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Bei einem Spaziergang durch Chelsea bietet sich ein Besuch im National Army Museum an. Ich habe dem frisch renovierten Museum einen kurzen Besuch abgestattet.

Über das National Army Museum

Das Museum wurde 1960 eröffnet und befand sich zunächst bei der Royal Military Academy Sandhurst. Im Jahr 1971 wurde es in einen vom Architekten William Holford entworfenen Neubau neben dem Royal Hospital im Londoner Stadtteil Chelsea verlegt.

Das Museum zeigt auf vier Stockwerken Exponate aus der Geschichte der britischen Landstreitkräfte von der Aufstellung eines stehenden Heeres zu Beginn des englischen Bürgerkriegs im 17. Jahrhundert an bis zum Afghanistan- und Irakkrieg im 21. Jahrhundert. Wer nach großen Waffen und Rüstungen sucht, ist hier an der falschen Adresse.

Mein Besuch im National Army Museum

2017 wurde das National Army Museum nach einem Umbau wiedereröffnet und bietet euch einen Einblick in die Geschichte der britischen Armee.

National Army Museum Übersicht
3 Ebenen, leider wenig Spannendes zu sehen

Viele größere Armee-Fahrzeuge solltet ihr aber nicht erwarten. Der größte Teil der Ausstellung besteht aus Kleinteilen wie Kleidung, Waffen und weitere Fundstücke.National Army Museum Uniformen

Ihr könnt an vielen Stellen selber aktiv werden und euch z.B. Tarnkleidung anlegen und dann vor einem entsprechenden Hintergrund ein Foto machen. Es funktioniert tatsächlich. Zumindest halbwegs.

National Army Museum Tarnkleidung
Wer findet mich…? Mit Helm und entsprechender Bemalung wäre man fast unsichtbar.

Insgesamt fand ich das Museum eher wenig spektakulär. Wer sich für Armee und Kriegsgeschichte interessiert kommt natürlich voll auf seine Kosten. Mich hat es leider nicht so angesprochen. Aber macht euch selbst ein Bild, der Eintritt ist ja kostenlos und die Umgebung durchaus sehenswert.

Großer Indoorspielplatz für die Kleinen

National Army Museum Spielplatz
Zumindest die Kleinen werden ihren Spaß haben

Ein Highlight des Museums ist sicherlich der große Indoorspielplatz links hinter dem Eingangsbereich. Hier können sich die Kids wunderbar austoben und auch thematisch sind die Spielgeräte an das Thema Armee angelehnt.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Sloane Square und ein ca. 10 minütiger Fußweg

Adresse: Royal Hospital Road, London, SW3 4HT

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 – bis 17:30 Uhr

Eintritt: frei

Spontan bin ich über die Karnevalstage nach London geflüchtet und habe dabei den Flughafen London Southend (SEN) angesteuert.

Bekannt sind euch sicher die Flughäfen Heathrow, Stansted, Gatwick, Luton und der City Airport. Der eher kleine Flughafen Southend ist in den wenigsten Übersichten zu finden, obwohl er auch nur 55 Min mit dem Zug von der Liverpool Street Station entfernt ist und somit nur geringfügig schlechter liegt als z.B. Stansted (45 Minuten).

Über London Southend Airport

Der kleine Regionalflughafen liegt ungefähr 65 km entfernt im Osten von London. Wie der Name schon sagt ist die Kanalküste nicht weit entfernt. Die Flugzeit ist bei direktem Anflugs auch die kürzestes aller Londoner Flughäfen.

Hier geht es noch gemütlich zu und auch bei der Zollkontrolle sucht man vergeblich nach den modernen e-gates. So heißt es also erstmal Schlange stehen und auf die erstaunlich freundliche und herzliche Passkontrolle warten.

Nach Verlassen des Sicherheitsbereichs findet ihr einen Geldautomaten und ein kleines Geschäft. Ein weiterer Automat steht bei den Check-in Schaltern. Mehr gibt es in dem kleinen Gebäude erstmal nicht.

Planespotting am Southend Airport

Wenn man schon mal da ist kann man auch die Gelegenheit zum Plane spotten nutzen. Leider gibt es nicht viele Starts und Landungen. Er müsst also ein wenig Glück haben und ein bisschen Geduld mitbringen.

London Southend Plane Spotting
Am Ende des Parkplatz kommt man den landenden Flugzeugen schon recht nah.

Verlasst das Terminal und geht dann links raus in Richtung der Parkplätze. Am Ende der Parkplätze (Long Stay Car Park 2) habt ihr dann einen guten Blick auf die Start- und Landebahn.

Von Southend in die City of London

Ähnlich bequem wie in Stansted könnt ihr nach dem Verlassen des Terminals direkt zur nahegelegenen Bahnstation gehen und von dort aus bequem mit dem Zug (Greater Eastern Railway) ab Gleis 1 bis London Liverpool Street fahren. Die Kosten für eine einfache Fahrt liegen bei knapp 17 GBP und die Züge fahren alle 20-30 Minuten.

London Southend Bahnhof
Raus aus dem Terminal und direkt gegenüber rein in den Bahnhof. Schneller und bequemer geht es kaum.

Ernsthafte Alternativen gibt es nicht. Bustransfers gibt es nach London Victoria aber die Fahrt dauert vermutlich mehr als 2 Std.

Abstecher an die See nach Southend-on-Sea

Da nur wenige Flüge von Deutschland aus nach Southend angeboten werden und ich wohl nicht unbedingt nochmal hierhin kommen werde, habe ich noch einen Abstecher in das nahegelegene Southend-on-Sea gemacht.

Fahrt einfach mit dem Zug anstatt in Richtung Liverpool Street in Richtung Southend Victoria. Die Züge fahren ab Gleis 2 und die Fahrt dauert nur ein paar Minuten. Das Ticket kostet 3.50 GBP. Später geht es dann von hier aus nach London.

London Southend Einkaufszentrum und Promenade
Am Ende der Einkaufsstraße wartet ein kleines Shopping Center und der Blick auf das Meer.

Nach Verlassen des Bahnhofs geht es einfach geradeaus durch die Einkaufsstraße bis zur Küste. Der ca. 15 minütige Fußweg führt euch die durch die wenig anschauliche Innenstadt und vorbei an zwei kleineren Einkaufszentren bis zur Küste.

Optisch hat die Stadt nicht so viel zu bieten und es laufen schon einige merkwürdige Gestalten herum.

London Southend Pier und Vergnüngungspark
Blick auf den Pier und den Vergnügungspark

Highlight ist aber sicher der Southend Pier und der Freizeitpark der euch am Strand erwartet. Ich kam mir ein wenig vor wie in Amerika. Mir war nicht bewusst, dass es einen Vergnügungspark mit diversen Achterbahnen und Fahrgeschäfte am Strand gibt.

Die Uferpromenade ist gesäumt von Spielhallen und einigen Bars, Restaurant und Hotels. Im Sommer ist hier sicher einiges los. Es gibt aber vermutlich schönere Küstenorte.

London Southend Pier
Am Ende des Pier ist die Aussichtsplattform zu erkennen.

Leider war der Pier wegen Renovierung gesperrt. Bei gutem Wetter könnte man aber den Pier entlang wandern bzw. einen Zug nutzen um bis weit ins Wattenmeer in Richtung Themsemündung laufen.

London Southend Pier Panorama
Bei gutem Wetter ein schönes Plätzes mit Blick auf die See und die Uferpromenade.

Nach etwas mehr als 2 km findet ihr eine große Aussichtsplattform und einen Pavillon mit wechselnden Ausstellungen.

Auch wenn ihr nicht nach London Southend fliegt ist das sicher ein interessanter Tagesausflug, wenn ihr mal aus dem trubeligen London raus wollt. Achtet aber darauf, dass gutes Wetter ist.

Nach ein paar königlichen Hochzeiten (William und Harry) war es mal wieder Zeit den Kensington Palace zu besuchen. Mein letzter Besuch liegt schon ein paar Jahre zurück und hatte mich nicht sonderlich beeindruckt. Zumindest konnte ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern.

Dank 2for1 habe ich mich daher nochmal auf den Weg in die Kensington Gardens gemacht und den Palast erneut besichtigt.

