Category

Sehenswürdigkeiten

Category

Etwas freie Zeit und eine spontane Idee haben mich ins Banqueting House geführt. Es stand zwar irgendwie auf meiner To-See-Liste, aber ich hatte mich damit noch nicht genauer beschäftigt.

Da ich gerade in der Gegend war und nichts mehr auf meiner Besichtigungsliste stand, habe ich einfach mal einen Abstecher ins Banqueting House gemacht.

Über das Banqueting House

Das Banqueting House in Whitehall (Westminster), ist das einzige heute noch bestehende Gebäude des Whitehall-Palastes, der 1698 niederbrannte.

Es wurde von Inigo Jones, der sich von den Bauten des italienischen Architekten Andrea Palladio inspirieren ließ, für König Jakob I. entworfen und unter seiner Leitung von 1619 bis 1622 errichtet. Es ist der dritte Bankettsaal an dieser Stelle. Der erste Saal wurde unter Jakob I. abgerissen, der zweite durch einen Brand zerstört. Mit dem dritten Bau erhielt London sein erstes klassizistisches Bauwerk. Das Banqueting House war seinerzeit ein Meilenstein in der Geschichte der englischen Architektur und begründete den sogenannten Palladian Style. Verwendet wurde zum Bau hauptsächlich Portland-Stein, aus dem auch die heutige Fassade besteht.

Der Bankettsaal nimmt mit 17 × 34 × 17m die gesamte Grundfläche des Hauses ein und erstreckt sich über zwei Geschosse. Ionische Säulen stützen die Galerie, von der aus korinthische Säulen nach oben zur Decke streben, dem prächtigsten und wertvollsten Teil des Bankettsaales.

Mein Besuch im Banqueting House

Wie gesagt, ich war völlig unvorbereitet und hatte keine genaue Vorstellung was mich erwartet. Überraschenderweise entsprach der Besuch so gar nicht meinen Vorstellungen und ich wurde positiv überrascht.

Erwartet hatte ich das übliche: Räume, Säle, Kunstwerke, Garten,… wie auch schon im Kensington Palace oder Hampton Court Palace. Da nicht vorbereitet war, habe ich den kostenlosen Audio Guide genommen und mich auf den Weg durch das Haus gemacht.

Nach einem kurzen Einführungsfilm, im Erdgeschoss ging es dann hoch in den großen Ballsaal. Für mich etwas unerwartet, war das dann auch der einzige Raum im ganzen Haus, den man sich anschauen konnte. Bis auf ein paar (sehr gemütliche) Sitzgelegenheiten und ein paar Spiegel und dem wenig imposanten Thron war der Raum komplett unmöbliert. Es sah also alles nach einem maximal 10 minütigen Aufenthalt aus.

Banqueting House
Ein Raum, wenig Möbel, trotzdem eine Menge Eindrücke

Zu meiner großen Überraschung waren aber die Sitzsäcke sehr gemütlich, der Audioguide sehr informativ und die Atmosphäre herrlich entspannt.

Man kommt von der eigentlich immer überfüllten und lauten Straße in ein angenehmes Paradies der Ruhe, Leere und Gelassenheit.

Auf jeden Fall habe ich mich dann gemütlich auf einem der Sitzsäcke entspannt, dem Audioguide gelauscht und eine wunderbar erholsame Zeit im Banqueting House verbracht.

Banqueting House
Die wahre Pracht des Raumes ist die Decke. Und die lässt sich von den gemütlichen Sitzsäcke prima bestaunen.

Die hohe Decke und die Säulen sind definitiv sehr beeindruckend und sehenswert. Gleiches gilt für die Deckengemälde. Immer wieder erstaunlich was in der damaligen Zeit schon alles möglich war.

Wer möchte kann sich übrigens eins der kostenlosen Kostüme anziehen und sich im Stil der damaligen Zeit fotografieren lassen.

Ich würde den Besuch auf jeden Fall empfehlen und kann nur hoffen, dass euch die Atmosphäre auch so gut gefällt.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Westminster oder Embankment (District und Circle Line)

Adresse: Whitehall, London, SW1A 2ER

Öffnungszeiten: täglich 10:00-17:00 Uhr (letzter Einlass 16:15 Uhr)

Eintritt:  Tickets ab £ 5,50, sparen mit 2for1 oder London Pass

The Shard London ist auch bekannt als der Shard of Glass, ein 310m hoher Wolkenkratzer in Southwark. Mit 72 nutzbaren Stockwerken ist der Shard das höchste Gebäude der EU und im Vereinigten Königreich. Es ist auch die zweithöchste freistehende Struktur im Vereinigten Königreich.

