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Seit geraumer Zeit kann man im Londoner Nahverkehr auch direkt mit der Kreditkarte oder EC-Karte kontaktlos bezahlen, dies ist eine einfache Alternative zur Oystercard.

Ihr müsst keine Karte kaufen, kein Guthaben aufladen, sondern könnt einfach mit eurer Kreditkarte zahlen und erhaltet trotzdem die selben Tarife als wenn ihr mit der Oystercard bezahlt hättet. Ob sich das für euch lohnt, hängt allerdings von den Transaktionsgebühren ab, die eure Bank für den Fremdwährungseinsatz von euch verlangt. Wer jedoch eine britische Kreditkarte oder eine Karte ohne internationale Gebühren hat, kann diese Karte auch zum Bezahlen verwenden.

Voraussetzung

Einzige Voraussetzung ist das entsprechende Symbol auf eurer Kreditkarte. Es sollte eigentlich fast alle gängigen Kreditkarte und vielen EC-Karten mit dem contactless Symbol funktionieren. Sollte es mit eurer Karte nicht klappen, meldet euch einfach an einem Schalter. Weitere Informationen (auf Englisch) findet ihr auf der Seite des Tfl.

 

Wie funktionert die Alternative zur Oystercard?

Eigentlich funktioniert es ganz einfach und ist im Video gut erklärt.
Ihr nutzt eure Kreditkarte genauso wie die Oystercard. Einfach am Eingang auf das touchfeld halten und bei rausgehen wieder genauso auschecken. Ob es funktioniert hat, merkt ihr ja daran, ob das gate aufgeht oder nicht.

Beachten!
  • Ihr solltet nur eine Karte mit contactless payment im Portemonnaie haben, damit nicht aus Versehen z.B. die EC-Karte gescannt wird statt der Kreditkarte. Packt sonst die Karte in eine separate Hülle.
  • Pro Person wird jeweils eine Karte benötigt (wie bei Oystercard). Es können nicht meherere Personen gleichzeitig mit einer Karte fahren!

Wer seine Karte vor der Nutzung online registriert, der kann auch seine History abrufen und damit den Karteneinsatz kontrollieren.

Kunst in der Londoner Tube findet ihr an vielen Stellen, ihr müsst nur genauer hinsehen.

Die Londoner Tube ist nicht nur selbst ein Gesamtkunstwerk, sondern seit jeher eine Plattform für moderne Kunst.

Kunst in der Londoner Tube – Längste Galerie der Welt

Nicht umsonst gilt sie als längste Galerie der Welt.

Vielleicht sind euch in Tube auch schon einige, teils merkwürdige, Kunstwerke an den Bahnsteigen oder im Bahnhof aufgefallen.

Kunst in der Londoner Tube
Station Gloucester Road

Seit mehr als 30 Jahren stellt tfl (Transport for London) mit dem Programm Art on the Underground Kunst von Gegenwartskünstlern in U-Bahnhöfen und um sie herum aus. Von großflächigen Videoinstallationen bis hin zu den faltbaren Tube Maps, die in jedem Bahnhof zum Mitnehmen ausliegen und von Künstlern wie Mark Wallinger oder Tracey Emin gestaltet wurden.

Die Tube als Ort der Kunst gibt es seit 1908 und ist vor allem Frank Pick zu verdanken. Er wurde damals von den Betreibern der verschiedenen Linien eingestellt, um gemeinsam die Vermarktung der Underground voranzutreiben. Denn trotz des anfänglichen Hypes um die Metropolitan Line zogen gerade die folgenden drei tieferen und kostspieligen U-Bahnlinien Bakerloo-, Picadilly-und Northern Line nicht genügend Passagiere an.

Kunst in der Londoner TubeDen dekorativen Aspekt von U-Bahn-Kunst mit dem praktischeren Aspekt der täglichen Nutzung verknüpfen war das Ziel.

Die Plakate hatten verschiedene Funktionen. Die frühen Poster aus der Zeit von 1908-1913 zeigen die U-Bahn als einen warmen, sicheren Ort und die Botschaft zielte oft auf die Reiseziele. Plakate, die Freizeitaktivitäten in ländlicher Umgebung zeigten, sollten Passagiere am Wochenende in die Bahn locken, wenn diese deutlich leerer war. Plakate, die Restaurants und Kinos anpriesen, sollten Passagiere dazu bringen, länger in der Stadt zu bleiben, um so die zu Rush-Hour-Zeiten überfüllte Bahn zu entlasten.

Die Plakate halten jenseits des täglichen Pendelns den Glamour und der Aufregung Londons fest und sind Ablenkung und Romantisierung zugleich.

