren.
  3. Sobald man sich außerhalb der City of London aufhält werden die sonst an jeder Ecke befindlichen Docking-Stationen plötzlich Mangelware. Da wird es dann schon mal stressig innerhalb der kostenlosen 30 Minuten eine Station zu finden, an der man sein Rad abstellen kann. Ich fahre meistens tapfer weiter und suche ein wenig in den Nebenstraßen, irgendwann wird man dann auch fündig. Aber das kann mitunter stressig werden und man sollte nicht erst 2 Minuten vor Ablauf der kostenlosen Nutzungsphase anfangen eine Station zu suchen.
  4. Trotz guter Planung schaffe ich es fast immer mich irgendwie zu verfahren. Es gibt einfach zu viel zu sehen. Hat man mal einen ungeplanten Schlenker eingebaut ist man schnell vom rechten Weg abgekommen und Problem Nr. 3 wird schnell wieder akut. Also ohne Navi (auf dem Handy) oder einem detaillierten Stadtplan sollte man sich erst gar nicht auf den Weg machen.
  5. Ich glaube letztlich ist Rad fahren in London ein typbedingte Frage. Man sollte auf keinen Fall zu brav, körperlich fit und ein wenig abenteuerlustig sein. Im Ernst, wer meint er könnte wie auf Land gemütlich durch die Stadt radeln und nebenher noch ein wenig die Sehenswürdigkeiten bewundern, wird schnell von der Realität eines besseren belehrt werden. In Parks ist das Rad fahren innerhalb des Grüngeländes eigentlich immer verboten. Im besten Fall darf man den Park mit dem Rad umrunden. Aber macht euch nichts draus: für einen längeren Stopp habt ihr sowieso keine Zeit… ihr müsst das Rad ja nach spätestens 30 Minuten eh wieder abstellen.
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Ein Fahrrad mieten in London ist einfach und an vielen Stellen möglich. Gerade weil die Straßen durch die vielen Autos eigentlich immer verstopft sind, ist es vorteilhaft das Fahrrad zu benutzen, um in London von A nach B zu kommen. Nicht nur Londoner, sondern auch Touristen fahren daher sehr gerne mit dem Rad. Aber nicht nur als reines Fortbewegungsmittel, sondern auch als Erkundungswerkzeug eignet sich das Fahrrad in London bestens.

Santander Fahrrad
Santander Fahrrad

Seit März 2015 hat die Santander Bank offiziel die Sponsorschaft für die Londoner Mieträder übernommen und löst damit den bisherigen Sponsor die Barclays Bank ab. Santander hat sich für knappe 60 Millionen Euro die Rechte gesichert und sich dabei z.B. gegen Coca Cola durchgesetzt. Der Vertrag läuft zunächst über 7 Jahre.sc-partner

Santander Cycles hat ein riesiges Fahrradverleihsystem und an fast jeder Ecke in der Stadt und in der Nähe der meisten wichtigsten Sehenswürdigkeiten kleine Fahrradstationen von ca 10-15 Bikes aufgestellt. An diesen Stationen könnt ihr euch ganz einfach ein Fahrrad mieten. Es ist danach egal, zu welcher Station ihr das Fahrrad wieder abgebt. Ihr müsst euch im Prinzip einmal einchecken und irgendwann wieder auschecken. Insgesamt gibt es ca 700 Docking Stationen mit insgesamt mehr als 10.000 Rädern. Interessant ist es sicherlich auch, dass direkt am Regent’s Park und am Hyde Park solche Stationen gibt, sodass man im Sommer schön mit dem Fahrrad die Parks erkunden kann. Die Fahrräder werden in London übrigens auch Boris Bikes genannt, angelehnt an Londons ehemaligem Bürgermeister Boris Johnson, unter dem die Räder eingeführt worden sind.

So funktioniert das Fahrrad mieten in London

London Fahrrad mieten Anleitung

Essenziell für die Leihe ist eine Kreditkarte von VISA oder MasterCard. Barzahlung und Oyster Card werden nicht akzeptiert.

An den Mietstationen könnt ihr dann eine Miete vornehmen. Das kostet pro Tag £2 und nach 24 Stunden müsst ihr erneut an der Station einen Tag buchen.