Auch 2018 ist The Shard einer der Sehenswürdigkeiten in London und wird wohl bis auf weiteres ein Highlight in der Skyline bleiben.

Fakten über The Shard London

The Shard London wurde vom Architekten Renzo Piano (Shangri) entworfen, der auch für seine Arbeit am Pompidou Centre in Paris bekannt ist. Renzo Piano hat seine Vision für das Gebäude als vertikale Stadt beschrieben. Der sich ständig verändernde Himmel und die Skyline von London soll sich in der Fassade reflektieren.

Es gibt 44 Lifte, darunter Doppeldecker-Lifte und 306 Treppenstufen. Das Gebäude wurde am 1. Februar 2013 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

The Shard Indoorbereich mit Bar
Indoorbereich mit Bar

Die oberen neun Etagen sind den Elementen offen gelassen. Die obere Betrachtungsgalerie, auf einer Höhe von 244 Metern, ist dem Himmel mit den Klängen der Stadt ausgesetzt. Über der Aussichtplattform befinden sich daher auch keine Büros oder Räume mehr.

The Shard Outdoorbereich
Outdoorbereich

Im Erdgeschoss befindet sich ein öffentlicher Bereich mit Sitzgelegenheiten und Pflanzen.

Das ganze Gebäude ist wie eine feste Glaspyramide geformt, deren Spitze aus einzelnen Scherben besteht die sich in den Himmel strecken. Insgesamt wurden 11.000 Glasscheiben bei der Konstruktion verwendet.

The Shard Aufbau

„Eine Glasscherbe durch das Herz Londons“

Das Projekt wurde von lokalen Planern und dem englischen Königshaus abgelehnt. Es wird gemunkelt, dass das englische Könighaus behauptete, dass das Gebäude wie „eine Glasscherben durch das Herz des historischen London“ wäre, und aus dieser Kritik wurde der Name des Gebäudes abgeleitet. Der Bau der Shard begann im Jahr 2009 und es wurde nur drei Jahre später im Jahr 2012 abgeschlossen. Einige Kritiker sagen, dass der Shard hat die Skyline von London ruiniert, aber es scheint bei der Öffentlichkeit beliebt zu sein.

Nachhaltigkeit steht im Vordergrund
Das Thema Nachhaltigkeit war schon im Entwurf und beim Bau ein wichtiger Bestandteil.

50% des im Gebäude verwendeten Stahls stammten aus recycelten Quellen. Insgesamt wurden unglaubliche 95% der Baustoffe recycelt. Eine dreifache Haut aus Glas minimiert die Notwendigkeit der Klimatisierung und ermöglicht die maximale Nutzung von natürlichem Licht. Kraft-Wärme-Kopplung reduziert CO2-Emissionen.

Die spektakuläre Aussicht von The Shard genießen

Die offizielle Aussichtsgalerie befindet sich auf den Etagen 68 bis 72 und bietet eine 360-Grad-Aussicht über die Skyline der Stadt. An einem klaren Tag könnt ihr über 65 km weit sehen.

The Shard specktakuläre Aussicht Richtung London Eye
Aussicht Richtung London Eye

Nach der Sicherheitskontrolle am Eingang fahrt ihr zunächst mit einem Lift in atemberaubender Geschwindigkeit in die 37. Etage, dort müsst ihr nach einem kurzen Fußweg den Aufzug wechseln. Dieser bringt auch dann ebenfalls superschnell (man merkt die Geschwindigkeit nicht, aber den Druck auf den Ohren) zur Aussichtsplattform.

The Shard specktakuläre Aussicht Richtung Tower Bridge
Aussicht Richtung Tower Bridge

Hier gibt es zwei Ebenen. Ebene 1 ist komplett drinnen und beeinhaltet eine kleine Bar mit übrigens sehr fairen Preisen. Aufgrund der Höhe kann man sich hier schon fast einen Tomatensaft können ;-).

The Shard Blick zur Spitze
Blick zur Spitze

Auf der Indoorterasse könnt ihr rundum gehen und eine Blick auf London werfen. Eine Etage höher gibt es noch eine Outdoorterasse ohne Überdachung. Auch gibt es rundum Sicht auf London. Außerdem könnt ihr hier bis zur Spitze von The Shard schauen.