Kunst in der Londoner Tube
Auf der Tube Art Map findet ihr eine Übersicht der diversen Kunstwerke
TippBesucht die Station Gloucester Road. Hier findet ihr auf 18 Bögen entlang des Bahnsteigs das großflächige und farbenfrohe Werk „Big Ben“ der Künstlerin Sarah Morris. Die Kombination aus moderner Kunst und dem jahrhundertealten Steingemäuer sind auch für Laien sehr schön anzuschauen.

Wenn ihr Spaß an den Kunstwerken in der Londoner U-Bahn haben möchtet, solltet ihr allerdings außerhalb der Rush-Hour fahren. Nur so werdet ihr einige der Kunstwerke überhaupt entdecken.

Die Londoner Tube hat das älteste und eines der größten U-Bahn Netze der Welt. Zudem ist es wohl das beliebteste Verkehrsmittel in London.

Es umfasst 402 Kilometer Schienen und 270 Stationen.

Mit dem Ausbau der Crossrail Strecken wird es sich ab 2018 noch um ein ganzes Stück vergrößern.

Wie alles begann

Am 9. Januar 1863 startete im Bahnhof Paddington die erste Dampflok auf unterirdischen Gleisen in Richtung Farringdon Street. Allerdings nur für geladene Gäste.

Die ersten Strecken verbanden Paddington mit King’s Cross und Euston und wurden von der Metropolitan Railway betrieben. Daher heißen heute weltweit viele U-Bahnen auch „Metro“.

Warum unterirdisch?

Bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte London knapp 3 Millionen Einwohner und schon damals war Platz Mangelware.

Um die großen Bahnhöfe oberirdisch zu verbinden hätte schlicht und ergreifend der Platz gefehlt. Also verlegte man die Schienen unter der Erde und konnte die Fläche darüber wieder neu bebauen.

Da es zu dieser Zeit noch keine elektrischen Züge gab, war die Qualmentwicklung ein ernst zu nehmendes Problem. So durften die Züge nur kurz im Bahnhof halten, um diesen nicht völlig verqualmt wurden. Zur Minderung des Abluftproblems wurden teilweise große Öffnungen in die Decken der Stationen eingebaut.

Woher kommt der Name Londoner Tube?

Auch wenn die für viele U-Bahnen (Metro) namensgebende Metropolitan Railway der Betreiber der erste Londoner U-Bahn Linien war, hat sich im Laufe der Jahre der Name „Tube“ eingebürgert.

Diesen Namen erhielt die Londoner Tube aufgrund der röhrenartigen Tunnel (Tube=Röhre) die ab Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurden. Die Tunnelform sollte für mehr Stabilität sorgen, da die Strecken teilweise auch unter der Themse hindurch verlaufen.

Diese Tunnel wurden ab dem 4. November 1890 für die weltweit erste elektrifizierte Strecke (heute Northern Line) gebaut.

Mit dem Crossrail Projekt gibt es erstmals neue und größere „Röhren“.

 crossrail Tunnel

crossrail Tunnel

Dauerbaustelle Londoner Tube

In der Londoner Tube ist immer etwas los und damit sind nicht nur die täglichen Menschenmaßen gemeint, die sich Tag für Tag in und aus der Stadt bewegen.

Egal ob Gleisbauarbeiten, Streiks, gesperrte Stationen oder Teilsperrungen von Streckenabschnitten, es gibt keinen Tag im Normalbetrieb. Besonders das etwas weniger frequentierte Wochenende wird häufig für Bauarbeiten genutzt.

Da kann eine Fahrt von A nach B schon mal zu einer Herausforderung werden. Es wird zwar über die geplanten Baustellen berichtet und auch sind diese auf Tafeln an den Eingängen angeschrieben, aber das macht die Planung nicht wirklich einfacher.

Mind the Gap

Der Satz „Mind the Gap“ ist mittlerweile Kult und so eine Art Markenzeichen der Londoner Tube. Egal ob Shirts, Tassen, Schlüsselanhänger und Mousepads, überall ist der Satz zu finden.

Mind the Gap
Mind the Gap

Und dabei ist es doch eigentlich nur der allgegenwärtige Warnhinweis die mögliche Lücke zwischen Gleis und Waggon zu beachten.

Das Tube Logo

Genial einfach oder einfach genial? Ein schlichter roter Kreis mit einem blauen Balken.

Logo LondonseiteSeit 1908 ist es das Markenzeichen der Tube und sicherlich so bekannt wie das Zeichen von Coca Cola und Mc Donalds.