Eure Kreditkarte wird dann quasi euer Fahrradpass und ihr erhaltet an den Stationen jeweils einen “Bike release code”, der ausgedruckt wird. Mit diesen könnt ihr dann das Fahrrad “lösen”.

Wenn ihr fertig mit dem Fahren seit, könnt ihr das Fahrrad in einer freien Docking Station wieder abstellen.

Die ersten 30 Minuten sind stets in der Tagespauschale enthalten. Fahrt ihr länger als 30 Minuten am Stück, kommen zusätzliche Gebühren hinzu. Die Zeit wird erst angehalten, wenn das Rad wieder in der Station steht.

Ihr könnt maximal vier Fahrräder gleichzeitig mit einer Kreditkarte leihen. Falls das Fahrrad kaputt gehen sollte, könnt ihr das Fahrrad zurück in eine Docking Station bringen und es dort als Defekt (Button am Ständer) melden. Ihr könnt dann ein anderes Fahrrad nehmen.

Am Touch Screen erhaltet ihr einen Überblick über alle Docking Stationen, genau wie auf der Website des Anbieters. Hier findet ihr weitere Informationen.

Video zum Fahrrad mieten in London

Ich habe mal ein kurzes Video erstellt, um euch zu zeigen wie einfach es ist sich in London ein Fahrrad auszuleihen.

Video: Fahrradmiete für 24 Stunden

Video: Fahrrad aus der Dockingstation holen

Kosten

Fahrrad mieten in London
Kosten

Das System ist im Prinzip auf Kurzfahrten ausgelegt, weshalb für die ersten 30 Minuten keine extra Gebühren anfallen (nur Zugangskosten). Die Kosten unterteilen sich in Bike access period und Extra ride charges. Ein 24 Hours Access kostet 2 Pfund pro Fahrrad. Die Extra ride charges staffeln sich nach Stunden. Die ersten 30 Minuten sind wie gesagt frei. Bis eine Stunde zahlt man £1, bis 1,5 Stunden £4, bis 2 Stunden sind es £6 usw. Die gesamte Preis-Staffelung gibt es hier.

Tipp!Also immer nach spätestens 30 Minuten das Rad wieder kurz in einer Station abgeben. Kurz warten und dann ein neues Rad nehmen. Wenn ihr eure Wege gut plant und ein wenig auf die Uhr schaut, könnt ihr London so schnell und sehr günstig erkunden.


Santander APP

Santander hat ausserdem eine neue App herausgebracht mit der man stets die nächste Fahrradstation finden kann und auch der Fahrradverleih ist dadurch vereinfacht worden.

Ihr könnt den Access Code jetzt über das Handy abrufen und auch die Leihe verlängern, falls die gewünschte Dockingsstation mal voll sein sollte.

Außerdem erhalten Inhaber der Santander Kreditkarte Cashback bei Fahrradmieten.

Warnhinweis

Auch wenn immer mehr Radfahrer in London unterwegs sind, ist Radfahren aufgrund des häufig dichten Verkehrs nicht völlig ungefährlich. Zwar wurden die Radwege in den letzten Jahren weiter ausgebaut, aber das Netz ist immer noch dünn.

Ihr solltet also zumindest halbwegs sicher auf dem Rad unterwegs sein und den Linksverkehr beachten.

Für Kinder ist Radfahren sicher nicht geeignet, zumal das ausleihen eines Rades erst ab 18 Jahren und das Fahren erst ab 14 Jahren erlaubt ist. Fahrt zur Übung vielleicht erstmal ein wenig am „River Thames“ entlang.

Die Londoner Mieträder kurz vorgestellt

Fahrradtouren durch London

Da ich eigentlich immer gerne das Rad in nutze, habe ich euch ein paar interessante Fahrradtouren durch London zusammengestellt. So könnt ihr schnell und bequem neue und unbekannte Orte in der Stadt entdecken.

Wer lieber zu Fuß geht, für den habe ich schöne Spaziergänge durch London erstellt.

Vom Tower zum Canary Wharf

Diese Fahrradtour vom Tower zum Canary Wharf führt euch entlang der Themse und ihr könnt den Ausblick auf die Londoner Skyline genießen.