Tipp Perfekt am Abend kurz vor Sonnenuntergang. So hat man einen Blick im hellen und dunklen auf die Stadt. Also online die Zeit für Sonnenuntergang prüfen und dann ca. 1 Std vorher hochfahren.  Die Tickets mit der Uhrzeit solltet ihr vorher reservieren.

Der Besuch eigent sich insbesondere im Sommer perfekt als Abschluss eines Tages, da viele Attraktionen um 18 Uhr schließen.

Übrigens: Der Besuch der Toilette gehört zum Pflichtprogramm (Überraschung)!

Tickets für The View from the Shard London

Alle Tickets sind zeitgebunden und sollten im Voraus gebucht werden, um Enttäuschungen zu vermeiden. Aber natürlich könnt ihr auch spontan vorbei schauen und hoffen, dass noch Tickets verfügbar sind.

Mit eurem Ticket könnt ihr dann aber solange auf der Aussichtsplattform bleiben wie ihr wollt.

Tickets sind teuer und Rabattcodes gibt es nur sehr selten. Allerdings gibt es mit dem Skygarden eine kostenlose Alternative.

Tipp! Seit dem 01.12.2017 ist The Shard auch im London Pass enthalten!

In den Restaurant Oblix und Hutong in den Etagen 32 und 33 könnt ihr ebenfalls die Aussicht auf die Stadt genießen und müsst dafür nur etwas trinken oder Essen.

The Shard London
Der Eingang zu den Shard Restaurants ist einmal um die Ecke

Anreise, Eintritt und Öffnungszeiten

Anreise: London Bridge Station (Jubilee und Northern Line und Busse der Linien 43, 48, 141, 149, 521)

Adresse: The Shard London, Joiner Street, London SE1 9QU

Öffnungszeiten:

  • 10:00 – 19:00 Uhr (Sonntag bis Mittwoch)
  • 10:00 – 22:00 Uhr (Donnerstag bis Samstag)

Eintritt: ab £21,50 (Online Buchung mindestens 14 Tage im voraus)

Sparen mit 2for1 oder London Pass

level bridge street

Zufällig bin ich bei Instagram auf das Angebot des London Transport Museum zu Hidden London gestoßen. Die Angebote zu den versteckten Orten in London sind zeitlich immer sehr begrenzt verfügbar und schnell ausgebucht. Dieses Jahr hat es zum Glück mal gepasst und ich konnte die Aldwych Station besuchen.

Mein Besuch in der Aldwych Station

Der Eingang zur Station ist an der Ecke The Strand/Surrey Street. Dort ist auch der Treffpunkt für die Führung. Die Mitarbeiter des Transport Museums kontrollieren hier die Tickets, bevor es dann gemeinsam in die Station geht.

Insgesamt ist die Tour strikt organisiert und hält sich an einen genauen Zeitplan. Auch wird die Gruppe immer von mehreren Mitarbeitern begleitet (bewacht), so dass niemand falsch abbiegen oder verschwinden kann.

Die Führung startet in der Eingangshalle mit einer kurzen Vorstellung der Guides und einer Einführung in die Geschichte der Station. Am Ende gibt es alle Infos übrigens nochmal als handliche Broschüre.

Die Station wurde 1907 eröffnet und ist seither eine Besonderheit. Ihr ursprünglicher Name war „Strand“ und sie wurde erst 1915 in „Aldwych“ umbenannt.

Hidden London Aldwych Station
Leider nicht mehr die Orignale, aber irgendwie schick waren die Fliesen schon.

Alle damals von Leslie Green geplanten Stationen haben ein ähnliches Design, das man auch hier wiederfindet. Rote Ziegelsteine im Außenbereich, sowie grüne und beige Fliesen im Innenbereich. Die Station hat 2 Bahnsteige, wobei der östlich seit 1914 nicht mehr genutzt wurde. Er wurde im ersten Weltkrieg als Lagerraum für Kunstgegenstände und Bilder der National Gallery genutzt. Der westliche wurde als Schutzraum in beiden Weltkriegen verwendet.

Nach der interessanten Einführung ging es dann die Treppe (160 Stufen) hinunter zu den Bahnsteigen. Unten angekommen konnten wir noch einen Blick auf die Fahrstuhlschächte werfen, bevor es dann zum östlichen Bahnsteig ging.

