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Ich bin schon unzählige Male an der HMS Belfast, einem alten Kriegsschiff, vorbei gelaufen, konnte mich aber nie motivieren es mir genauer anzusehen.

Dank des London Pass habe ich mir jetzt mal die Zeit genommen und das Schiff genauer unter die Lupe genommen.

Viele von euch werden das Schiff sicher schon wahrgenommen haben, denn beim Überqueren der Tower Bridge oder beim Besuch des Tower of London ist die HMS Belfast eigentlich nicht zu übersehen.

HMS Belfast KarteÜber die HMS Belfast

Die HMS Belfast ist ein britisches Kriegsschiff, das heute als Bestandteil des Imperial War Museums (IWM) auf der Themse in London verankert ist. Die Belfast gehört zur Town-Klasse, hatte die taktische Kennung C35 und war der größte Leichte Kreuzer der Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Im Jahr 1965 wurde die Belfast außer Dienst gestellt und 1971 zu einem Museum umgebaut.

HMS Belfast
Die Kanonen haben ordentlich bums.

Die Kanonen der Bugtürme zielen auf die knapp 20 Kilometer entfernte Autobahnraststätte London Gateway Services an der M1. Als die HMS Belfast 1971 als Museumsschiff vor Anker ging, wurde aus PR-Gründen die bekannte Raststätte gewählt. Die Hecktürme haben in der Zeit ihre Ausrichtung öfters gewechselt.

An Bord der HMS Belfast

Im Eintritt inbegriffen ist eine kostenloser Audio Guide der euch durch das Schiff führt und mit unzähligen Informationen versorgt. Ihr erhaltet ihn im Eingangsbereich an Bord des Schiffes.

Man merkt, dass das Schiff noch stetig weiter restauriert wird, da es an Bord und stellenweise doch recht rustikal eingerichtet ist und an einigen Stellen auch noch gearbeitet wird.

HMS Belfast
Mächtiges Schiff mit eher bescheidenen Sitzmöglichkeiten.

Ein gutes Beispiel ist das „Café“ mit einigen recht einfachen Metallstühlen an Deck.

Es ist auf jeden Fall ein abenteuerliches Gefühl auf einem echten Kriegsschiff herumzulaufen. Allein die Vorstellung hier im Kampfeinsatz zu arbeiten bereitet mir Unbehagen und wir sollten froh sein in einer halbwegs friedlichen Zeit zu leben.

HMS Belfast
„Kanonenfutter“

Es ist halt alles eng und flach. Das Leben auf so einem Kriegsschiff kann ich mir als wenig angenehm vorstellen. Gerade wenn man sich die Mannschaftsräume und die Waffenlager auf den unteren Decks anschaut.

HMS Belfast
Mannschaftsquatier

Beeindruckend fand ich vor allen Dingen die riesigen Kanonen und die doch sehr einfach gehaltene Brücke des Schiffs.

Mein Fazit zum Besuch der HMS Belfast

Den Besuch würde ich nur bedingt empfehlen, denn er lohnt sich nur wenn man sich auch für diese Materie (Krieg, Schiffe) interessiert. Gut zu Fuß sollte man auch sein, da es viel steile und enge Treppen, Türen und Gänge gibt.

Habt ihr den London Pass, würde ich den Abstecher auf jeden Fall empfehlen. Schaut euch auch die vielen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an wie z.B. Tower of London, Tower Bridge, Hays Galleria, The Shard, Monument und viele mehr.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn London Bridge (Northern und Jubilee Line) oder Tower Hill (District und Circle Line)

Adresse: The Queen’s Walk, London, SE1 2JH

Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00 Uhr)

Eintritt: Ticket ab £13,90 (online)  sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass

Um meinen London Pass während meiner letzten Londonreise noch sinnvoll einzusetzen, habe ich noch einen Abstecher zu den Churchill War Rooms gemacht und einen erstaunlich spannenden Einblick in die Zeiten des zweiten Weltkriegs erhalten.

Über die Churchill War Rooms

In unmittelbarer Nähe zur Downing Street und direkt am St. James‘s Park befinden sich ganz unscheinbar die Churchill War Rooms. Ihr seid vermutlich schon daran vorbei gelaufen ohne es zu merken.

Von den Churchill War Rooms aus wurden wichtige Teile der britischen Kriegsführung im zweiten Weltkrieg geleitet. Sie dienten von 1939 bis 1945 als geheime britische Kommandozentrale.

Churchill War Rooms
Karte der Bunkeranlage

Winston Churchill, der damalige britische Regierungschef leitete im Schutze des Bunkers seine Streitkräfte. Auch die erst im Nachhinein berühmt gewordene Telefonverbindung zwischen Chruchill und Franklin D. Roosevelt wurde von hier initiiert. Der Raum in dem das Telefon stand war übrigens als Toilette getarnt, an der nahezu ständig “besetzt” stand. Somit war der Raum selbst dem Personal im Bunker zum größten Teil unbekannt.

Heute gehört das Museum permanent zum Imperial War Museum (IWM) und ist eine Außenstellen wie die HMS Belfast.

