Das Museum of the Home findet ihr bislang in keinem Reiseführer, obwohl das Heimatkunde Museum eine Menge zu bieten hat.

Über das Museum of the Home

Das Museum befindet sich in einem über 300 Jahre alten, ehemaligen Armenhaus in Hoxton. Hier kann jeder entdecken, was Heimat bedeutet. Zuhause hat viele Bedeutungen, von den Gebäuden, in denen wir leben, bis hin zu einem Gefühl, das über einen bestimmten Ort hinausgeht. Ziel ist es, die Art und Weise, wie wir leben, aufzudecken und zu überdenken, um besser zusammenzuleben.

Das Geld für den Bau kam von Sir Robert Geffrye, der ein großes Vermögen anhäufte, teilweise durch seine aktive Investition in die Zwangsarbeit und den Handel mit versklavten Afrikanern

Museum of the Home
Wohnzimmer im Wandel der Zeit

Mein Besuch im Museum of the Home

Erstaunlicherweise findet man das Museum in keinem Reiseführer, obwohl das es recht groß ist und eine interessante Ausstellung bietet. Da gibt es kleinere Museum die aber überall aufgeführt sind. Ich bin auch nur durch einen Zufall auf das Museum gestoßen, weil ich nach meinem Besuch des Columbia Road Flower Marktes irgendwo mit dem Rad falsch abgebogen bin. Ich habe das Museum of the Home dann direkt auf meine to-do-Liste gesetzt und war am nächsten Morgen als erster Besucher vor Ort.

Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind natürlich erwünscht und überall im Museum per kontaktloser Zahlung möglich.

Museum of the Home
Die Austellung enthält viele multimediale Bestandteile und Schautafeln

Entwicklung der Stadtgärten

Der Besuch ist als Rundgang aufgebaut, wobei der Besuch des wunderbaren Gartens optional mit eingebaut werden kann. Hier könnt ihr sehen, wie sich Stadtgärten im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Gärten waren schon immer der Schlüssel, um ein Gefühl von zuhause zu schaffen und Menschen mit ihrer Umgebung zu verbinden.

Museum of the Home
Stadtgarten im Wandel der Zeit

Heimatgeschichten

Das Museum zeigt in vielen verschiedenen Räumen, die wie man in den letzten 400 Jahren in seinem „Home“ gelebt hat. Man sieht deutlich die Entwicklung der Wohnungseinrichtung in den unterschiedlichen Epochen.

Die vielfältigen Infotafeln und Ausstellungsstücke erzählen persönliche Heimatgeschichten und regen zum Nachdenken über das eigene Leben an. Es ist spannend zu sehen, wie sich unser (zusammen) Leben entwickelt hat und man erwischt sich das ein oder andere Mal dabei den „guten alten Zeiten“ nachzutrauern.

Museum of the Home
So stellt man sich ein britisches Wohnzimmer vor

Umfangreiche Objektsammlung

Insgesamt gibt es in der Ausstellung rund 40.000, teils skurrile, Objekte, Fotografien und Bücher rund um das häusliche Leben und das alltägliche Wohnen. Da sollte für jeden Geschmack etwas Spannendes dabei sein.

Online Sammlung von Zuhause erkunden

Wer sich vorab einen Eindruck verschaffen möchte, kann einen Blick auf die Online Sammlung werfen.

Museum of the Home
Und, wo lagert ihr euren Ketchup?

Mein Fazit

Das Museum of the Home ist definitiv einen Besuch wert und gehört in jeden Reiseführer. Es gibt zudem viele Aktionen und soziale Projekte welche die Nachbarschaft, Jugendliche und Kinder in der Umgebung einbezieht. Da der Eintritt kostenlos ist, macht ihr mit einer 5GBP Spende sicher nichts falsch und bekommt im Museum einiges geboten. Oder vielleicht kauft ihr alternativ etwas im Museumsladen oder konsumiert etwas im hauseigenen Cafè.

Museum of the Home – Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: Overground Station Hoxton, aber auch mit dem Bus ab Liverpool Street Station gut erreichbar

Adresse: 136 Kingsland Road London E2 8EA

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10-17:00 Uhr (letzter Eintritt 16:00 Uhr)

Eintritt: kostenlos

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