Der östliche Bahnsteig

Hidden London Aldwych Station
Der östliche Bahnsteig

Beide Bahnsteige sind verglichen mit dem heutigen Standard sehr kurz, trotzdem aber sehr beeindruckend. An den Wänden finden sich noch die Überreste alter Plakate und Werbetafeln. Bereits seit seiner Schließung wird dieser Bahnsteig für Testzwecke und als Filmkulisse genutzt. Denn wo könnte man besser neue Designs und Elemente testen als in einem originalgetreuen Bahnhof. So wurden hier in der 60er Jahren die  Design für die Victoria Line getestet. Auch der Umbau der Piccadilly Circus Station wurde hie zunächst erprobt.

Seit den 80er Jahren findet ihr den Bahnsteig unter verschiedenen Namen auch in diversen Filmen wieder. So wurde die Szenen für Superman 4, V für Vendetta, Darkest Hour und aktuell für die neue Sherlock Serie, hier gedreht. Die vollständige Liste steht in der Broschüre.

Die Enden das Bahnsteig sind übrigens heute verschlossen.

Der westliche Bahnsteig

Hidden London Aldwych Station
Der westliche Bahnsteig.
Hidden London Aldwych Station
Ein Aufzug mit Charm.

Dieser Bahnsteig wurde noch bis 1994 aktiv genutzt, allerdings bereits seit 1958 nur noch während der Rush Hour. In beiden Weltkriegen diente er als sicherer Unterschlupf für viele hunderte Londoner. Heute steht hier ein unlackierte Zug von 1972. Im Gegensatz zum östlichen Bahnsteig sind die Tunnelenden hier nicht verschlossen, aber abgesperrt.

Näheres zur Nutzung während der Weltkriege erfahrt ihr während einer kurzer Audio Vorführung die innerhalb des Zug abgespielt wird. Im Anschluss geht es dann die 160 Stufen zurück in den Eingangsbereich.

Zum Abschluss der Tour ging es in den Aufzug. Dieser ist zwar seit 1994 außer Betrieb kann natürlich noch besichtigt werden. Früher wurde hier während der Fahrt nach unten die Tickets verkauft. Die Schalter im Eingangsbereich wurde erst viel später installiert.

Interessant ist vor allen Dingen die hexagonale Form. So konnte der Runde Schacht am effektivsten mit 2 Aufzügen genutzt werden. Zwischen den Aufzügen konnte ein Verbindungstür geöffnet werden. Dies war auch notwendig, um im Notfall die Passagiere vom einen in der anderen Aufzug evakuieren zu können.

Alles in allem hat mir die Führung sehr gut gefallen und ich habe viele spannende und neue Eindrücke gewonnen. Sicherlich werde ich in Zukunft auch die ürbigen Hidden Place in London besichtigen.


Über Hidden London

Hidden London ist das exklusive Programm des London Transport Museums für Touren und Veranstaltungen an stillgelegten Bahnhöfen und geheimen Orten in ganz London. Ihr werdet von erfahrenen Guides durch die verschiedenen Angebote geführt. Hier erfahrt ihr aus erster Hand ungewöhnliche und wenig bekannte Geschichten rund um die abwechslungsreiche Geschichte der Stationen und Orte. Die Gruppengröße ist stets sehr begrenzt, sodass ihr in Ruhe die jeweiligen Orte erkunden könnt. Alle Führungen sind ausschließlich auf Englisch.

Die Angebote sind zeitlich begrenzt und daher nicht das ganze Jahr über verfügbar. Schaut einfach regelmäßig auf der Seite des London Transport Museums vorbei oder abonniert den Newsletter.

Tipp Mit dem eurer Eintrittkarte erhaltet ihr einmalig 50% Rabatt auf den Eintritt ins London Transport Museum. Der Rabatt gilt bis zu 30 Tagen nach der Führung. Also ein gute Gelegenheit mal das Museum am Covent Garden zu besuchen.

Der Hampton Court Palace stand schon länger auf meiner Besichtigungsliste. Dank des London Explorer Passes habe ich die Gelegenheit genutzt und mich auf den Weg in den Südwesten von London gemacht.

Abenteuerliche Anreise

Zugegeben ist die Anreise ab Waterloo Station doch erstmal etwas verwirrend. Es hat schon einige Zeit gedauert bis ich den richtigen Zug gefunden habe. Die Züge werden zwar auf dem großen Display im Bahnhof angezeigt, ein nachvollziehbares System habe ich darin allerdings nicht erkennen können. Scheinbar werden die Gleise auf denen die Züge abfahren immer spontan und flexibel vergeben. Also ganz im Gegensatz zu Deutschland wo ja immer ein festes Gleis vorgegeben ist.