Über den Kensington Palace

Der Palast liegt an den Kensington Gardens im Royal Borough of Kensington and Chelsea in London und wird auch heute noch von Mitgliedern der britischen Königsfamilie genutzt.

Kensington Palace
Wenig spektakulär für einen Palast

Das Schloss war früher ein privater Landbesitz und wurde im Jahr 1689 von Mary II. und Wilhelm III. ausgebaut. In den nachfolgenden 70 Jahren wurde der Palast immer wichtiger für das gesellschaftliche und politische Leben des Landes. Nachdem König George II. im Jahr 1760 starb, verlor das Gebäude aber immer mehr an Bedeutung.

Prinzessin Victoria wurde 1819 im Kensington-Palast geboren, zog aber als Königin sofort in den Buckingham Palace um.

Im Jahr 1912 wurde der Palast erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kensington Palace
Die Highlights findet ihr vor dem Palast: Der Princess Diana Memorial Garden

Heute bewohnen William und Kate zusammen mit ihren drei Kindern das Apartment 1A, sind aber die meiste Zeit in Anmer Hall. Prince Harry und Meghan Markle bewohnen das Nottingham Cottage auf dem Grundstück des Kensington Palace. Von 1981 bis zu ihrem Tode 1997 residierte dort auch Diana.

Mein Besuch im Kensington Palace

Nach der Kasse geht es in die noch ganz schicke Eingangshalle. Im Raum dahinter startet dann die eigentliche Besichtigung. Hier findet ihr auch Flyer und Prospekte zum Palast.

Kensington Palace
Eingangshalle

Es gibt im Wesentlichen drei Touren durch den Palast, die jeweils in diesem Raum starten. Zusätzlich gibt es aktuell noch eine Ausstellung zu Prinzessin Diana, die sich hauptsächlich um ihre Kleider dreht.

Die King’s Route führt euch durch die Zeit von George II und seine Staatsgemächer. Die Queen’s Route führt euch im ältesten Teil des Kensington Palace durch die Räumlichkeiten von Queen Mary II. Die Victoria Route gibt euch einen Einblick in das Leben von Königin Victoria.

Kensington Palace
Neben vielen Kleider von Prinzessin Diana, gibt es auch ein paar Kronen und Juwelen zu bestaunen

Insgesamt fand ich alles eher unspektakulär und mir sind nur wenige wirkliche Highlights aufgefallen.

Die Queen’s Route ist zudem kein Rundgang und man muss am Ende nochmal durch alle bereits besichtigten Räume zurück zum Ausgang.

Highlight für Diana Fans – Princess Diana Fashion Story

Fans von Prinzessin Diana kommen im Bereich der „Fashion Story“ auf jeden Fall auf ihre Kosten. Hier findet ihr eine Kollektion von Diana-Outfits.

Kensington Palace Diana Fashion
Für mich als Mann jetzt weniger interessant: Kleider von Princessin Diana

Auch rein optisch fand ich den Palast nicht sehr schön. Der Hampton Court Palace ist da deutlich spannender. Da ein großer Teil des Palasts von den Royals bewohnt wird, bekommt man nur einen geringen Teil zu sehen.

Alles in allem ist der Palast außen wie innen eher unspektakulär.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn High Street Kensington oder Notting Hill Gate (Circle und District Line)

Adresse: Kensington Gardens, London W8 4PX

Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 16:00 Uhr (Nov. – Februar) bzw. 10:00 – 18:00 Uhr (März – Okt.)

Eintritt: ab GBP 16*, sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass

Liebhaber der modernen Kunst werden das Tate Modern kennen, für alle Anderen ist sicherlich die Aussichtsplattform in der obersten Etage des Museums interessant.

Tate Modern London
Sonniger Ausblick auf die Millenium Bridge, die Themse und St. Paul’s Cathedral.

Nur durch die Themse getrennt liegt das Tate Modern gegenüber von St. Paul’s Cathedral. Verbunden werden die beiden Sehenswürdigkeiten durch die Millennium Bridge. So wird die antike Kirche durch eine moderne Brücke mit dem Kunstmuseum verbunden.

Über das Tate Modern

Die Tate Gallery of Modern Art (kurz Tate Modern) in London ist eines der größten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst weltweit. Es hat seinen Sitz seit dem 11. Mai 2000 in der früheren Bankside Power Station, einem umgebauten Kraftwerk, am Themseufer des Stadtteils Southwark.

Im Jahr 1916 übertrug man der Tate Gallery die Aufgabe, eine Sammlung internationaler Malerei und Plastik ab 1900 zu erstellen. Da sich die Sammlung enorm vergrößerte und auch an Beliebtheit gewonnen hatte, wurde der ursprüngliche Standort in Millbank schließlich zu klein. So zog das Museum im Jahr 2000 um. Durch die im gleichen Jahr eröffnete Fußgängerbrücke Millennium Bridge, der erste Brückenneubau im Herzen von London seit 1894, wurde eine direkte Verbindung zwischen St Paul’s Cathedral und dem Museum geschaffen.

Mein Besuch im Tate Modern

Wegen der Kunst bin ich natürlich nicht ins Museum gegangen. Trotzdem ist ein Besuch durchaus lohnenswert.

Wer durch den Haupteingang reingeht kommt direkt auf eine große Rampe die absteigend in das Innere führt. Sie verläuft mitten durch die riesige Halle die die beiden Gebäude des Kunstmuseums miteinander verbindet. Quasi wie ein riesiger überdachter Innenhof, an dem auf beiden Seiten die einzelnen Etagen des Museum emporragen.

Tate Modern Halle
Beeindruckender Ausblick auf die Rampe in der Eingangshalle.

Die Rampe wird gerne genutzt um sich hinzulegen und einen Blick auf die Decke der riesigen Halle zu werfen.

Wer sich in eine der oberen Etagen begibt kann die Rampe auch von oben aus betrachten und auf einer Brücke überqueren.

Über die Kunstausstellung kann man denken was man will. Mich interessiert sowas absolut nicht und was ich auf dem Weg nach oben gesehen habe, bzw. sehen musste hat mich nicht wirklich angesprochen.

Tate Modern Aussichtsterasse
Das eigentliche Ziel: Die rundum verlaufende Aussichtsterasse.

Eigentlich gibt es mehrere Aufzüge die die Besucher in die einzelnen Stockwerke bringen sollen. Da aber gefühlt 90% aller Besucher, wie ich, nur die Aussichtsplattform sehen wollen, sind Plätze im Aufzug schwer zu ergattern. Zumal der Aufzug gefühlt in jeder Etage hält, obwohl er eigentlich schon ab der 1. Etage voll ist. Mein Gedanke ein paar Etagen die Treppe zu nehmen und dann erst einzusteigen hat leider auch nicht funktioniert. Da Warten nicht so mein Ding ist, bin ich dann einfach die Treppe bis ganz oben gelaufen. Mit etwas Geduld bekommt ihr aber sicher auch einen Platz im Aufzug. Irgendwann…

Oben angekommen wird man mit einem wunderschönen Blick über London belohnt. Natürlich ist die Aussicht nicht so atemberaubend wie von The ShardSt. Paul’s oder dem Skygarden, aber dafür kostenlos.

Tate Modern London
Schöner Blick auf die Millenium Bridge, die Themse, den Skygarden und ganz links St. Paul’s Cathedral.

Ich kann den Besuch auf jeden Fall empfehlen, denn die Aussicht und die Halle im inneren des Museums sind auf jeden Fall beeindruckend. Da wird die Kunst zur Nebensache. Aber vielleicht habt ihr ja Glück und das ein oder andere Kunstwerk trifft euren Geschmack.

Tate Modern London
Blick auf The Shard

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: Southwark (Jubilee Line), Blackfriars (District & Circle Line) St Paul’s (Central Line)

Adresse: Bankside, London SE1 9TG

Öffnungszeiten: So-Do 10:00 – 18:00 Uhr, Fr und Sa bis 22:00 Uhr

Eintritt: kostenlos

Nach meinem Besuch der Aldwych Station im Rahmen von Hidden London, habe ich mir nun die Down Street Station angeschaut. Geworben wird mit der vielversprechenden Überschrift „Churchill’s secret station“. Das weckte bei mir natürlich einige Erwartungen.