Churchill War Rooms
Einblick in den Kartenraum

Mein Besuch der Churchill War Rooms

Der eher unscheinbare Eingang gegenüber des St. James‘s Park lässt nichts von der Größe der gesamten Bunkeranlage erkennen. Ihr könnt nahezu die gesamte Bunkeranlage besichtigen. In fast alle Räume sind Einblicke möglich, allerdings häufig durch eine Scheibe getrennt. Da häufig auch Puppen in den Räumen sitzen oder stehen, kann man sich ein gutes Bild von den Verhältnissen der damaligen Zeit machen.

Wenn ihr am Eingang den kostenlosen Audio Guide mitnehmt werdet ihr durch die gesamte Anlage geführt und mit spannenden Fakten und Infos versorgt.

Churchill War Rooms
Ein beeindruckender Blick auf die Decke
Churchill War Rooms
Einblick in die Zimmer

Schaut zwischendurch mal nach oben. An einigen Stellen kann man die wirklich sehr eindrucksvolle Bunkerdecke und ihre Dicke erkennen.

Im integrierten und interaktiven Churchill Museum gibt es eine riesige Zeitleiste an der ihr die gesamte Geschichte von Winston Churchill betrachten und stets genauere Daten abrufen könnt. Das fand ich sehr spannend.

Churchill War Rooms
Interaktive Zeitleiste zu Churchills Leben

1-2 Stunden solltet ihr euch für den Besuch schon Zeit nehmen um alles erkunden zu können. Wenn ihr eure Eintrittkarte vorher online bucht, habt ihr die möglich die Fastlane zu nutzen.

Churchill War Rooms
Eine von vielen Postkarten aus der Zeit des zweiten Weltkriegs,

Im Shop gibt es noch viele alte Plakate, Schilder, Postkarten, Shirts und viele weitere Souvenirs zu kaufen. Teilweise mit aus heutiger Sicht sehr lustigen Sprüchen. Das Bunker-Café fand ich jetzt weniger ansprechend bzw. einladend.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn James’s Park (District und Circle Line) oder Westminster (Jubilee, District und Circle Line)

Adresse: Clive Steps, King Charles Street, London SW1A 2AQ

Öffnungszeiten: Täglich von 9:30 – 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00 Uhr)

Eintritt: Tickets ab £18,90 (online)  Erspanis möglich mit 2für1, London Pass, London Explorer Pass

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Das Imperial War Museum London (IWM) ist einer der Museen die ich mir auch gerne ein zweites oder drittes Mal anschaue, weil es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.

Imperial War Museum Panzer
Imperial War Museum Panzer

Ursprünglich war das Gebäude eine Nervenheilanstalt bis 1936 das Imperial War Museum eingezogen ist.

Bereits die imposanten Kanonen vor dem Eingang machen mächtig Eindruck. Empfehlenswert ist das Imperial War Museum aber nicht nur für Geschichtsfans. Gerade auch Kinder können hier die Geschichte vom Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart erleben. Für Familien ist ein Besuch des Museums daher sicherlich zu empfehlen, da es Sehenswürdigkeiten für Große und Kleine zu bestaunen gibt.

Neben zahlreichen Fotos, Videos und Modellen gibt es vor allen Dingen viele echte Kriegsgegenstände zu sehen. Neben Panzern, diversen Fahrzeugen und Kanonen sind vor allen Dingen die in der Halle aufgehängten Kampfflugzeuge sehr imposant.

 

Sechs Stockwerke Geschichte

Imperial War Museum Hall
Imperial War Museum Hall

Das Museum ist in insgesamt sechs Stockwerke aufgeteilt. Jedes Stockwert hat seinen eigenen Themenbereich:

  • 0. Stock: 1. Weltkrieg und Kriegszeugen
  • 1. Stock: Familien im 2. Weltkrieg und Afghanistan-Krieg 2014
  • 2. Stock: 2. Weltkrieg und Wiederaufbau in England
  • 3. Stock: Gallerie: Britische Kunst im ersten Weltkrieg, Kuriositäten aus dem Krieg
  • 4. Stock: Der Holocaust
  • 5. Stock: The Lord Ashcroft Galerie

 

Das Museum beschäftigt sich in erster Linie mit den beiden Weltkriegen. Natürlich aus der britischen Sicht.  Interessant ist, das vor allen Dingen Alltagsgegenstände aus dem Zeit des Krieges ausgestellt sind. So kann man sich das Leben während des Kriegs zumindest ansatzweise vorstellen. Einen weiteren wichtigen Stellenwert im Museum nimmt der Holocaust ein.

Was sehr beeindruckend ist, dass nicht versucht wird den Krieg zu glorifizieren.  Eher im Gegenteil. Es werden die vielen Schattenseiten des Kriegs eindrucksvoll aufgezeigt.

Eintritt, Anreise und Öffnungszeiten

Anreise: Ihr findet das Imperial War Museum in der Lambeth Road, SE1. Die nächst gelegenen U-Bahnstationen sind „Elephant and Castle“ und „Waterloo“. Alternativ ist das Museum per Bus zu erreichen. Hier könnt ihr die Linien 3, 12, 53, 59, 148, 159, 344, 360, 453 und C10 nehmen.

Öffnungszeiten: Das Museum ist täglich von 10-18h (letzter Eintritt 17:30h) geöffnet.

Der Eintritt ist wie in vielen Londoner Museen kostenlos.

Zudem hat das Kriegsmuseum weitere Aussenstellen innerhalb (Churchill War Rooms, HMS Belfast) und ausserhalb der Londons (Manchester, Duxford).

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