Waterloo Station Anzeigetafel
Finde den richtigen Zug und das Gleis… Herausforderung angenommen

Nach einer halben Stunde Rätselraten habe ich dann Zug den Richtung Hampton Court gefunden.

Es gibt Umsteigeverbindungen über „Surbiton“, aber auch Direktverbindungen. Leider zeigt die Seite von Tfl nur Umsteigeverbindungen an, im Bahnhof konnte man aber die Direktverbindungen mit South Western Railway auf der Anzeigetafel gut erkennen. Beide Fahrten sind aber gleich lang und ihr könnt daher auch die Umsteigeverbindung nehmen.

Bezahlen kann man übrigens problemlos mit „Touch in“ (Oysterkarte oder Kreditkarte) und ihr müsst kein extra Ticket kaufen.

Die Fahrt dauert ca. 30  Min und ihr kommt dann am Bahnhof „Hampton Court“ an. Von dort aus sind es noch 5 Min Fußweg bis zum Eingang des Schlosses.

Über den Hampton Court Palace

Der Palast liegt am linken Themseufer im Stadtbezirk Richmond upon Thames und ist eine der Sehenswürdigkeiten die etwas außerhalb von London zu finden sind. Das ursprünglich im Tudorstil erbaute Schloss war von 1528 bis 1737 die Residenz der britischen Könige und wurde später größtenteils im englischen Barock Stil umgebaut. Das Tudor Schloss ist ein gewaltiges Bauwerk mit vielen kleinen und großen Innenhöfen und somit unzähligen Räumen und Fenstern. Auffällig sind auch die vielen Schornsteine, da es in vielen Räumen einen Kamin gibt. Eingebettet ist das Ganze in eine riesige Parkanlage. Wer bereits Windsor Castle besucht hat, findet hier einen schönen Kontrast.

Hampton Court Palace Karte
Die Audio Touren starten im „Base Court“

Mein Besuch im Party Palast

Am Ticket Office habe ich zunächst mit dem London Explorer Pass ein Ticket geholt. Hier gibt es natürlich auch alle anderen Eintrittskarten. Auch Besitzer des London Pass müssen hier ihr Ticket holen.

Im Palast empfiehlt sich die Nutzung des Audio Guides. Dieser hat fünf von aneinander unabhängige Touren die ihr in beliebiger Reihenfolge nutzen könnt. Alle Audio Touren starten im Base Court, wo es auch den Audio Guide gibt. Im Prinzip geht es dann immer durch den Torbogen in den Clock Court und von dort aus in die einzelnen Bereiche des Palastes. Es lohnt sich wirklich, denn es gibt viel zu sehen und zu erleben.

Hampton Court Palace Thron
Ein prächtiger Raum mit Thron von König Henry und großem Wandteppich

Die Audio Führungen waren sehr unterhaltsam. Teilweise fand ich es etwas zu lang, aber man kann problemlos vor- und zurückspulen. Mithilfe des Audio Guides bekommt ihr auf jeden Fall den ganzen Palast zu sehen. Und es gibt eine Menge Räume wie Gemächer, Säle und Kammern zu bestaunen. Die Vorstellung wie das Leben hier vor ein paar hundert Jahren gewesen sein muss ist auf jeden Fall sehr spannend.

Alles ist prachtvoll eingerichtet und es gibt unzählige Gemälde, Möbel und sonstige Kunstgegenstände zu bestaunen.

Hampton Court Palace Kammer
Vom prunkvollen Saal bis zur kleinen Kammer bekommt ihr einiges zu sehen

Viel merken kann ich mir bei sowas eigentlich nie: Es wurden viele Partys gefeiert, König Georg kam aus Deutschland und irgendwann wurde der Palast nicht mehr so viel genutzt. (So ist mal meine sehr kurze Zusammenfassung).

Hampton Court Palace Gardens
Die riesigen Gärten sind ebenfalls einen Besuch wert.

Ausklang des Besuchs im Park

Nach dem Besuch des Hampton Court Palace empfiehlt sich noch ein kleiner Spaziergang durch den 24 Hektar großen Garten des Schlosses bzw. durch die diversen Gartenanlagen rund um den Palast. Ein Teil der Gärten kann kostenlos besucht werden, der übrige Teil ist im Eintritt zum Palast enthalten.

