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Jedes Jahr von Mitte Juli bis Ende September ist ein Teil des Buckingham Palace zur Besichtigung für das „gemeine“ Volk geöffnet. Nach über 20 Jahren London Erfahrung war es also längst an der Zeit dem Palast der Queen mal einen Besuch abzustatten.

Über den Buckingham Palace

Der Buckingham Palace ist die offizielle Residenz des britischen Monarchen in London. Hier werden auch ausländische Staatsoberhäupter empfangen.

Im Jahr 1703 wurde er als großes Stadthaus gebaut und während der nächsten 75 Jahre nach und nach erweitert, hauptsächlich durch die Architekten John Nash und Edward Blore.

Mit der Thronbesteigung von Königin Victoria im Jahr 1837 wurde der Palast zur offiziellen Residenz des britischen Monarchen. Die letzte bedeutende Erweiterung am Palast geschah zu Zeiten Victorias, als ein Gebäudeflügel in Richtung der Ostseite als Abschluss zur Straße The Mall hinzugefügt wurde. Dabei wurde der Eingang für Staatsgäste, der Marmorbogen (Marble Arch), abgebaut und an seinem gegenwärtigen Standort in der Nähe der Speakers’ Corner im Hyde Park wiedererrichtet.

Mein Besuch im Buckingham Palace

Gleich vorweg: Die Tickets sind natürlich sehr gefragt und ihr solltet unbedingt vorher Karten reservieren bzw. online kaufen. Ohne könnt ihr euch den Weg auch sparen.

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Von außen hat sich sicher schon jeder Mal ein Bild vom Buckingham Palace gemacht und das Changing of the Guards ist weltberühmt, von innen kennt man jedoch eigentlich nichts.

Und damit das auch so bleibt, ist während der Besichtigung  das Fotografieren komplett untersagt und wird auch streng kontrolliert. Sobald ihr den Palast verlassen habt, um durch den königlichen Garten zum Ausgang zu gehen, dürft ihr aber auch Fotos machen.

Aber von Anfang an:

Nach einem kurzen Sicherheitscheck solltet ihr euch den kostenlosen Audioguide holen und danach beginnt der Rundgang durch den  Palast. Es herrscht Einbahnstraßenbetrieb, d.h. nach Verlassen eines Raumes könnt ihr eigentlich nicht mehr zurück.

Buckingham Palace
Der übersichtliche Audio Guide führt euch durch die einzelnen Räume.
Tipp!Die Toilette ist erst am Ende und von dort aus gibt es kein Zurück mehr. Also vorher nochmal außerhalb des Buckingham Palace die Toilette aufsuchen.

Der Audio Guide führt euch durch die verschiedenen Räume und gibt eine kurze, meist 1-minütge, Einführung. Über den Guide könnt ihr aber weitere Infos abrufen.

Buckingham Palace
Der Plan vom Erdgeschoss

Die Tour führt euch durch insgesamt 14 Räume, beginnt im Innenhof und endet im Erkerzimmer. Auf dem Weg dorthin kommt ihr durch die Prunkhalle, diverse Galerien und Speisesäle, den weißen Salon und die Marmorhalle.

Buckingham Palace
Die meisten Räume befinden sich im ersten Stock.

Zum Abschluss verlasst ihr das Gelände durch den Garten. Da hier gelegentlich große Empfänge stattfinden ist der sichtbare Bereich des Gartens eher zweckmäßig gestaltet und besteht zu 90% aus Rasen.

Buckingham Palace
Groß, aber nicht unbedingt sehenswert. Für die Gartengestaltung hat die Queen scheinbar keine Zeit.

Alles in Allem fand ich den Buckingham Palace ganz interessant und natürlich ist es sehr aufregend mal durch Räume zu laufen, die sonst nur von der Königsfamilie und ihren Gästen genutzt werden. Es war aber auch sehr voll und dadurch eng und man konnte selten etwas wirklich in Ruhe anschauen.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn St. James’s Park,  Hyde Park Corner, Green Park, Victoria Station

Adresse: Westminster, London SW1A 1AA

Öffnungszeiten: Mitte Juli bis Ende September von 9:30-19:30 Uhr

Eintritt: 25 GBP, Ticket mit fester Eintrittszeit vorher reservieren

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Historic Royal Palaces ist eine unabhängige Wohltätigkeitsorganisation, die sich um den Tower of London, Hampton Court Palace, das Banqueting House, Kensington Palace, Kew Palace und Schloss Hillsborough kümmert. 