Der Treffpunkt der Tour war, etwas ungewöhnlich und versteckt am Yarmouth Pl in einem Bürogebäude. Hier wurde die Gruppe zunächst über den Ablauf der Tour informiert, mit Taschenlampen ausgestattet und mit etwas Basiswissen versorgt.

Hidden London Down Street Station
Ein etwas ungewöhnlicher und versteckter Treffpunkt

Danach ging es auf einem kleinen Fußmarsch bis zur Down Street. Von außen ist deutlich zu erkennen, dass es sich bei dem Gebäude um eine ehemalige Tube-Station handelt. Trotz der recht zentralen Lage an der Hauptstraße (Piccadilly) fällt die Station einem beim Vorbeigehen nicht wirklich auf.

Hidden London Down Street Station
Von Außen hebt sich die Station noch heute deutlich von den anderen Gebäuden ab. Links seht ihr die nur ein paar Meter entfernte Hauptstraße unter der auch die Piccadilly Line verläuft.

Viele Touristen strömen zwar entlang der Straße vom Green Park in Richtung Hyde Park, den Weg in den die Down Street findet jedoch kaum jemand.

Das war auch schon in der 1930er Jahren so als die Station eröffnet und bald darauf mangels Nutzern wieder geschlossen wurde.

Down Street Station – geheime Zentrale im zweiten Weltkrieg

Down Street war ursprünglich eine normale Tube Station der Piccadilly Line und so fahren auch heute noch an beiden Seiten des Bahnsteigs die Züge vorbei. Aufgrund der versteckten Lage wurde sie aber schon bald wieder geschlossen und bekam im zweiten Weltkrieg eine besondere Bedeutung als Zentrale für das REC (Railway Executive Committee). Das REC sollte die Aktivitäten der verschiedenen Eisenbahngesellschaften in England koordinieren. Daher kam ihm im zweiten Weltkrieg eine besondere Bedeutung zu.

Die gesamte Station inklusive der Zugangstunnel wurde komplett umgebaut, um einen sicheren Ort vor den Bomben der Deutschen zu bieten.

Hidden London Down Street Station
Auf dem Boden sind noch die Reste der Wände zu sehen die damals hier aufgestellt waren.

Die Sicherheitsschleusen und Büros lassen sich heute nur noch im Ansatz erkennen. Dafür geben die Guides einen guten Einblick in die Nutzung der Station während des Krieges. An vielen Stellen gibt es auch Bilder aus Kriegszeiten.

Hidden London Down Street Station
Alte Dokumente wie diesen Übersichtsplan findet ihr in der ganzen Station.

Interessant ist vor allen Dingen der noch heute erkennbare Umbau der Bahnsteige. Im Prinzip wurde der gesamte Bereich der Bahnsteige durch Wände von den Gleisen getrennt und überbaut. So sind die vielen einzelnen Räume (Büros, Schlafbereiche, Küche und Kantine) noch heute gut zu erkennen, auch wenn sie leer sind. Die vielen Fotos auf dem Rundgang helfen, sich eine gute Vorstellung von der Station in der Zeit des Krieges zu machen.

Authentisch wird die Tour durch das regelmäßige Kommando „Licht aus“, wenn wieder einmal ein Zug hinter der dünnen Wand vorbei fährt. Schließlich sollen die Fahrer durch das Licht im ansonsten dunklen Tunnel nicht irritiert werden.

Hidden London Down Street Station
Irgendwo in einem Durchgang dieses Tunnels soll auch Churchill sein Büro gehabt haben.

Greifbar und anschaulich wird die Tour vor allen Dingen durch die engagierten und freundlichen Guides von Hidden London. Denn ein großer Teil der Tour führt durch die dunklen Räume am Bahnsteig, die nur durch den Schein der Taschenlampen erleuchtet werden.

Wer sich nicht gerne im dunklen und engen Räumen aufhält, sollte nicht an dieser Tour teilnehmen. Besonders für Geschichtsinteressierte ist die Führung sicherlich spannend.

Auch wenn ich es mir anders vorgestellt habe, hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt.

Hidden London: Churchill‘s geheime Station?

Ach ja, da war ja noch was: Churchill.

Der hatte vielleicht ein geheimes Büro in den Zugangstunneln der Station. Vielleicht.

Die Churchill War Rooms wurden 1940 umgebaut um dem Blitzkrieg standhalten zu können. Zu gleicher Zeit wurde aber auch das besagte Büro errichtet. Vermutlich wurde es nie genutzt, da kurz nach Fertigstellung des Büros auch die Befestigung der War Rooms abgeschlossen wurde. So musste das Büro also nie genutzt werden. Zumindest gibt es dafür keine Hinweise.

So dient das Thema wohl auch mehr als Aufreißer um die Tour etwas attraktiver klingen zu lassen. Dabei ist das eigentlich gar nicht nötig, denn es gibt auch so genug spannende Fakten zu erleben.

Über Hidden London

Hidden London ist das exklusive Programm des London Transport Museums für Touren und Veranstaltungen an stillgelegten Bahnhöfen und geheimen Orten in ganz London. Ihr werdet von erfahrenen Guides durch die verschiedenen Angebote geführt. Hier erfahrt ihr aus erster Hand ungewöhnliche und wenig bekannte Geschichten rund um die abwechslungsreiche Geschichte der Stationen und Orte. Die Gruppengröße ist stets sehr begrenzt, sodass ihr in Ruhe die jeweiligen Orte erkunden könnt. Alle Führungen sind ausschließlich auf Englisch.

Die Angebote sind zeitlich begrenzt und daher nicht das ganze Jahr über verfügbar. Schaut einfach regelmäßig auf der Seite des London Transport Museums vorbei oder abonniert den Newsletter.

Was kann man in der Winterzeit besser machen als die London Harry Potter Studio Tour zu besuchen? Während es draußen nass, kalt und ungemütlich ist, könnt ihr hier einen entspannten Tag verbringen.

Da die Karten für die Tour sehr begehrt sind und die direkte Buchung bei Warner Brothers nicht mehr möglich war, habe ich mich für die bequeme Variante entschieden und bei Golden Tours gebucht. Im Preis ist auch der Transfer enthalten, den ihr sonst selber organisieren müsstet.

Harry Potter Tour hier buchen*

Die Fahrt startet ab Kings Cross oder Victoria Station und dauert je nach Verkehrslage ca. eine Stunde bis zu den Warner Studios, die etwas außerhalb von London in Leavesden liegen. Der Doppeldeckerbus ähnelt den normalen Londoner Linienbussen und war zum Sitzen leider wenig bequem.

Die Eintrittskarten und das Ticket für die Rückfahrt erhaltet ihr beim Betreten des Buses. Den Besuch der Harry Potter Studio Tour unternehmt ihr dann in Eigenregie. Abends fährt auch der Bus dann an euren Ausgangspunkt zurück.

Eigene Anreise

Mit dem Zug bis Watford Junction

Variante 1

Die schnellste Möglichkeit zu den Studios zu gelangen ist der London Midland Zug von Euston (u.a. mit der Northern Line erreichbar) nach Watford Junction. Die Züge verkehren ca. alle 20-30 Minuten in beide Richtungen. Es ist dabei der Zug nach Birmingham (bzw. nach London Euston aus der anderen Richtung kommend), wobei Watford Junction der dritte Stop ist. Die Fahrt dauert knapp 20 Minuten.

Variante 2

Die zweite Möglichkeit nach Watford Junction zu gelangen, ist die London Overground. Diese fährt ebenfalls direkt von Euston nach Watford Junction. Allerdings dauert die Fahrt mit ca. 45-50 Minuten deutlich länger, ist dafür natürlich günstiger.

Ab Watford Junction mit dem Bus

Vom Bahnhof Watford Junction zu den Studios fährt ein Shuttleservice (Mulleys) mehrmals die Stunde. Den Bus Stop findet ihr direkt hinter dem Haupteingang. Hier seid ihr direkt am Busbahnhof. Tickets gibt es beim Busfahrer und die Fahrt dauert ungefähr 10 Minuten.

Fazit: Natürlich könnt ihr die Eintrittskarten auch vorher online selber reservieren und dann auf eigene Faust anreisen. Das ist zwar vermutlich günstiger, aber ungleich komplizierter. Aufgrund des Umsteigens ist die Variante mit dem Zug auch nicht wirklich schneller.