Hampton Court Palace Garten
Blick vom wunderschönen Rose Garden auf den Palast

Mein Empfehlung daher: Ihr solltet Hampton Court Palace definitiv nur bei gutem und warmen Wetter besuchen, denn nur dann kann man auch die wundervolle Außenanlage inklusive Irrgarten bewundern.

Rückfahrt mit dem Boot

Die Rückfahrt habe ich dann mit dem Boot über die Themse angetreten.  Die Anlegenstelle der Boote ist direkt vor Ort, knapp 100 Meter vom Eigang entfernt. In knapp 60 Minuten ging es dann vorbei an herrlicher Natur und auch durch eine Schleuse bis nach Richmond. Von hier aus kann man dann bequem mit der Tube in die City of London fahren.

Ihr solltet euch auf einem Spaziergang die Gegend um Richmond und Kew auf jeden Fall auch einmal genauer ansehen!

Natürlich könnt ihr auch die Hinfahrt ab Westminster Pier mit dem Boot machen oder auf dem Rückweg bis dorthin fahren. Mir hat aber die Fahrt bis Richmond gereicht, denn bis in die Stadt dauert die Fahrt knapp drei Stunden. So bequem war es auf dem Boot dann doch nicht.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: Mit dem Zug (South Western Railway) ab Waterloo Station bis Hampton Court oder mit dem Boot ab Westminster Pier

Adresse: East Molesey, Surrey, KT8 9AU

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00 Uhr)

Eintritt: Tickets ab£19,20 sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass

Bewertungen, viii, great,gardens, staatsgemächer, kapelle, jahre, vine, heinrich,verfügung, jahrhundert,museum, admission,

Da ich beim Test des London Explorer Passes noch eine Attraktion frei hatte, habe ich zum Abschluss meiner Reise noch einen Abstecher ins Sea Life London gemacht.

Eigentlich wollte ich lieber in den London Dungeon, aber da gab es kurzfristig keine freien Plätzen mehr. Also bin ich notgedrungen ins benachbarte Sealife gegangen.

Bisher kannte ich Sea Life nur aus Deutschland (Oberhausen) und war da nur mäßig begeistert. Direkt vorweg, meine Meinung hat sich nicht grundlegend geändert, denn auch der Aufbau in London scheint dem in Oberhausen zu ähneln.

Über das Sea Life London

Das London Aquarium (Sea Life) ist eines der größten Aquarien Europas mit über 50 Becken, inkl. Unterwasser-Tunnel durch das große Hai Becken. Ihr findet über 400 Tierarten, darunter 12 Arten von Haien, Pinguine, hungrige Prianhas und allerlei Insekten und sonstiges Getier.

Sea Life London
Tunnel durch das große Haifischbecken

Erfahrungsbericht Sea Life London

Das Sea Life ist im Prinzip wie ein Rundgang gestaltet (vergleichbar mit Ikea): ihr geht vorne reine rein, folgt dem Weg und kommt so automatisch an allen Stationen vorbei. Alternative Routen gibt es im Prinzip nicht.

Der Start ist wirklich beeindruckend. Ihr geht über einen Glasboden und sehr unter euch in einer Wasserwelt die Haie schwimmen. Später könnt ihr diesen Bereich dann auch noch in Ruhe von der Seite betrachten.

Sea Life London
Putzige Pinguine

Nach den obligatorischen Fotos (die man dann am Ende der Tour teuer kaufen kann), geht es mit einigen Kleintieren wie Seepferdchen los. Alle Aquarien sind beschriftet und ihr findet viele Informationen über die jeweiligen Tiere/Fische.

Wer sich Zeit nimmt kann so locker einen halben Tag im Sea Life London verbringen. Für Kinder gibt es eine Art Rally mit diversen Stationen, so dass es auch für die Kleinen nicht langweilig werden sollte.

Sea Life London
Es gibt weit mehr als nur Meeresbewohner zu bestaunen.

Es gibt wirklich unendlich viel zu sehen. Neben Fischen auch viele andere Reptilien und sogar Pinguine.

Alles ist wirklich sehr schön gestaltet und es gibt ausreichend Platz auch mal kurz an einem Aquarium zu verweilen.

So richtige Begeisterung kam bei mir trotzdem nicht auf. Ich bin aber auch kein großer Fischfreund und fand den gesamten Rundgang auch daher sehr lang.