Dauer: ca. 1-2 Stunden,

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Wir starten am Tower of London. Dieser ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Direkt am Tower findet ihr eine Leihstation und könnt euch hier mit einem Fahrrad ausstatten. Mit dem Rad geht es nun einmal um den Tower herum in Richtung Themse. Genießt den Ausblick auf die Tower Bridge, The Shard, die City Hall und viele weitere Highlight.

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St. Katherine Docks

Radelt nun entspannt an der Promenade entlang, unter der Tower Bridge hindurch und dann links zu den St.Katherine Docks. Hier könnt ihr das Fahrrad ein wenig schieben oder gemütlich am Wasser entlang durch das schicke Wohngebiet fahren.

St. Katherine Docks 360 Blick
St. Katherine Docks 360 Blick (3D fähig mit google cardboard)

In den St. Katherine Docks findet regelmäßig ein Foodmarket statt  und im Dickens Inn könnt ihr euch schon mal die Speisekarte anschauen.

Wir verlassen die St. Katherine Docks und fahren weiter zum Shadwell Basin. Die Straße verläuft hier nun parallel zur Themse und wer mag kann nun noch einen Blick in den Wapping Rose Garden werfen, bevor ihr euch einen Zugang zur Promenade direkt an der Themse sucht. Ein paar hundert Meter hinter dem Garten findet ihr z.B. einen kleine Durchfahrt.

An der Themse entlang

Nun können wir unsere Fahrt direkt an der Themse fortsetzen. Hinter euch seht ihr die Tower Bridge und vorne kann man schon Londons Finanzzentrum Canary Wharf erkennen.

Themse bei Wapping 360 Grad Blick
Themse bei Wapping 360 Grad Blick (3D fähig mit google cardboard)

Canary Wharf

Folgt einfach dem Weg entlang der Themse soweit wie möglich und genießt dabei den herrlichen Ausblick. Sobald ihr den Weg direkt an der Themse verlassen müsst, könnt ihr der Beschilderung in Richtung Canary Wharf folgen und dort euer Rad an einer der zahlreichen Stationen abgeben.

Die reine Fahrzeit bis hierhin sollte eigentlich in 25 Minuten machbar sein. Solltet ihr an der ein oder andere Stelle etwas länger verweilen möchten, dann müsst ihr zwischendurch das Rad abstellen und eine Neues mieten. Auf der Strecke befinden sich einige Stationen: Schaut dazu einfach oben auf die Karte.

Fahrradtour vom Tower zum Canary Wharf
Canary Wharf 360 Grad Blick (3D fähig mit google cardboard)

In Londons Finanzzentrum angekommen könnt ihr euch das Museum of Docklands (Eintritt kostenlos) und den Crossrail Roof Garden ansehen oder euch in einer der zahlreichen Pubs und Restaurant stärken. Im Anschluss bietet sich eine kleine Shoppingtour in den zahlreichen Geschäften unterhalb der Hochhäuser an.

Video Fahrradtour vom Tower zum Canary Wharf

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Radfahren in London ist ein gefährliches Hobby. In den letzten 15 Jahren hat sich die Zahl der Radfahrer in London verdoppelt.

Die Sicherheitsvorkehrung wurden aber seitedem kaum verbessert: Jährlich sterben rund ein Dutzend Radler bei Unfällen in London. 2013 gab es 475 Verletzte Radler, 2012 sogar 657.

Grund genug für Bürgermeister Boris Johnson eine Initiative zu starten, wie das Radfahren in der Stadt sicherer werden kann.

Mehrere Architekten haben daher ihre Entwürfe vorgelegt.

Projekt London Underline

Radfahren in London
gensler.com

Das Projekt „London Underline“ möchte die brachliegenden U-Bahn Tunnel und Bahnhöfe nutzen und zu unterirdischen Rad- und Fußgängerwegen umbauen. Die Menschen sollen so schneller und sicherer durch die Stadt fahren können.

Damit der Ausflug unter Tage nicht allzu trist wird, sieht das Architektenbüro Gensler Cafés und Galerien vor, die die Wege säumen sollen. Die Wände könnten mit Kunst bemalt werden.

Auch der Umweltschutz soll berücksichtigt werden: Die Architekten stellten ein Bodenmaterial vor, auf dem durch die Belastung durch Radfahrer und Fußgänger Strom erzeugt wird. Die Menschen würden so mit jedem Schritt kostengünstig Energie erzeugen.