Über die Harry Potter Studio Tour

Die Studio Tour führt euch durch die Original Kulissen der Harry Potter Filme. Alle Filme wurden zum großen Teil hier in Leavesden gedreht und die Kulissen im Originalzustand zur heutigen Ausstellung zusammengefügt.

Harry Potter London
Eine Karte der Studio Tour findet ihr auch auf dem Audio Guide. Start des Rundgangs ist die Lobby von dort aus geht es zunächst ins Kino und dann in die Kulissen.

Scheinbar wurde beim meinem Besuch gerade groß umgebaut und ich vermute, dass die Ausstellung um einen Bereich mit den „Fantastischen Tierwesen“ erweitert wird.

Mein Besuch der Harry Potter Studio Tour

Das Vorspiel

Nach einem kurzen Sicherheitscheck inklusive Taschenkontrolle geht es auch schon los. Im Eingangsbereich könnt ihr eure Taschen und Jacken kostenlose abgeben und einen Audio Guide für £5 mitnehmen.

Den Audio Guide würde ich unbedingt nehmen, sonst macht die ganze Tour wenig Sinn. Eigene Getränke und Essen dürft ihr mitnehmen, ihr könnt aber nach ca. der Hälfte der Tour auch Essen und Getränke kaufen.

London Harry Potter
Hier startet und endet die Studio Tour

Unabhängig von der eigentlichen Startzeit auf eurem Ticket könnt ihr euch jetzt einfach in die Schlange im Eingangsbereich zur Tour anstellen. Hier wird euer Ticket gescannt und alle 10 Minuten wird eine Gruppe in den ersten Raum gelassen.

Die Tour beginnt mit ein paar warmen Worten und einer kurzen Einführung zur Studio Tour. Auf Monitoren könnt ihr Filmplakate zu den Harry Potter Filmen aus aller Welt bestaunen.

Danach geht es in ein Kino. Hier wird auch ein kurzer Film zu den Studios, zur Tour und Entstehung der Filme gezeigt. Warner drückt hier außerordentlich auf die Tränendrüse und versucht die Fans emotional auf die Tour einzustimmen.

Am Ende wird die Leinwand hochgezogen und ihr steht vor der großen Tür von Hogwarts.

Kurz noch die Tränen weggewischt und schon geht es los in den großen Saal.

London Harry Potter
Hier startet eure Tour auf eigene Faust: im großen Saal

Die eigentliche Tour durch die Kulissen

Hier startet die eigentliche Tour. Den Verlauf könnt ihr der Karte entnehmen. An vielen Stellen gibt der Audio Guide auch eine umfangreiche Einführung und Erklärungen zum jeweiligen Set. Zusätzlich stehen weitere Hintergrundinformationen im Guide wie Videos oder Bildergalerien zur Verfügung.

Auf die einzelnen Stationen möchte ich hier gar nicht so genau eingehen. Lasst euch einfach selber in den Bann von Harry Potter ziehen und schaut je nach euren individuellen Interessen die Ausstellung an.

London Harry Potter
Eines der Highlights der Tour: Die Winkelgasse

Beeindruckend sind auf jeden Fall der Detailreichtum und die Hingabe mit der bei der Erstellung der Sets gearbeitet wurde. Vieles davon ist mir leider in den Filmen nie aufgefallen. Sollte ich aber jemals die Harry Potter Filme nochmal anschauen, werde ich dies auf jeden Fall mit anderen Augen tun.

So ist die Studio Tour auch eine gelungene Würdigung der unzähligen (unbekannten) Beteiligten bei der Produktion der acht Filme.

Bildergalerie zur London Harry Potter Studio Tour

Die Bildergalerie zeigt euch ein paar Eindrücke von der Tour, die euch durch die vielen Räume von Hogwarts, den dunklen Wald, Hagrits Hütte, das Haus der Dursleys, die Winkelgasse und vorbei am Hogwarts Express und dem riesigen Model von Schloss Hogwarts führt.

Ende der Tour und Fazit

Die Tour endet mit Schloss Hogwarts und dem der Kulisse des Zauberstabsladens von Oleander. Hier findet ihr alle von handbeschrifteten Schachtel mit Zauberstäben wie man sie im Film sieht.

London Harry Potter
Ein wahrliches Meisterwerk: Schloss Hogwarts

Natürlich endet die Tour in einem Shop der zwingend durchquert werden muss. Wer möchte kann hier noch völlig überteuerte Fan-Artikel kaufen.

Mein Fazit zur London Harry Potter Studio Tour

  • Ich habe alle Bücher gelesen und war begeistert.
  • Danach habe ich alle Filme gesehen und fand die Umsetzung ganz gelungen.
  • Ich bin kein Harry Potter Fan. Vermutlich wurde mich eine Star Trek Tour deutlich mehr begeistern 😉
  • Ich fand die Tour ganz nett. Es ist eine Aneinanderreihung vieler Filmsets mit dem Versuch alles als heile und tolle Welt darzustellen: Alle am Set waren Freunde, hatten nur Spaß und man hat der Welt etwas ganz tolles gezaubert…
  • Ich hätte mir mehr Einblick in die Dreharbeiten gewünscht. Wo standen auf den Sets die Kameras, Schauspieler usw.? Dazu wird leider nicht viel gezeigt, auch nicht im Guide.
  • Super ist, das versucht wurde alle Beteiligten zu würdigen. Die vielen Kulissen mit ihren unzähligen Utensilien (bestes Beispiel ist Snapes Klassenraum) wurden wirklich mit sehr vielen Details ausgestattet und ich denke, dass alle Beteiligten zu Recht stolz auf ihre Arbeit sein können. Entgegen aller Beteuerungen geht es bei der Ausstellung, genauso wie bei den Filmen, letztlich ums Geld verdienen. Und wenn man versucht mir etwas anderes vorzugaukeln, mag ich das gar nicht. Die Tour versucht leider genau das, macht das aber sehr geschickt und professionell.

Alles in allem lohnt sich die Ausstellung auf jeden Fall. Für Harry Potter Fans ist sie ein absolutes Muss und wird euch begeistern. Trotzdem solltet ihr euch nicht völlig von der Zauberwelt blenden lassen.

London Harry Potter Studio Tour in der Zusammenfassung

Dauer: mindestens 2-3 Stunden (bei Golden Tours habt ihr bis zur Rückreise 4-5 Stunden Zeit)

Tour: Konzipiert als Rundgang (wie bei IKEA). Es gibt nur eine mögliche Route. Audio Guido ist dringend empfohlen.

Fotos und Rucksack sind erlaubt. Der Rucksack kann aber auch an der Garderobe kostenlos abgegeben werden.

Auf dem gesamten Gelände gibt es kostenloses Wlan.

Mir ist schon bei der Landung am London Luton Airport aufgefallen, dass das Parkhaus relativ nah und zentral am Rollfeld und der Start-/Landebahn liegt. Wenn ihr am Plane Spotting interessiert seid plant bei An- oder Abflug doch einfach mal eine Stunde dafür ein.

Planespotting London Luton Rollfeld
Der Blick auf das Rollfeld ist definitiv einmalig.

Vor meinem Rückflug habe mir den „Spot“ mal genauer angeschaut.

Planespotting London Luton

Geht einfach in Richtung des Parkhauses (es gibt nur eins) und fahrt dann mit dem ersten Aufzug nach oben. Nach einem kurzen Fußweg kommt ihr dann zum eigentlichen Parkhaus. Hier könnt ihr mit dem nächsten Aufzug oder über die Treppe bis ins oberste Stockwerk gelangen.

Auf dem oberen Parkdeck habt ihr dann zu allen Seiten einen tollen Blick auf das Rollfeld, den Flughafen, und die startenden und landenden Flugzeuge. Man kommt zwar nicht so nah an die fliegenden Flugzeuge heran, dafür fahren aber alle Flugzeuge direkt am Parkhaus vorbei zu ihren Gates. Aber auch Start und Landung lässt sich hier gut beobachten und es ist sicherlich der ein oder andere Schnappschuss möglich.

Planespotting London Luton Rollfeld
Rechts seht ihr die Easyjet Zentrale und den Tower. Daneben beginnt dann das Flughafengebäude.