Historic royal palacesZiel ist es die Geschichte zu erforschen, wie Monarchen und Menschen die Gesellschaft geprägt haben und dabei einige der größten Paläste zu erhalten die jemals gebaut wurden.

Die Organisation lebt allein aus Eigenmittel und ist abhängig von der Unterstützung unserer Besucher, Mitglieder, Spender, Sponsoren und Freiwillige.

Jahreskarte von Historic Royal Palaces

Die Jahresmitgliedschaft bei Historic Royal Palaces ist ein echter Spartipp!

Für nur £53 erhaltet ihr 15 Monate freien Eintritt in die oben genannten Paläste. Und zwar so oft ihr wollt.

Die Mitgliedschaft lohnt sich eigentschlich schon, wenn man drei der sechs Sehenswürdigkeiten besucht. Immerhin habt ihr ja auch 15 Monate dafür Zeit.

Noch günstiger wird es mit der Familienmitgliedschaft ab £76 für 15 Monate.

Jahresmitgliedschaft online abschließen

Alternativ könnt ihr die Jahreskarte auch direkt vor Ort kaufen oder euer Ticket innerhalb von zwei Wochen nach eurem Besuch in eine Jahresmitgliedschaft umwandeln.

Im Norden Londons, mit wunderbarem Blick auf die Stadt, liegt auf einer Anhöhe der Alexandra Palace.

In meinem früheren Bericht hatte ich den Hampton Court Palace als Party-Palast bezeichnet, weil dieser früher häufig für Feiern und Feste des britischen Adels genutzt wurde.

Der Alexandra Palace ist der Party Palast der Neuzeit.

Über den Alexandra Palace

Der Alexandra Palace wurde 1873 als Erholungspark „The People’s Palace“ auf einer Anhöhe im Norden Londons eröffnet. Benannt wurden das Gebäude und der umliegende Park nach der damaligen Kronprinzessin Alexandra von Dänemark.

Zwei Wochen nach der Eröffnung brannte das Gebäude fast vollständig ab, wurde aber in den folgenden zwei Jahren wieder aufgebaut.

Alexandra Palace BB
Ausblick auf die City auf London

Bei gutem Wetter habt ihr vom Palast aus eine super Aussicht auf London und könnt in der Ferne sogar das Finanzviertel Canary Wharf und natürlich The Shard erkennen.

Vielfältige Nutzung des Palasts

Heutzutage dient der Palast nur noch als Hülle und dient nicht mehr als Unterkunft oder Wohnsitz.

Den Palast jetzt als Party Palast zu bezeichnen ist aber natürlich ein wenig übertrieben, dennoch wird er für vielfältige Freizeitaktivitäten genutzt.

Alexandra Palace
Moderne Eislaufbahn in historischer Halle.

Ein Teil beherbergt eine Eislaufbahn, die ihr am Wochenende sogar kostenlos benutzen könnt. Werft mal einen Blick hinein, denn die Kulisse ist schon beeindruckend.

Ein weiterer Bereich wird als große Halle für Veranstaltungen genutzt. Der Zugang erfolgt über den Palm Court, wo ihr (wie der Name schon sagt) einen Innenhof mit Palmen bestaunen könnt.

Alexandra Palace
Ein Innenhof mit riesen Palmen und anderen Pflanzen. Im kleinen Café könnt ihr euch stärken.

Um die große Halle betreten zu können, müsst ihr allerdings Eintritt bezahlen. Bei meinem Besuch war gerade eine Handarbeitsmesse und so strömten unzählige Senioren in die Halle. Die Messe war zwar völlig unterinteressant, der Blick in die große Halle dafür jedoch ganz spannend. Einen hohen Eintritt hätte ich dafür jetzt aber nicht bezahlt.Alexandra Palace

Imposante Halle mit schönem Runddach. Die Handarbeitsmesse war jetzt weniger spannend.Aufgrund der Höhenlage wird der Palast seit 1935 für die ersten Fernsehübertragungen der BBC eingesetzt. Die Ausstrahlung erfolgt seitdem vom Südostturm der Anlage. Seit Dezember 2007 ist der Alexandra Palace der jährliche Austragungsort der Darts Weltmeisterschaft.

Hinter dem Palast könnt ihr noch einen Spaziergang um den See machen. Im Boating Lake könnt ihr euch ein Tretboot mieten und damit eine Runde über den See schippern.