Unklar ist, ob und wenn ja wann die Pläne zur „London Underline“ umgesetzt werden. Die Bewohner der Stadt sind begeistert, aber zugleich skeptisch, wenn es um die Sicherheitsfrage geht. Andererseits wird schon darüber diskutiert, wo das Projekt starten könnte. Im Gespräch für die erste mögliche Strecke sind die zwei Kilometer zwischen Greenpark und Holborn, die unter dem Covent Garden entlangführen.

Aber dies ist nicht die einizige Idee.

Projekt Skyline

Radfahren in London
http://www.fosterandpartners.com

Stararchitekt Norman Foster kreierte 2014 den Entwurf „Skycycle“, ein Netzwerk bestehend aus 220 Kilometer langen, schwebenden Radwegen, die über bestehenden Gleisen verlaufen sollten. 200 Zugänge solle es geben. Jede Route biete pro Stunde Platz für 12 000 Radfahrer.

Projekt Thames Deckway

Radfahren in London
River Cycleway Consortium

Eine weitere Idee ist der „Thames Deckway“, ein schwimmender Radweg auf der Themse. Der würde nach dem Willen der Planer, „The River Cycleway Consortium“, nahe des Südufers weit weg vom regulären Schiffsverkehr verlaufen. Die Kosten für das Vorhaben der Architektengruppe  belaufen sich schätzungsweise auf stolze 760 Millionen Euro. Zur Finanzierung ist eine Maut von etwa 1,90 Euro pro Strecke vor. Gespräche mit der Stadtverwaltung sowie mit den Verkehrsbetrieben Londons gab es bereits. Doch bis zur möglichen Umsetzung ist es noch ein weiter Weg. Und einen entscheidenden Nachteil hat das Projekt: Ins Stadtinnere kommt man auf dem Wasserweg eben nicht.

So wird es wohl noch ein wenig dauern, bis ein Entwurf tatsächlich umgesetzt wird. Denn eines haben alle Ideen gemeinsam: sind kreativ, aufregend aber leider auch sehr teuer.

Mietet doch einfach mal selber ein Rad und erkundet die Stadt.

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Neuer Sponsor für die Londoner Mieträder

Ab März 2015 übernimmt die Santander Bank offiziel die Sponsorschaft für die Londoner Mieträder und löst damit den bisherigen Sponsor die Barclays Bank ab.

Santander Radstation
Santander Radstation

Santander hat sich für knappe 60 Millionen Euro die Sponsorschaft gesichert und sich dabei z.B. gegen Coca Cola durchgesetzt. Der Vertrag läuft zunächst über 7 Jahre.

Nun werden alle 11.500 Räder und die Fahrradstationen in der Stadt auf den neuen Sponsor in rot/weiß umlackiert. Dies soll bis zum Herbst geschafft sein.

Die Santander Bank hofft, dass sich der neue Name „Santander cycles“ bald in den Sprachgebrauch einfinden wird.

Santander möchte ausserdem eine neue App herausbringen mit der man stets die nächste Fahrradstation finden kann. Ausserdem erhalten Inhaber der Santander Kreditkarte Cashback bei Fahrradmieten.

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London mit dem Rad erkunden

Wer sich schon ein wenig in London auskennt, sollte die Stadt einfach mal mit dem Rad erkunden.

Man erhält völlig neue Eindrücke und kommt günstig von A nach B.

Pro Rad wird nur £ 2 für 24 Std fällig. Allerdings müsst ihr die Räder immer nach max. 30 Min an einer der vielen Stationen zurückgeben. Sonst wird es schnell deutlich teurer.

Wie ihr ein Fahrrad in London mieten könnt, habe ich in einem gesonderten Beitrag ausführlich erläutert.

LondonBikes

Weitere Infos:

Mit tausenden Fahrrädern und hunderten von Abgabestationen, die 24 Stunden am Tag erreichbar sind, ist die Fahrradvermietung („cycle hire“) von Barclays eine einfache und spaßige Möglichkeit, um durch London zu fahren.

Ab März 2015 hat die Santander Bank den bisherigen Sponsor die Barclay Bank abgelöst.

santandercycle

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