Sea Life London
Quallen: irgendwie beeindruckend
Sea Life London
Das perfekte Shirt für Quallenfans!

Kinder sind wohl die Hauptzielgruppe des Sea Life. Wo kann man schon in einem Tunnel durch ein Haifischbecken gehen, seinen Kopf mitten in eine Gruppe Spinnen und Insekten stecken und auch noch Seepferdchen, Schlangen und Pinguine bestaunen.

Mein Fazit zum Sea Life London

Wer sich für Meerestiere interessiert bzw. mit Kindern unterwegs ist, kann durchaus mal einen Abstecher ins Sea Life London machen. Ihr solltet aber nichts viel anderes erwarten, falls ihr die deutsche Varianten schon kennt.

Der Besuch lässt sich natürlich prima mit einer Runde im London Eye, einem Besuch im Dungeon, im Shrek Adventure oder einem Spaziergang durch das Regierungsviertel kombinieren.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Westminster (Circle, Jubilee und District Line) und Waterloo (Northern, Bakerloo, Waterloo & City Line)

Adresse: County Hall, Westminster Bridge Road, London SE1 7PB

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00 – 18:00 Uhr, Im Sommer und Sa-So 9:30 – 19:00 Uhr

Eintritt: ab 21 GBP (online) sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass, Merlin Pass

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit ist London auch 2018 wieder an vielen Orten üppig weihnachtlich dekoriert und mit fazinierender Weihnachtsbeleuchtung geschmückt.

Hier möchte ich euch eine kleine Übersicht über die verschiedenen „Deko-Highlights“ in London geben. Zusammen mit den Weihnachtsmärkten in London könnt ihr die Stadt so auch in der Weihnachtszeit auf eine ganze neue Weise kennen lernen.

Übersicht Weihnachtsbeleuchtung in London

Oxford Street

6. November 2018 bis 06. Januar 2019:

Man erkennt, dass Weihnachten vor der Tür steht, wenn die Oxford Street von funkelnden, glühenden Lichtern beleuchtet wird. In diesem Jahr werden auf der beliebten Einkaufsstraße 1.778 Deko-Elemente und 750.000 LED-Glühlampen installiert. Inspiriert sind diese von fallenden Schneeflocken. Außerdem gibt es neue violette Kugeln, die Besucher erfreuen.

Es ist das neunundfünfzigste Jahr, in dem die Straße für die Festtage dekoriert wurde, und beim Einschalten (6. November) werden voraussichtlich über eine Million Weihnachtsliebhaber und das eine oder andere berühmte Gesicht angezogen. In diesem Jahr erfinden sie den Londoner Auftritt neu und lassen Londoner Künstler Auftritte britischer Künstler in ausgewählten Geschäften auf der Straße erleben.

Christmas Lights Oxford Street
Quelle: timeout Christmas Lights Oxford Street

Carnaby Street

09. November bis 05. Januar 2019: Nehmt euch die Zeit, während ihre eure Weihnachtseinkäufe erledigt, die herrliche Weihnachtsbeleuchtung in der Carnaby Street zu bewundern. Die Carnaby Street ist eine der bekanntesten Straßen von London. Während der gesamten Weihnachtszeit zeigt sie sich festlich und mit funkelden Lichtern passend geschmückt. Carnabys Weihnachtsschmuck – in der Regel einer der markantesten in der Stadt – hat in diesem Jahr ein „Queen“ -Thema, um die Veröffentlichung von „Bohemian Rhapsody“ zu markieren. Die Texte von Freddie Mercury leuchten auf der Straße in einem bunten Neonlicht.

© Anatoleya Christmas Lights Carnaby Street
© Anatoleya Christmas Lights Carnaby Street

Covent Garden Christmas

13. November bis 02. Januar 2019: Die gepflasterten Piazza- und Marktgebäude von Covent Garden sind zu dieser Jahreszeit noch unwiderstehlicher. Die beliebten Mistelkronleuchter kehren 2018 über die Straßen der Gegend zurück und Sie können auch einen weiteren handgepflückten Weihnachtsbaum mit festlichen Lichtern und ein ziemlich prächtiges silbernes Rentier erwarten, das auf der Ostseite der Piazza steht.