Das Logo wurde vom Grafiker Edward Johnston entwickelt und mit ihm auch die passende und bis heute verwendete Schriftart „Johnston Sans“.

Der Tube Plan

Fast so genial wie das Logo ist auch der U-Bahn-Plan. Er wurde vom technischen Zeichner Harry Beck entwickelt.

Beck verzichtete auf topografische Besonderheiten und verwendete ausschließlich horizontale und vertikale Striche. Alle Linien hatten unterschiedliche Farben und Abbiegungen wurden nur in 45 Grad Winkeln eingezeichnet. Obwohl es anfangs eher gewöhnungsbedürftig wirkte, überzeugte das Design die Fahrgäste und ist heute weltweiter Standard.

Wer mehr über die Londoner Tube erfahren möchte bekommt einen spannenden Einblick im Londoner Transport Museum (im London Pass enthalten). Dieses organisiert auch die leider sehr seltenen Führungen in alte und stillgelegte Bahnhöfe wie z.B. Aldwych Station, bekannt als Filmkulisse in den James Bond Filmen.

Travel for London (TFL) hat angekündigt die Bakerloo Line bis 2028/29 zu verlängern.

Das ist zwar noch etwas hin, aber die Süd-Londoner wird dies freuen. So erhalten sie endlich Anschluss an das Tube-Netzwerk.

Die vorgeschlagene Erweiterung ist eine von mehreren neuen Infrastrukturprojekten, die London mit seiner wachsenden Bevölkerung zu bewältigen hat und die voraussichtlich bis 2030 über 10 Millionen erreichen wird.

Tube London
Tube

Neue Bahnhöfe für die Bakerloo Line

Geplant sind vier neue Bahnhöfe,  zwei entlang der Old Kent Road, eine am New Cross Gate, die einen Umstieg in London Overground und National Rail ermöglicht und eine in Lewisham mit Umstiegsmöglichkeit in die DLR.

TfL sagt, diese Route wurde anstelle von anderen Optionen, z.B. die durch Peckham und Camberwell, gewählt, da sie mehr Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Verkehrsentlastung und zusätzliches Wachstum

Die Erweiterung der Bakerloo Line soll den oberirdischen Verkehr in diesem Bereich entlasten und endlich den Südosten Londons besser an die Innenstadt anbinden. Durch zusätzliche 65.000 Fahrten in den Spitzenzeiten am Morgen- und Abend wird nicht nur der Verkehr, sondern auch die Umwelt durch geringere CO2-Emissionen entlastet. So kann man später alle 2-3 Minuten mit der Tube in Richtung City und zurück fahren.

Obwohl es im Rahmen des jüngsten TfL-Businessplans als Kapitalmaßnahme dargelegt wird, ist die Finanzierung noch nicht abgeschlossen.

Die neue Verbindung hat das Potential, das Wachstum im Südosten London anzukurbeln und 25.000 neue Häuser sowie 5.000 Jobs zu schaffen.

 

Das Projekt, das sowohl die Belüftungsschächte entlang der Route als auch die vier neuen Bahnhöfe einschließt, wird von den örtlichen Gemeinden Southwark und Lewisham unterstützt.

Geplant ist die Erweiterung übrigens schon seit den 1930er Jahren. Also ist der geplante Fertigstellungstermin in 12 Jahren ja eigentlich gar nicht mehr so fern.

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Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit bohren die acht großen Tunnelbohrmaschinen der Firma Herrenknecht unter der britischen Hauptstadt riesige Tunnel, um das Projekt Crossrail (eine der größten Baustellen Europas) pünktlich zu vollenden. Mitten in London entsteht eine komplett neue U-Bahn-Linie. Die erwarteten Baukosten liegen bei knapp 22 Milliarden Euro.

Der offizielle Baubeginn für die Strecke war am 15. Mai 2009 an der zukünftigen Haltestelle Canary Wharf in der Nähe der Themse. Das insgesamt 118km lange Projekt soll bis 2018 in Betrieb gehen und sein 21km langes Kernstück verläuft in der Londoner City komplett unterirdisch. Außerhalb des Innenstadtbereichs ist ein oberirdischer Verlauf vorgesehen.