Alexandra Palace
Auf dem Weg nach Highgate können ihr einen schönen Blick auf die Umgebung werfen. Im Hintergrund der BBC Fernsehturm am Alexandra Palace

Nach dem Besuch des Alexandra Palace bieten sich übrigens noch ein Spaziergang bis nach Highgate und der Besuch des Friedhofs (Highgate Cemetry) an.

Alexandra Palace Highgate Karte
Nutzt die vorgeschlagene Routen als grobe Vorgabe und sucht euch selber den schönsten Weg aus.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Wood Green (Piccadilly Line) oder Bahnstation Alexandra Palace (es fährt von beiden Stationen ein kostenloser Shuttle-Bus den Berg hinauf zum Palast)

Adresse: Alexandra Palace Way, London N22 7AY

Öffnungszeiten:

Eintritt: –

Nach ein paar königlichen Hochzeiten (William und Harry) war es mal wieder Zeit den Kensington Palace zu besuchen. Mein letzter Besuch liegt schon ein paar Jahre zurück und hatte mich nicht sonderlich beeindruckt. Zumindest konnte ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern.

Dank 2for1 habe ich mich daher nochmal auf den Weg in die Kensington Gardens gemacht und den Palast erneut besichtigt.

Über den Kensington Palace

Der Palast liegt an den Kensington Gardens im Royal Borough of Kensington and Chelsea in London und wird auch heute noch von Mitgliedern der britischen Königsfamilie genutzt.

Kensington Palace
Wenig spektakulär für einen Palast

Das Schloss war früher ein privater Landbesitz und wurde im Jahr 1689 von Mary II. und Wilhelm III. ausgebaut. In den nachfolgenden 70 Jahren wurde der Palast immer wichtiger für das gesellschaftliche und politische Leben des Landes. Nachdem König George II. im Jahr 1760 starb, verlor das Gebäude aber immer mehr an Bedeutung.

Prinzessin Victoria wurde 1819 hier geboren, zog aber als Königin sofort in den Buckingham Palace um.

Im Jahr 1912 wurde der Palast erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kensington Palace
Die Highlights findet ihr vor dem Palast: Der Princess Diana Memorial Garden

Heute bewohnen William und Kate zusammen mit ihren drei Kindern das Apartment 1A, sind aber die meiste Zeit in Anmer Hall. Prince Harry und Meghan Markle bewohnen das Nottingham Cottage auf dem Grundstück nebenan. Von 1981 bis zu ihrem Tode 1997 residierte dort auch Diana.

Mein Besuch im Kensington Palace

Nach der Kasse geht es in die noch ganz schicke Eingangshalle. Im Raum dahinter startet dann die eigentliche Besichtigung. Hier findet ihr auch Flyer und Prospekte zum Palast.

Kensington Palace
Eingangshalle

Es gibt im Wesentlichen drei Touren durch den Palast, die jeweils in diesem Raum starten. Zusätzlich gibt es aktuell noch eine Ausstellung zu Prinzessin Diana, die sich hauptsächlich um ihre Kleider dreht.

Die King’s Route führt euch durch die Zeit von George II und seine Staatsgemächer. Die Queen’s Route führt euch im ältesten Teil des Palasts durch die Räumlichkeiten von Queen Mary II. Die Victoria Route gibt euch einen Einblick in das Leben von Königin Victoria.

Kensington Palace
Neben vielen Kleider von Prinzessin Diana, gibt es auch ein paar Kronen und Juwelen zu bestaunen

Insgesamt fand ich alles eher unspektakulär und mir sind nur wenige wirkliche Highlights aufgefallen.

Die Queen’s Route ist zudem kein Rundgang und man muss am Ende nochmal durch alle bereits besichtigten Räume zurück zum Ausgang.

Highlight für Diana Fans – Princess Diana Fashion Story

Fans von Prinzessin Diana kommen im Bereich der „Fashion Story“ auf jeden Fall auf ihre Kosten. Hier findet ihr eine Kollektion von Diana-Outfits.

Kensington Palace Diana Fashion
Für mich als Mann jetzt weniger interessant: Kleider von Princessin Diana

Auch rein optisch fand ich den Palast nicht sehr schön. Der Hampton Court Palace ist da deutlich spannender. Da ein großer Teil des Palasts von den Royals bewohnt wird, bekommt man nur einen geringen Teil zu sehen.