Zurück zum Flughafen folgt ihr dann einfach der Beschilderung. Achtet darauf auf dem Rückweg mit dem Aufzug erstmal wieder nur bis zur 2. Etage zu fahren (wie auf der Beschilderung angegeben). Ihr landet sonst unten im Parkhaus.

Der Fußweg dauert knapp 5 Minuten, so dass euch der kleine Abstecher nicht all zuviel Zeit kostet.

Bessere Sicht habt ihr nur beim Planespotting am Flughafen London Heathrow. Wobei man auch am London City Airport einen spannenden Blick auf die Start- und Landebahn hat.

Etwas freie Zeit und eine spontane Idee haben mich ins Banqueting House geführt. Es stand zwar irgendwie auf meiner To-See-Liste, aber ich hatte mich damit noch nicht genauer beschäftigt.

Da ich gerade in der Gegend war und nichts mehr auf meiner Besichtigungsliste stand, habe ich einfach mal einen Abstecher ins Banqueting House gemacht.

Über das Banqueting House

Das Banqueting House in Whitehall (Westminster), ist das einzige heute noch bestehende Gebäude des Whitehall-Palastes, der 1698 niederbrannte.

Es wurde von Inigo Jones, der sich von den Bauten des italienischen Architekten Andrea Palladio inspirieren ließ, für König Jakob I. entworfen und unter seiner Leitung von 1619 bis 1622 errichtet. Es ist der dritte Bankettsaal an dieser Stelle. Der erste Saal wurde unter Jakob I. abgerissen, der zweite durch einen Brand zerstört. Mit dem dritten Bau erhielt London sein erstes klassizistisches Bauwerk. Das Banqueting House war seinerzeit ein Meilenstein in der Geschichte der englischen Architektur und begründete den sogenannten Palladian Style. Verwendet wurde zum Bau hauptsächlich Portland-Stein, aus dem auch die heutige Fassade besteht.

Der Bankettsaal nimmt mit 17 × 34 × 17m die gesamte Grundfläche des Hauses ein und erstreckt sich über zwei Geschosse. Ionische Säulen stützen die Galerie, von der aus korinthische Säulen nach oben zur Decke streben, dem prächtigsten und wertvollsten Teil des Bankettsaales.

Mein Besuch im Banqueting House

Wie gesagt, ich war völlig unvorbereitet und hatte keine genaue Vorstellung was mich erwartet. Überraschenderweise entsprach der Besuch so gar nicht meinen Vorstellungen und ich wurde positiv überrascht.

Erwartet hatte ich das übliche: Räume, Säle, Kunstwerke, Garten,… wie auch schon im Kensington Palace oder Hampton Court Palace. Da nicht vorbereitet war, habe ich den kostenlosen Audio Guide genommen und mich auf den Weg durch das Haus gemacht.

Nach einem kurzen Einführungsfilm, im Erdgeschoss ging es dann hoch in den großen Ballsaal. Für mich etwas unerwartet, war das dann auch der einzige Raum im ganzen Haus, den man sich anschauen konnte. Bis auf ein paar (sehr gemütliche) Sitzgelegenheiten und ein paar Spiegel und dem wenig imposanten Thron war der Raum komplett unmöbliert. Es sah also alles nach einem maximal 10 minütigen Aufenthalt aus.

Banqueting House
Ein Raum, wenig Möbel, trotzdem eine Menge Eindrücke

Zu meiner großen Überraschung waren aber die Sitzsäcke sehr gemütlich, der Audioguide sehr informativ und die Atmosphäre herrlich entspannt.

Man kommt von der eigentlich immer überfüllten und lauten Straße in ein angenehmes Paradies der Ruhe, Leere und Gelassenheit.

Auf jeden Fall habe ich mich dann gemütlich auf einem der Sitzsäcke entspannt, dem Audioguide gelauscht und eine wunderbar erholsame Zeit im Banqueting House verbracht.

Banqueting House
Die wahre Pracht des Raumes ist die Decke. Und die lässt sich von den gemütlichen Sitzsäcke prima bestaunen.

Die hohe Decke und die Säulen sind definitiv sehr beeindruckend und sehenswert. Gleiches gilt für die Deckengemälde. Immer wieder erstaunlich was in der damaligen Zeit schon alles möglich war.

Wer möchte kann sich übrigens eins der kostenlosen Kostüme anziehen und sich im Stil der damaligen Zeit fotografieren lassen.

Ich würde den Besuch auf jeden Fall empfehlen und kann nur hoffen, dass euch die Atmosphäre auch so gut gefällt.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Westminster oder Embankment (District und Circle Line)

Adresse: Whitehall, London, SW1A 2ER

Öffnungszeiten: täglich 10:00-17:00 Uhr (letzter Einlass 16:15 Uhr)

Eintritt:  Tickets ab £ 5,50, sparen mit 2for1 oder London Pass

The Shard London ist auch bekannt als der Shard of Glass, ein 310m hoher Wolkenkratzer in Southwark. Mit 72 nutzbaren Stockwerken ist der Shard das höchste Gebäude der EU und im Vereinigten Königreich. Es ist auch die zweithöchste freistehende Struktur im Vereinigten Königreich.

Auch 2018 ist The Shard einer der Sehenswürdigkeiten in London und wird wohl bis auf weiteres ein Highlight in der Skyline bleiben.

Fakten über The Shard London

The Shard London wurde vom Architekten Renzo Piano (Shangri) entworfen, der auch für seine Arbeit am Pompidou Centre in Paris bekannt ist. Renzo Piano hat seine Vision für das Gebäude als vertikale Stadt beschrieben. Der sich ständig verändernde Himmel und die Skyline von London soll sich in der Fassade reflektieren.

Es gibt 44 Lifte, darunter Doppeldecker-Lifte und 306 Treppenstufen. Das Gebäude wurde am 1. Februar 2013 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

The Shard Indoorbereich mit Bar
Indoorbereich mit Bar

Die oberen neun Etagen sind den Elementen offen gelassen. Die obere Betrachtungsgalerie, auf einer Höhe von 244 Metern, ist dem Himmel mit den Klängen der Stadt ausgesetzt. Über der Aussichtplattform befinden sich daher auch keine Büros oder Räume mehr.

The Shard Outdoorbereich
Outdoorbereich

Im Erdgeschoss befindet sich ein öffentlicher Bereich mit Sitzgelegenheiten und Pflanzen.

Das ganze Gebäude ist wie eine feste Glaspyramide geformt, deren Spitze aus einzelnen Scherben besteht die sich in den Himmel strecken. Insgesamt wurden 11.000 Glasscheiben bei der Konstruktion verwendet.

The Shard Aufbau

„Eine Glasscherbe durch das Herz Londons“

Das Projekt wurde von lokalen Planern und dem englischen Königshaus abgelehnt. Es wird gemunkelt, dass das englische Könighaus behauptete, dass das Gebäude wie „eine Glasscherben durch das Herz des historischen London“ wäre, und aus dieser Kritik wurde der Name des Gebäudes abgeleitet. Der Bau der Shard begann im Jahr 2009 und es wurde nur drei Jahre später im Jahr 2012 abgeschlossen. Einige Kritiker sagen, dass der Shard hat die Skyline von London ruiniert, aber es scheint bei der Öffentlichkeit beliebt zu sein.

Nachhaltigkeit steht im Vordergrund
Das Thema Nachhaltigkeit war schon im Entwurf und beim Bau ein wichtiger Bestandteil.

50% des im Gebäude verwendeten Stahls stammten aus recycelten Quellen. Insgesamt wurden unglaubliche 95% der Baustoffe recycelt. Eine dreifache Haut aus Glas minimiert die Notwendigkeit der Klimatisierung und ermöglicht die maximale Nutzung von natürlichem Licht. Kraft-Wärme-Kopplung reduziert CO2-Emissionen.

Die spektakuläre Aussicht von The Shard genießen

Die offizielle Aussichtsgalerie befindet sich auf den Etagen 68 bis 72 und bietet eine 360-Grad-Aussicht über die Skyline der Stadt. An einem klaren Tag könnt ihr über 65 km weit sehen.