Streckenverlauf

crossrail-route
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Crossrail verläuft von Shenfield im Osten und Reading im Westen und soll insgesamt 37 Stationen enthalten. Auch der Flughafen Heathrow wird an die neue Strecke angebunden, so dass sich die Fahrzeit nach London verkürzen soll. Es sollen fünf neue Tunnelbahnhöfe mit Umsteigemöglichkeiten zu vorhandenen Eisenbahn- oder Underground-Linien entstehen: Whitechapel, Liverpool Street, Farringdon, Tottenham Court Road und Bond Street. Der Bahnhof Paddington soll um einen zusätzlichen unterirdischen Teil für Crossrail erweitert werden.
Neben der Entlastung der Tube in der Innenstadt sollen vor allen Dingen auch die Außenbezirke Londons besser an die Hauptstadt angebunden und dadurch deutlich aufgewertet werden.

Breitere Tunnel

crossrail Tunnel
crossrail Tunnel

Eine der größten Herausforderung ist der Bau unterhalb der bereits vorhandenen U-Bahn-Linien, da diese bereits teilweise sehr tief liegen. Schließlich soll die neue Strecke auch sinnvoll an die bestehenden Strecken angebunden werden. Die neuen Tunnel haben einen Durchmesser von 6 Metern und sie damit deutlich breiter als die vorhandenen Tunnel mit 3,80m.

Höhere Taktzeiten

Für den Innenstadtbereich ist ein 2-Minutentakt geplant und in Richtung Endstationen soll die Zugfolge dann auf den üblichen 10-, oder 15-Minutentakt sinken. Die Strecke soll mit neuen, fahrerlosen Zügen genutzt werden und es sind Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h vorgesehen.
Vorschau im Transport Museum
Das London Transport Museum widmet eine komplette Ausstellung namens „Breakthrough“ dem Crossrail-Projekt. So werden Bilder der Tunnelbohrmaschinen werden in Originalgröße an die Wand projiziert, um den Besuchern die Dimension des Baus zu verdeutlichen.

Entsorgung des Aushubs und historische Funde

Für die fast 5 Millionen Tonnen Abraum aus den Tunnelbohrungen wurde eine umweltfreundliche Lösung gefunden. Der Aushub kommt auf dem Schienenweg auf die Themseinsel Wallasea und dient dort zum Aufbau eines Feuchtgebiet-Naturschutzparkes. Bei den Bohrungen und den Arbeiten auf mehr als 40 Baustellen wurden bisher bereits viele verborgene Schätze aus den vergangenen 70000 Jahren zutage gefördert. Für den Bau einer unterirdischen Schalterhalle in der Liverpoolstreet Station musste man auf dem alten Bedlam-Friedhof die Überreste von mehr als 3 300 Londonern exhumieren. Die meisten von ihnen waren im 16. und 17. Jahrhundert gestorben, als die Pest immer wieder in den Straßen von London wütete.

Spannende Doku auf n-tv

Heute lief eine interessante Doku zum Tunnelbau in London. Bei Interesse solltet ihr sie euch mal anschauen.

http://www.tvnow.de/ntv/n-tv-dokumentation/londons-super-tunnel/player

Crossrail 2

Noch bevor Crossrail fertiggestellt ist, laufen bereits die Planungen für Crossrail 2. Dieses Projekt soll vom Nordosten in den Südwesten Londons verlaufen. Genauer von Epping nach Wimbledon und dabei zwischen Leytonstone und Parsons Green im Tunnel. Die Bahnhöfe Essex Road, King’s Cross/St. Pancras sowie die Victoria Station sollen im Rahmen von Crossrail 2 miteinander verbunden werden. Die Bahnstrecke soll sich am U-Bahnhof Tottenham Court Road mit Crossrail kreuzen.

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Die Night Tube ist eine große Änderung im Verkehrswesen von London: Ab dem 12. September 2015 sollen die meisten Linien der Tube am Wochenende auch nachts fahren.

Eine tolle Entwicklung für Touristen! Die Nacht-Tarife sind die selben wie am Tag und ihr könnt die „normalen“ Tickets benutzen.

Details zur Night Tube

Jubilee and Victoria lines -Züge fahren im 10-Minuten-Takt

Central line – Züge fahren im 10-Minuten-Takt zwischen White City und Leytonstone, sowie im 20-Minuten-Takt zwischen Ealing Broadway -> White City und Leytonstone-> Loughton/ Hainault

Kein Service zwischen North Acton und West Ruislip, Loughton und Epping sowie Woodford und Hainault

Northern line – Züge fahren im 8-Minuten-Takt zwischen Morden und Camden Town, sowie alle 15 Minuten von Camden Town nach High Barnet / Edgware

Kein service Mill Hill East und Bank branches

Piccadilly line – Züge fahren im 10-Minuten-Takt zwischen Cockfosters und Heathrow Terminal 5

Kein Service auf dem Terminal 4 loop, oder zwischen Acton Town und Uxbridge.

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Die Routen der night tube

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