Alles in allem ist der Palast außen wie innen eher unspektakulär.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn High Street Kensington oder Notting Hill Gate (Circle und District Line)

Adresse: Kensington Gardens, London W8 4PX

Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 16:00 Uhr (Nov. – Februar) bzw. 10:00 – 18:00 Uhr (März – Okt.)

Eintritt: ab GBP 16*, sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass oder HRP

Der Hampton Court Palace stand schon länger auf meiner Besichtigungsliste. Dank des London Explorer Passes habe ich die Gelegenheit genutzt und mich auf den Weg in den Südwesten von London gemacht.

Abenteuerliche Anreise

Zugegeben ist die Anreise ab Waterloo Station doch erstmal etwas verwirrend. Es hat schon einige Zeit gedauert bis ich den richtigen Zug gefunden habe. Die Züge werden zwar auf dem großen Display im Bahnhof angezeigt, ein nachvollziehbares System habe ich darin allerdings nicht erkennen können. Scheinbar werden die Gleise auf denen die Züge abfahren immer spontan und flexibel vergeben. Also ganz im Gegensatz zu Deutschland wo ja immer ein festes Gleis vorgegeben ist.

Waterloo Station Anzeigetafel
Finde den richtigen Zug und das Gleis… Herausforderung angenommen

Nach einer halben Stunde Rätselraten habe ich dann Zug den Richtung Hampton Court gefunden.

Es gibt Umsteigeverbindungen über „Surbiton“, aber auch Direktverbindungen. Leider zeigt die Seite von Tfl nur Umsteigeverbindungen an, im Bahnhof konnte man aber die Direktverbindungen mit South Western Railway auf der Anzeigetafel gut erkennen. Beide Fahrten sind aber gleich lang und ihr könnt daher auch die Umsteigeverbindung nehmen.

Bezahlen kann man übrigens problemlos mit „Touch in“ (Oysterkarte oder Kreditkarte) und ihr müsst kein extra Ticket kaufen.

Die Fahrt dauert ca. 30  Min und ihr kommt dann am Bahnhof „Hampton Court“ an. Von dort aus sind es noch 5 Min Fußweg bis zum Eingang des Schlosses.

Über den Hampton Court Palace

Der Palast liegt am linken Themseufer im Stadtbezirk Richmond upon Thames und ist eine der Sehenswürdigkeiten die etwas außerhalb von London zu finden sind. Das ursprünglich im Tudorstil erbaute Schloss war von 1528 bis 1737 die Residenz der britischen Könige und wurde später größtenteils im englischen Barock Stil umgebaut. Das Tudor Schloss ist ein gewaltiges Bauwerk mit vielen kleinen und großen Innenhöfen und somit unzähligen Räumen und Fenstern. Auffällig sind auch die vielen Schornsteine, da es in vielen Räumen einen Kamin gibt. Eingebettet ist das Ganze in eine riesige Parkanlage. Wer bereits Windsor Castle besucht hat, findet hier einen schönen Kontrast.

Hampton Court Palace Karte
Die Audio Touren starten im „Base Court“

Mein Besuch im Party Palast

Am Ticket Office habe ich zunächst mit dem London Explorer Pass ein Ticket geholt. Hier gibt es natürlich auch alle anderen Eintrittskarten. Auch Besitzer des London Pass müssen hier ihr Ticket holen.

Im Palast empfiehlt sich die Nutzung des Audio Guides. Dieser hat fünf von aneinander unabhängige Touren die ihr in beliebiger Reihenfolge nutzen könnt. Alle Audio Touren starten im Base Court, wo es auch den Audio Guide gibt. Im Prinzip geht es dann immer durch den Torbogen in den Clock Court und von dort aus in die einzelnen Bereiche des Palastes. Es lohnt sich wirklich, denn es gibt viel zu sehen und zu erleben.

Hampton Court Palace Thron
Ein prächtiger Raum mit Thron von König Henry und großem Wandteppich

Die Audio Führungen waren sehr unterhaltsam. Teilweise fand ich es etwas zu lang, aber man kann problemlos vor- und zurückspulen. Mithilfe des Audio Guides bekommt ihr auf jeden Fall den ganzen Palast zu sehen. Und es gibt eine Menge Räume wie Gemächer, Säle und Kammern zu bestaunen. Die Vorstellung wie das Leben hier vor ein paar hundert Jahren gewesen sein muss ist auf jeden Fall sehr spannend.