The Shard specktakuläre Aussicht Richtung London Eye
Aussicht Richtung London Eye

Nach der Sicherheitskontrolle am Eingang fahrt ihr zunächst mit einem Lift in atemberaubender Geschwindigkeit in die 37. Etage, dort müsst ihr nach einem kurzen Fußweg den Aufzug wechseln. Dieser bringt auch dann ebenfalls superschnell (man merkt die Geschwindigkeit nicht, aber den Druck auf den Ohren) zur Aussichtsplattform.

The Shard specktakuläre Aussicht Richtung Tower Bridge
Aussicht Richtung Tower Bridge

Hier gibt es zwei Ebenen. Ebene 1 ist komplett drinnen und beeinhaltet eine kleine Bar mit übrigens sehr fairen Preisen. Aufgrund der Höhe kann man sich hier schon fast einen Tomatensaft können ;-).

The Shard Blick zur Spitze
Blick zur Spitze

Auf der Indoorterasse könnt ihr rundum gehen und eine Blick auf London werfen. Eine Etage höher gibt es noch eine Outdoorterasse ohne Überdachung. Auch gibt es rundum Sicht auf London. Außerdem könnt ihr hier bis zur Spitze von The Shard schauen.

Tipp Perfekt am Abend kurz vor Sonnenuntergang. So hat man einen Blick im hellen und dunklen auf die Stadt. Also online die Zeit für Sonnenuntergang prüfen und dann ca. 1 Std vorher hochfahren.  Die Tickets mit der Uhrzeit solltet ihr vorher reservieren.

Der Besuch eigent sich insbesondere im Sommer perfekt als Abschluss eines Tages, da viele Attraktionen um 18 Uhr schließen.

Übrigens: Der Besuch der Toilette gehört zum Pflichtprogramm (Überraschung)!

Tickets für The View from the Shard London

Alle Tickets sind zeitgebunden und sollten im Voraus gebucht werden, um Enttäuschungen zu vermeiden. Aber natürlich könnt ihr auch spontan vorbei schauen und hoffen, dass noch Tickets verfügbar sind.

Mit eurem Ticket könnt ihr dann aber solange auf der Aussichtsplattform bleiben wie ihr wollt.

Tickets sind teuer und Rabattcodes gibt es nur sehr selten. Allerdings gibt es mit dem Skygarden eine kostenlose Alternative.

Tipp! Seit dem 01.12.2017 ist The Shard auch im London Pass enthalten!

In den Restaurant Oblix und Hutong in den Etagen 32 und 33 könnt ihr ebenfalls die Aussicht auf die Stadt genießen und müsst dafür nur etwas trinken oder Essen.

The Shard London
Der Eingang zu den Shard Restaurants ist einmal um die Ecke

Anreise, Eintritt und Öffnungszeiten

Anreise: London Bridge Station (Jubilee und Northern Line und Busse der Linien 43, 48, 141, 149, 521)

Adresse: The Shard London, Joiner Street, London SE1 9QU

Öffnungszeiten:

  • 10:00 – 19:00 Uhr (Sonntag bis Mittwoch)
  • 10:00 – 22:00 Uhr (Donnerstag bis Samstag)

Eintritt: ab £21,50 (Online Buchung mindestens 14 Tage im voraus)

Sparen mit 2for1 oder London Pass

level bridge street

Zufällig bin ich bei Instagram auf das Angebot des London Transport Museum zu Hidden London gestoßen. Die Angebote zu den versteckten Orten in London sind zeitlich immer sehr begrenzt verfügbar und schnell ausgebucht. Dieses Jahr hat es zum Glück mal gepasst und ich konnte die Aldwych Station besuchen.

Mein Besuch in der Aldwych Station

Der Eingang zur Station ist an der Ecke The Strand/Surrey Street. Dort ist auch der Treffpunkt für die Führung. Die Mitarbeiter des Transport Museums kontrollieren hier die Tickets, bevor es dann gemeinsam in die Station geht.

Insgesamt ist die Tour strikt organisiert und hält sich an einen genauen Zeitplan. Auch wird die Gruppe immer von mehreren Mitarbeitern begleitet (bewacht), so dass niemand falsch abbiegen oder verschwinden kann.

Die Führung startet in der Eingangshalle mit einer kurzen Vorstellung der Guides und einer Einführung in die Geschichte der Station. Am Ende gibt es alle Infos übrigens nochmal als handliche Broschüre.

Die Station wurde 1907 eröffnet und ist seither eine Besonderheit. Ihr ursprünglicher Name war „Strand“ und sie wurde erst 1915 in „Aldwych“ umbenannt.

Hidden London Aldwych Station
Leider nicht mehr die Orignale, aber irgendwie schick waren die Fliesen schon.

Alle damals von Leslie Green geplanten Stationen haben ein ähnliches Design, das man auch hier wiederfindet. Rote Ziegelsteine im Außenbereich, sowie grüne und beige Fliesen im Innenbereich. Die Station hat 2 Bahnsteige, wobei der östlich seit 1914 nicht mehr genutzt wurde. Er wurde im ersten Weltkrieg als Lagerraum für Kunstgegenstände und Bilder der National Gallery genutzt. Der westliche wurde als Schutzraum in beiden Weltkriegen verwendet.

Nach der interessanten Einführung ging es dann die Treppe (160 Stufen) hinunter zu den Bahnsteigen. Unten angekommen konnten wir noch einen Blick auf die Fahrstuhlschächte werfen, bevor es dann zum östlichen Bahnsteig ging.

Der östliche Bahnsteig

Hidden London Aldwych Station
Der östliche Bahnsteig

Beide Bahnsteige sind verglichen mit dem heutigen Standard sehr kurz, trotzdem aber sehr beeindruckend. An den Wänden finden sich noch die Überreste alter Plakate und Werbetafeln. Bereits seit seiner Schließung wird dieser Bahnsteig für Testzwecke und als Filmkulisse genutzt. Denn wo könnte man besser neue Designs und Elemente testen als in einem originalgetreuen Bahnhof. So wurden hier in der 60er Jahren die  Design für die Victoria Line getestet. Auch der Umbau der Piccadilly Circus Station wurde hie zunächst erprobt.

Seit den 80er Jahren findet ihr den Bahnsteig unter verschiedenen Namen auch in diversen Filmen wieder. So wurde die Szenen für Superman 4, V für Vendetta, Darkest Hour und aktuell für die neue Sherlock Serie, hier gedreht. Die vollständige Liste steht in der Broschüre.

Die Enden das Bahnsteig sind übrigens heute verschlossen.

Der westliche Bahnsteig

Hidden London Aldwych Station
Der westliche Bahnsteig.
Hidden London Aldwych Station
Ein Aufzug mit Charm.

Dieser Bahnsteig wurde noch bis 1994 aktiv genutzt, allerdings bereits seit 1958 nur noch während der Rush Hour. In beiden Weltkriegen diente er als sicherer Unterschlupf für viele hunderte Londoner. Heute steht hier ein unlackierte Zug von 1972. Im Gegensatz zum östlichen Bahnsteig sind die Tunnelenden hier nicht verschlossen, aber abgesperrt.

Näheres zur Nutzung während der Weltkriege erfahrt ihr während einer kurzer Audio Vorführung die innerhalb des Zug abgespielt wird. Im Anschluss geht es dann die 160 Stufen zurück in den Eingangsbereich.

Zum Abschluss der Tour ging es in den Aufzug. Dieser ist zwar seit 1994 außer Betrieb kann natürlich noch besichtigt werden. Früher wurde hier während der Fahrt nach unten die Tickets verkauft. Die Schalter im Eingangsbereich wurde erst viel später installiert.

Interessant ist vor allen Dingen die hexagonale Form. So konnte der Runde Schacht am effektivsten mit 2 Aufzügen genutzt werden. Zwischen den Aufzügen konnte ein Verbindungstür geöffnet werden. Dies war auch notwendig, um im Notfall die Passagiere vom einen in der anderen Aufzug evakuieren zu können.

Alles in allem hat mir die Führung sehr gut gefallen und ich habe viele spannende und neue Eindrücke gewonnen. Sicherlich werde ich in Zukunft auch die ürbigen Hidden Place in London besichtigen.


