Das Royal Observatory in Greenwich liegt auf dem Null Meridian und hat dadurch wohl eine gewisse Berühmtheit erlangt. Was es sonst noch zu entdecken gibt und ob sich der Besuch lohnt, erfahrt ihr in meinem Erfahrungsbericht.

Über das Royal Observatory

Das Royal Observatory London wurde errichtet um den ersten königlichen Astronomen eine Möglichkeit zu bieten, die Längengrade zuverlässig zu bestimmen. Dies geschah im Octagon Room. Das älteste Gebäude der Anlage, das Flamsteed House, wurde 1675 von Sir Christopher Wren gebaut. Das Observatorium, genaugenommen der Mittelpunkt des Teleskops im Observatorium, wurde als Bezug für die Festlegung des Nullmeridians (Meridian von Greenwich) und somit der Längengrade, wie auch die Greenwich Mean Time (mittlere Ortszeit am Greenwich-Meridian), genutzt. Daher hat das königliche Astronomie Planetarium es zu einiger Berühmtheit gebracht.

Royal Observatory Greenwich
Zunächst gilt es den Hügel bis zur Sternenwarte zu erklimmen

 

Zeitkugel auf dem Dach

Auf dem Dach der Sternwarte wurde vom Hofastronomen John Pond im Jahre 1833 die lederbezogene Zeitkugel installiert. Diese wird auch heute noch täglich hochgezogen und fällt um Punkt 13 Uhr herunter. Damit konnten früher die Schiffe auf der Themse ihre Schiffschronometer auf die exakte Greenwich Mean Time einstellen.

Royal ObservatoryMein Besuch im Royal Observatory – Ein Erfahrungsbericht

Mein erster Besuch lag schon Jahre zurück und ich hatte keine genaue Erinnerung mehr, was das Royal Observatory genau zu bieten hat. Mit besonderer Begeisterung was es mir jedoch nicht im Gedächtnis geblieben. Im dritten Anlauf (geschlossen wegen Umbau und Corona) habe ich nun mir nun mal wieder einen aktuellen Eindruck verschafft.

Anreise

Royal Observatory
Das Teleskop macht schon was her

Die Anreise nach Greenwich und der Weg durch den  Greenwich Park hinauf zum Observatorium ist zeitraubend.

Plant daher direkt einen Tag in Greenwich ein, um euch auch die weiteren Sehenswürdigkeiten dort anschauen zu können.

Direkt nach dem Eingangsbereich ist symbolisch ein Metallschiene in den Boden eingelassen, die den Null Meridian darstellt. Ein guter Punkt für einen Foto Stopp.

Hauptattraktion ist natürlich das Teleskop. Dazu führt auch ein Weg durch ein Weg durch eine kleine Ausstellung hinauf in den Turm mit der Aussichtskuppel. Dort könnt ihr in einem kurzen Video Information rund um das Teleskop und seiner Geschichte erhalten.


Ausstellung zur Zeitmessung

In einem der Nebengebäude gibt es eine Ausstellung zur Geschichte der Zeitmessung mit Vielzahl von Chronographen bis hin zur modernen Atomuhr. Ein besonderes Ausstellungsstück ist das erste Replikat des Längenchronometers H1 von John Harrison.

Royal Observatory
Von neu bis alt gibt es hier jede Menge Uhren zu sehen

Die Schlange vor dem virtuellen Blick in die Sterne (Octagon Room) war mir zur lang, daher kann ich nicht beurteilen ob sich dort vielleicht noch ein Highlight versteckt. Ich wage es aber zu bezweifeln.

Einen schönen Ausblick auf London habt ihr von Außenmauern.

Royal Observatory
Schöner Ausblick auf London

Mein Fazit

Insgesamt war ich wenig begeistert. Den Ausblick und das Foto vom Null Meridian bekommt man kostenlos auch außerhalb des Royal Observatory. Das Teleskop war natürlich imposant, genauso wie die Uhrensammlung. Begeisterung hat es bei mir nicht ausgelöst. Wenn ihr euch für Astronimie interessiert, seid ihr hier natürlich genau richtig.

Null Meridian Greenwich
Auf dem Null Meridian ist ein Fotostopp natürlich Pflicht

Aus meiner Sicht kann man auf einen Besuch gut verzichten, sollte aber den Weg hinauf auf den Hügel trotzdem machen. Ein Foto auf dem Null Meridian, ein Panorama Blick auf Canary Wharf und die City of London entschädigen euch für den mühsamen Aufstieg.

Royal Observatory
Nicht irritieren lassen, man kann einfach durch das Tor zum Null Merian gehen

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Es bietet sich zudem noch ein kurzer Spaziergang durch den Greenwich Park an. Gut ausgeschildert sollte euch euer Weg vorbei an der Queen Elizabeth I Oak und den Ruinen eines alten römischen Tempels führen. Auch der Garten des Royal Observatory ist frei zugänglich und lädt bei gutem Wetter zu einer kurzen Pause ein.

Im Anschluss sollte noch genügend Zeit sein, sich das National Maritime Museum, die Cutty Sark, den Greenwich Market anzuschauen und sich ein leckeres Eis bei Dark Sugar Ice Cream zu gönnen.

Tipp:Um ein Foto auf dem Null Meridian zu machen müsst ihr kein Ticket für das Royal Observatory kaufen! Geht einfach vor dem Tor rechts durch die Drehtür und nach ein paar Metern ist der Verlauf des Null-Meridian als Schiene in Wand und Boden eingelassen dargestellt.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: DLR bis Greenwich und dann zu Fuß

Adresse: Blackheath Ave, London, England SE10 8XJ

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17:00 Uhr

Eintritt: £16, sparen mit 2for1, London Pass, Greenwich Day Pass (falls möglich vorher ein Ticket buchen)

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