Alles ist prachtvoll eingerichtet und es gibt unzählige Gemälde, Möbel und sonstige Kunstgegenstände zu bestaunen.

Hampton Court Palace Kammer
Vom prunkvollen Saal bis zur kleinen Kammer bekommt ihr einiges zu sehen

Viel merken kann ich mir bei sowas eigentlich nie: Es wurden viele Partys gefeiert, König Georg kam aus Deutschland und irgendwann wurde der Palast nicht mehr so viel genutzt. (So ist mal meine sehr kurze Zusammenfassung).

Hampton Court Palace Gardens
Die riesigen Gärten sind ebenfalls einen Besuch wert.

Ausklang des Besuchs im Park

Nach dem Besuch des Hampton Court Palace empfiehlt sich noch ein kleiner Spaziergang durch den 24 Hektar großen Garten des Schlosses bzw. durch die diversen Gartenanlagen rund um den Palast. Ein Teil der Gärten kann kostenlos besucht werden, der übrige Teil ist im Eintritt zum Palast enthalten.

Hampton Court Palace Garten
Blick vom wunderschönen Rose Garden auf den Palast

Mein Empfehlung daher: Ihr solltet Hampton Court Palace definitiv nur bei gutem und warmen Wetter besuchen, denn nur dann kann man auch die wundervolle Außenanlage inklusive Irrgarten bewundern.

Rückfahrt mit dem Boot

Die Rückfahrt habe ich dann mit dem Boot über die Themse angetreten.  Die Anlegenstelle der Boote ist direkt vor Ort, knapp 100 Meter vom Eigang entfernt. In knapp 60 Minuten ging es dann vorbei an herrlicher Natur und auch durch eine Schleuse bis nach Richmond. Von hier aus kann man dann bequem mit der Tube in die City of London fahren.

Ihr solltet euch auf einem Spaziergang die Gegend um Richmond und Kew auf jeden Fall auch einmal genauer ansehen!

Natürlich könnt ihr auch die Hinfahrt ab Westminster Pier mit dem Boot machen oder auf dem Rückweg bis dorthin fahren. Mir hat aber die Fahrt bis Richmond gereicht, denn bis in die Stadt dauert die Fahrt knapp drei Stunden. So bequem war es auf dem Boot dann doch nicht.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: Mit dem Zug (South Western Railway) ab Waterloo Station bis Hampton Court oder mit dem Boot ab Westminster Pier

Adresse: East Molesey, Surrey, KT8 9AU

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00 Uhr)

Eintritt: Tickets ab£19,20 sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass, HRP

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Die Londoner Vororte Richmond und Kew sind abwechslungsreiche Ziele für alle, die einfach mal mehr von London und seiner Umgebung sehen wollen.

Richmond Bridge
Richmond Bridge

Richmond ist nach einem Palast von Henry VIII benannt. Das attraktive Dorf mit seinen Villen im georgianischen Stil, eleganten Galerien und seiner atemberaubenden Natur ist bei gutem Wetter einen Tagesausflug wert um auch mal die Gegend außerhalb der Innenstadt zu erkunden.

Die Anreise nach Richmond ist mit der Tube (Haltestelle Kew Gardens, District Line) und mit South West Trains ab Waterloo Station möglich.

Anreise mit dem Boot

Viel schöner und deutlich spannender ist aber die Anreise über die Themse. Am besten ihr steigt ab Blackfriars Bridge (www.thamesclippers.co.uk) ein. Während der rund 90 minütigen Fahrt könnt ihr in Ruhe einige der bekannten Sehenswürdigkeiten Londons vom Wasser aus betrachten. So geht es vorbei an Big Ben und London Eye und dem Hauptquartier des MI6.

Battersea Powerstation
Battersea Powerstation

Weiter flussaufwärts seht ihr auf der linken Seite die Battersea Power Station, ein ehemaliges Kohlekraftwerk und heute ein Investitionsobjekt. Das Nordufer säumt das Chelsea Royal Hospital, das Altersheim der britischen Armee und die Chelsea Old Church.

Wer mag steigt am Putney Pier aus und fährt auf dem ausgeschilderten „Thames Path“ mit dem Rad weiter bis nach Richmond (ca.7,5 km). Ein Rad solltet ihr vorab für ca. 24€ am Tag mieten (On you bike). Es kann mit auf die Themseschiffe genommen werden. Ihr könnt natürlich auch ab Putney Pier eines der Santander Mieträder nutzen. Allerdings sind die Stationen hier eher dünn gesäht und in Richmond gibt es keine Stationen.