Über Hidden London

Hidden London ist das exklusive Programm des London Transport Museums für Touren und Veranstaltungen an stillgelegten Bahnhöfen und geheimen Orten in ganz London. Ihr werdet von erfahrenen Guides durch die verschiedenen Angebote geführt. Hier erfahrt ihr aus erster Hand ungewöhnliche und wenig bekannte Geschichten rund um die abwechslungsreiche Geschichte der Stationen und Orte. Die Gruppengröße ist stets sehr begrenzt, sodass ihr in Ruhe die jeweiligen Orte erkunden könnt. Alle Führungen sind ausschließlich auf Englisch.

Die Angebote sind zeitlich begrenzt und daher nicht das ganze Jahr über verfügbar. Schaut einfach regelmäßig auf der Seite des London Transport Museums vorbei oder abonniert den Newsletter.

Tipp Mit dem eurer Eintrittkarte erhaltet ihr einmalig 50% Rabatt auf den Eintritt ins London Transport Museum. Der Rabatt gilt bis zu 30 Tagen nach der Führung. Also ein gute Gelegenheit mal das Museum am Covent Garden zu besuchen.

Der Hampton Court Palace stand schon länger auf meiner Besichtigungsliste. Dank des London Explorer Passes habe ich die Gelegenheit genutzt und mich auf den Weg in den Südwesten von London gemacht.

Abenteuerliche Anreise

Zugegeben ist die Anreise ab Waterloo Station doch erstmal etwas verwirrend. Es hat schon einige Zeit gedauert bis ich den richtigen Zug gefunden habe. Die Züge werden zwar auf dem großen Display im Bahnhof angezeigt, ein nachvollziehbares System habe ich darin allerdings nicht erkennen können. Scheinbar werden die Gleise auf denen die Züge abfahren immer spontan und flexibel vergeben. Also ganz im Gegensatz zu Deutschland wo ja immer ein festes Gleis vorgegeben ist.

Waterloo Station Anzeigetafel
Finde den richtigen Zug und das Gleis… Herausforderung angenommen

Nach einer halben Stunde Rätselraten habe ich dann Zug den Richtung Hampton Court gefunden.

Es gibt Umsteigeverbindungen über „Surbiton“, aber auch Direktverbindungen. Leider zeigt die Seite von Tfl nur Umsteigeverbindungen an, im Bahnhof konnte man aber die Direktverbindungen mit South Western Railway auf der Anzeigetafel gut erkennen. Beide Fahrten sind aber gleich lang und ihr könnt daher auch die Umsteigeverbindung nehmen.

Bezahlen kann man übrigens problemlos mit „Touch in“ (Oysterkarte oder Kreditkarte) und ihr müsst kein extra Ticket kaufen.

Die Fahrt dauert ca. 30  Min und ihr kommt dann am Bahnhof „Hampton Court“ an. Von dort aus sind es noch 5 Min Fußweg bis zum Eingang des Schlosses.

Über den Hampton Court Palace

Der Palast liegt am linken Themseufer im Stadtbezirk Richmond upon Thames und ist eine der Sehenswürdigkeiten die etwas außerhalb von London zu finden sind. Das ursprünglich im Tudorstil erbaute Schloss war von 1528 bis 1737 die Residenz der britischen Könige und wurde später größtenteils im englischen Barock Stil umgebaut. Das Tudor Schloss ist ein gewaltiges Bauwerk mit vielen kleinen und großen Innenhöfen und somit unzähligen Räumen und Fenstern. Auffällig sind auch die vielen Schornsteine, da es in vielen Räumen einen Kamin gibt. Eingebettet ist das Ganze in eine riesige Parkanlage. Wer bereits Windsor Castle besucht hat, findet hier einen schönen Kontrast.

Hampton Court Palace Karte
Die Audio Touren starten im „Base Court“

Mein Besuch im Party Palast

Am Ticket Office habe ich zunächst mit dem London Explorer Pass ein Ticket geholt. Hier gibt es natürlich auch alle anderen Eintrittskarten. Auch Besitzer des London Pass müssen hier ihr Ticket holen.

Im Palast empfiehlt sich die Nutzung des Audio Guides. Dieser hat fünf von aneinander unabhängige Touren die ihr in beliebiger Reihenfolge nutzen könnt. Alle Audio Touren starten im Base Court, wo es auch den Audio Guide gibt. Im Prinzip geht es dann immer durch den Torbogen in den Clock Court und von dort aus in die einzelnen Bereiche des Palastes. Es lohnt sich wirklich, denn es gibt viel zu sehen und zu erleben.

Hampton Court Palace Thron
Ein prächtiger Raum mit Thron von König Henry und großem Wandteppich

Die Audio Führungen waren sehr unterhaltsam. Teilweise fand ich es etwas zu lang, aber man kann problemlos vor- und zurückspulen. Mithilfe des Audio Guides bekommt ihr auf jeden Fall den ganzen Palast zu sehen. Und es gibt eine Menge Räume wie Gemächer, Säle und Kammern zu bestaunen. Die Vorstellung wie das Leben hier vor ein paar hundert Jahren gewesen sein muss ist auf jeden Fall sehr spannend.

Alles ist prachtvoll eingerichtet und es gibt unzählige Gemälde, Möbel und sonstige Kunstgegenstände zu bestaunen.

Hampton Court Palace Kammer
Vom prunkvollen Saal bis zur kleinen Kammer bekommt ihr einiges zu sehen

Viel merken kann ich mir bei sowas eigentlich nie: Es wurden viele Partys gefeiert, König Georg kam aus Deutschland und irgendwann wurde der Palast nicht mehr so viel genutzt. (So ist mal meine sehr kurze Zusammenfassung).

Hampton Court Palace Gardens
Die riesigen Gärten sind ebenfalls einen Besuch wert.

Ausklang des Besuchs im Park

Nach dem Besuch des Hampton Court Palace empfiehlt sich noch ein kleiner Spaziergang durch den 24 Hektar großen Garten des Schlosses bzw. durch die diversen Gartenanlagen rund um den Palast. Ein Teil der Gärten kann kostenlos besucht werden, der übrige Teil ist im Eintritt zum Palast enthalten.

Hampton Court Palace Garten
Blick vom wunderschönen Rose Garden auf den Palast

Mein Empfehlung daher: Ihr solltet Hampton Court Palace definitiv nur bei gutem und warmen Wetter besuchen, denn nur dann kann man auch die wundervolle Außenanlage inklusive Irrgarten bewundern.

Rückfahrt mit dem Boot

Die Rückfahrt habe ich dann mit dem Boot über die Themse angetreten.  Die Anlegenstelle der Boote ist direkt vor Ort, knapp 100 Meter vom Eigang entfernt. In knapp 60 Minuten ging es dann vorbei an herrlicher Natur und auch durch eine Schleuse bis nach Richmond. Von hier aus kann man dann bequem mit der Tube in die City of London fahren.

Ihr solltet euch auf einem Spaziergang die Gegend um Richmond und Kew auf jeden Fall auch einmal genauer ansehen!

Natürlich könnt ihr auch die Hinfahrt ab Westminster Pier mit dem Boot machen oder auf dem Rückweg bis dorthin fahren. Mir hat aber die Fahrt bis Richmond gereicht, denn bis in die Stadt dauert die Fahrt knapp drei Stunden. So bequem war es auf dem Boot dann doch nicht.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: Mit dem Zug (South Western Railway) ab Waterloo Station bis Hampton Court oder mit dem Boot ab Westminster Pier

Adresse: East Molesey, Surrey, KT8 9AU

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00 Uhr)

Eintritt: Tickets ab£19,20 sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass

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Da ich beim Test des London Explorer Passes noch eine Attraktion frei hatte, habe ich zum Abschluss meiner Reise noch einen Abstecher ins Sea Life London gemacht.

Eigentlich wollte ich lieber in den London Dungeon, aber da gab es kurzfristig keine freien Plätzen mehr. Also bin ich notgedrungen ins benachbarte Sealife gegangen.

Bisher kannte ich Sea Life nur aus Deutschland (Oberhausen) und war da nur mäßig begeistert. Direkt vorweg, meine Meinung hat sich nicht grundlegend geändert, denn auch der Aufbau in London scheint dem in Oberhausen zu ähneln.