In Putney fließt die Themse deutlich langsamer und ihr könnt den Fluss und die Natur genießen. Wer sich stärken möchte findet an der Hammersmith Bridge einen schönen Pub namens Blue Anchor.

Kew Gardens

Palmenhaus Kew Garden
Palmenhaus Kew Garden

Am südwestlichen Stadtrand von Richmond erstrecken sich die Kew Gardens, die königlichen botanischen Gärten. Sind sind 120 ha groß und sind seit 2003 Unesco-Weltkulturerbe. In den Gärten gibt es einige Highlights zu bestaunen. Das Alpine House ist eine 10m hohe Glaspyramide und beherbergt ca. 300 alpine Pflanzen. In den beiden Plamenhäusern (Chinese Pagoda und Princess of Wales Conservatory) gedeihen Pflanzen aus zehn Klimazonen.

Tree Top Walk
Tree Top Walk

Ein besonderes Highlight ist der Tree Top Walk, wo ihr in luftiger Höhe durch die Baumwipfel laufen und den Ausblick genießen könnt. Sehenswert ist auch die Sackler Crossing, eine Fußgängerbrücke aus Granit.

Außerdem findet ihr im Garten den Kew Palace (kostet zusätzlich Eintritt).

Wer einen London Pass hat, kann Kew Gardens übrigens kostenlos besichtigen!

Richmond

Weiter geht es Richtung Richmond wo ihr an der Themse den stilvollen Pub „The White Cross“ findet.

Einen Spaziergang durch Richmond lohnt sich in jedem Fall.

Bis ins 17. Jahrhundert hatte Richmond einen prachtvollen Palast, den Richmond Palace, von dem ihr heute leider nur noch das Pförtnerhäuschen bewundern könnt. Ein paar Kilometer weiter findet ihr aber das Barockschloss Hampton Court. Mit dem Rad von den Kew Gardens bis Richmond sind es je nach gewählter Strecke zwischen 12 und 14km. Bei Bedarf könnt ihr ab Kew Gardens oder Richmond auch wieder den Zug nach Hampton Court nehmen.

Richmond Terrace Field
Wunderschöner Ausblick auf die herrliche Landschaft

Auf dem Weg liegen noch die Richmond Terrace Gardens. Hier habt ihr einen wunderschönen Ausblick auf die Themse und die umliegende Gegend.

Hampton Court

Kardinal Thomas Wolsley, Schatzkanzler von Henry VIII ließ 1514 diesen Landsitz bauen und schenkte ihm später dem König. Ansehen solltet ihr euch auf jeden Fall die Tudorküche, die Tennishalle und den ältesten Irrgarten Englands. Besonders im Frühjahr könnt ihr auch die blühenden Gärten bestaunen.

Unweit des Palasts findet ihr den Richmond Park, der größte der acht royalen Parks in London. Hier laufen sogar Hirsche frei umher.

Die Rückfahrt könnt ihr schnell und bequem mit dem Zug ab Hampton Court zurück zur Waterloo Station in 35 Minuten erledigen.

Alternative Anreisemöglichkeiten
Da man die Entfernungen und die Dauer der einzelnen Abschnitte leicht unterschätzt habe ich sie hier noch einmal zusammengefasst.

Alternative 1

  • Boot: Blackfriars Bridge nach Putney Pier ca. 90 Min
  • Rad: Putney Pier nach Kew Gardens ca. 7,5 km (30 Min)
  • Rad: Kew Gardens nach Richmond ca.3km (15 Min)
  • Rad: Richmond nach Hampton Court Palace ca. 9km (40 Min)
  • Zug: Hampton Court Palace nach Waterloo Station ca. 35 Min

Alternative 2

  • Boot: Westminster Pier nach Kew Gardens ca. 90 Min (www.wpsa.co.uk)
  • Tube: Kew Gardens nach Richmond ca. 5 Min
  • Zug: Richmond nach Hampton Court ca. 30 Min
  • Zug: Hampton Court Palace nach Waterloo Station ca. 35 Min

Alternative 3

  • Boot: Westminster Pier nach Hampton Court Palace ca. 3,5 Std
  • Zug: Hampton Court Palace nach Waterloo Station ca. 35 Min
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