Über das Sea Life London

Das London Aquarium (Sea Life) ist eines der größten Aquarien Europas mit über 50 Becken, inkl. Unterwasser-Tunnel durch das große Hai Becken. Ihr findet über 400 Tierarten, darunter 12 Arten von Haien, Pinguine, hungrige Prianhas und allerlei Insekten und sonstiges Getier.

Sea Life London
Tunnel durch das große Haifischbecken

Erfahrungsbericht Sea Life London

Das Sea Life ist im Prinzip wie ein Rundgang gestaltet (vergleichbar mit Ikea): ihr geht vorne reine rein, folgt dem Weg und kommt so automatisch an allen Stationen vorbei. Alternative Routen gibt es im Prinzip nicht.

Der Start ist wirklich beeindruckend. Ihr geht über einen Glasboden und sehr unter euch in einer Wasserwelt die Haie schwimmen. Später könnt ihr diesen Bereich dann auch noch in Ruhe von der Seite betrachten.

Sea Life London
Putzige Pinguine

Nach den obligatorischen Fotos (die man dann am Ende der Tour teuer kaufen kann), geht es mit einigen Kleintieren wie Seepferdchen los. Alle Aquarien sind beschriftet und ihr findet viele Informationen über die jeweiligen Tiere/Fische.

Wer sich Zeit nimmt kann so locker einen halben Tag im Sea Life London verbringen. Für Kinder gibt es eine Art Rally mit diversen Stationen, so dass es auch für die Kleinen nicht langweilig werden sollte.

Sea Life London
Es gibt weit mehr als nur Meeresbewohner zu bestaunen.

Es gibt wirklich unendlich viel zu sehen. Neben Fischen auch viele andere Reptilien und sogar Pinguine.

Alles ist wirklich sehr schön gestaltet und es gibt ausreichend Platz auch mal kurz an einem Aquarium zu verweilen.

So richtige Begeisterung kam bei mir trotzdem nicht auf. Ich bin aber auch kein großer Fischfreund und fand den gesamten Rundgang auch daher sehr lang.

Sea Life London
Quallen: irgendwie beeindruckend
Sea Life London
Das perfekte Shirt für Quallenfans!

Kinder sind wohl die Hauptzielgruppe des Sea Life. Wo kann man schon in einem Tunnel durch ein Haifischbecken gehen, seinen Kopf mitten in eine Gruppe Spinnen und Insekten stecken und auch noch Seepferdchen, Schlangen und Pinguine bestaunen.

Mein Fazit zum Sea Life London

Wer sich für Meerestiere interessiert bzw. mit Kindern unterwegs ist, kann durchaus mal einen Abstecher ins Sea Life London machen. Ihr solltet aber nichts viel anderes erwarten, falls ihr die deutsche Varianten schon kennt.

Der Besuch lässt sich natürlich prima mit einer Runde im London Eye, einem Besuch im Dungeon, im Shrek Adventure oder einem Spaziergang durch das Regierungsviertel kombinieren.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Westminster (Circle, Jubilee und District Line) und Waterloo (Northern, Bakerloo, Waterloo & City Line)

Adresse: County Hall, Westminster Bridge Road, London SE1 7PB

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00 – 18:00 Uhr, Im Sommer und Sa-So 9:30 – 19:00 Uhr

Eintritt: ab 21 GBP (online) sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass, Merlin Pass

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit ist London auch 2018 wieder an vielen Orten üppig weihnachtlich dekoriert und mit fazinierender Weihnachtsbeleuchtung geschmückt.

Hier möchte ich euch eine kleine Übersicht über die verschiedenen „Deko-Highlights“ in London geben. Zusammen mit den Weihnachtsmärkten in London könnt ihr die Stadt so auch in der Weihnachtszeit auf eine ganze neue Weise kennen lernen.

Übersicht Weihnachtsbeleuchtung in London

Oxford Street

6. November 2018 bis 06. Januar 2019:

Man erkennt, dass Weihnachten vor der Tür steht, wenn die Oxford Street von funkelnden, glühenden Lichtern beleuchtet wird. In diesem Jahr werden auf der beliebten Einkaufsstraße 1.778 Deko-Elemente und 750.000 LED-Glühlampen installiert. Inspiriert sind diese von fallenden Schneeflocken. Außerdem gibt es neue violette Kugeln, die Besucher erfreuen.

Es ist das neunundfünfzigste Jahr, in dem die Straße für die Festtage dekoriert wurde, und beim Einschalten (6. November) werden voraussichtlich über eine Million Weihnachtsliebhaber und das eine oder andere berühmte Gesicht angezogen. In diesem Jahr erfinden sie den Londoner Auftritt neu und lassen Londoner Künstler Auftritte britischer Künstler in ausgewählten Geschäften auf der Straße erleben.

Christmas Lights Oxford Street
Quelle: timeout Christmas Lights Oxford Street

Carnaby Street

09. November bis 05. Januar 2019: Nehmt euch die Zeit, während ihre eure Weihnachtseinkäufe erledigt, die herrliche Weihnachtsbeleuchtung in der Carnaby Street zu bewundern. Die Carnaby Street ist eine der bekanntesten Straßen von London. Während der gesamten Weihnachtszeit zeigt sie sich festlich und mit funkelden Lichtern passend geschmückt. Carnabys Weihnachtsschmuck – in der Regel einer der markantesten in der Stadt – hat in diesem Jahr ein „Queen“ -Thema, um die Veröffentlichung von „Bohemian Rhapsody“ zu markieren. Die Texte von Freddie Mercury leuchten auf der Straße in einem bunten Neonlicht.

© Anatoleya Christmas Lights Carnaby Street
© Anatoleya Christmas Lights Carnaby Street

Covent Garden Christmas

13. November bis 02. Januar 2019: Die gepflasterten Piazza- und Marktgebäude von Covent Garden sind zu dieser Jahreszeit noch unwiderstehlicher. Die beliebten Mistelkronleuchter kehren 2018 über die Straßen der Gegend zurück und Sie können auch einen weiteren handgepflückten Weihnachtsbaum mit festlichen Lichtern und ein ziemlich prächtiges silbernes Rentier erwarten, das auf der Ostseite der Piazza steht.

Weihnachtsbeleuchtung in London
Covent Garden Christmas Lights

Regent Street Christmas Lights

15. November bis 05. Januar 2019: Am Donnerstag, dem 15. November, zwischen 17.30 und 18.30 Uhr wird zusammen mit Promi-Gästen die Beleuchtung eingeschaltet.  Von 12-19:00 Uhr ist die Straße an diesem Tag soagr für den Verkehr gesperrt.

Die Regent Street ist die Heimat der größten Leuchteninstallation in der Hauptstadt . Sie ist vor allem für ihre beeindruckenden „The Spirit of Christmas“ -Lampen bekannt. Diese atemberaubenden, schwebenden Spirituosen wurden von der ersten Weihnachtsbeleuchtung der Regent Street inspiriert, der ersten Weihnachtsbeleuchtung von London im Jahre 1954.

Weihnachtsbeleuchtung in London
Engel über der Regent Street

 

Marylebone

14. November bis 04. Januar 2019: Ab dem 14. November wird in Marylebone die Hauptstraße festlich beleuchtet. Wie jedes Jahr, wird es auch dieses Mal zur  Eröffnungsfeier wieder prominenten Besuch geben.

Seven Dials Christmas Lights

15. November bis 06. Januar 2019: Auch hier gibt es eine große Party mit vielen Aktionen und Rabatten in vielen Geschäften zum Einschalten der Lichter. Die Kreuzung Seven Dials in der Nähe des berühmten Covent Garden ist in dieser Zeit wunderbar beleuchtet.

Christmas at Leadenhall Market

16. November bis 31. Dezember 2018: Weihnachten kehrt in die Stadt zurück und dann wird auch der Leadenhall Market für die Weihnachtszeit beleuchtet. Ein 20-Fuß-Baum wird im Mittelpunkt stehen. Am Freitag, dem 16. November, um 18:30 Uhr wird der Lord Mayor von London die Lichter stilvoll einschalten.

Kew Gardens

22. November bis 05. Januar 2019: Auch der botanische Garten in Kew wird weihnachtlich beleuchtet. Macht einfach mal einen Abstecher in die Gegend.


Ihr kennt weitere Weihnachts-Highlights in London? Postet es einfach in den Kommentaren, oder schickt eine mail!

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