Weihnachtsbeleuchtung in London
Covent Garden Christmas Lights

Regent Street Christmas Lights

15. November bis 05. Januar 2019: Am Donnerstag, dem 15. November, zwischen 17.30 und 18.30 Uhr wird zusammen mit Promi-Gästen die Beleuchtung eingeschaltet.  Von 12-19:00 Uhr ist die Straße an diesem Tag soagr für den Verkehr gesperrt.

Die Regent Street ist die Heimat der größten Leuchteninstallation in der Hauptstadt . Sie ist vor allem für ihre beeindruckenden „The Spirit of Christmas“ -Lampen bekannt. Diese atemberaubenden, schwebenden Spirituosen wurden von der ersten Weihnachtsbeleuchtung der Regent Street inspiriert, der ersten Weihnachtsbeleuchtung von London im Jahre 1954.

Weihnachtsbeleuchtung in London
Engel über der Regent Street

 

Marylebone

14. November bis 04. Januar 2019: Ab dem 14. November wird in Marylebone die Hauptstraße festlich beleuchtet. Wie jedes Jahr, wird es auch dieses Mal zur  Eröffnungsfeier wieder prominenten Besuch geben.

Seven Dials Christmas Lights

15. November bis 06. Januar 2019: Auch hier gibt es eine große Party mit vielen Aktionen und Rabatten in vielen Geschäften zum Einschalten der Lichter. Die Kreuzung Seven Dials in der Nähe des berühmten Covent Garden ist in dieser Zeit wunderbar beleuchtet.

Christmas at Leadenhall Market

16. November bis 31. Dezember 2018: Weihnachten kehrt in die Stadt zurück und dann wird auch der Leadenhall Market für die Weihnachtszeit beleuchtet. Ein 20-Fuß-Baum wird im Mittelpunkt stehen. Am Freitag, dem 16. November, um 18:30 Uhr wird der Lord Mayor von London die Lichter stilvoll einschalten.

Kew Gardens

22. November bis 05. Januar 2019: Auch der botanische Garten in Kew wird weihnachtlich beleuchtet. Macht einfach mal einen Abstecher in die Gegend.


Ihr kennt weitere Weihnachts-Highlights in London? Postet es einfach in den Kommentaren, oder schickt eine mail!

Kurz vor der royalen Hochzeit und Dank des London Pass habe ich nach langer Zeit mal wieder Westminster Abbey besucht.

Wegen der ständig wechselnden Öffnungszeiten hatte ich mich schon mehrfach vergeblich auf den Weg gemacht bzw. stand bei spontanen Besuchen vor verschlossener Tür. Überprüft also vorher bitte immer online die tagesaktuellen Öffnungszeiten.

Über Westminster Abbey

Traditionell werden hier die Könige von England gekrönt und beigesetzt. Sie gehört zur Church of England, ist aber aufgrund ihrer Funktion keiner Diözese zugehörig, sondern Eigenkirche der britischen Monarchie. Daher wird ihr oberster Geistlicher, der Dekan von Westminster, direkt vom britischen Monarchen berufen.

Am heutigen Standort befand sich ursprünglich die Klosterkirche einer um 750 gegründeten Benediktinerabtei. Wegen ihrer Lage zu der damaligen Stadt trug die Kirche bereits den Namen West Minster (Westmünster). Die eigentliche Westminster Abbey wurde zwischen 1045 und 1065 unter Eduard dem Bekenner im romanischen Stil erbaut. Die Weihe der Abtei fand am 28. Dezember 1065 statt.

Westminster Abbey
Kirchenschiff

Im Jahre 1245 gab Heinrich III. den Bau der heutigen Kirche im Stil der französischen Hochgotik in Auftrag. Bis 1269 waren Chor, Querhaus und der östliche Teil des Langhauses mit dem benachbarten Kreuzgang und dem Kapitelhaus vollendet. Der untere Teil der Westfassade stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die beiden Haupttürme dagegen wurden erst zwischen 1722 und 1745 errichtet. In dieser Hinsicht ist Westminster Abbey der französischste unter den englischen Kirchenbauten der Gotik. Der Bau der prachtvollen Kapelle Heinrichs VII., eines der schönsten spätgotischen Werke in Europa, wurde 1503–1519 in den reichen Formen des Perpendicular Style ausgeführt.

Heute ist die Kirche eine der Top Attraktionen der Stadt.

Mein Besuch im Westminster Abbey

Direkt am Eingang wird euch mehr oder weniger auch ein kostenloser Audio Guide aufgezwungen der euch durch den gesamten Kirchenkomplex führt. Wer also auch an ausführlichen Hintergrundinformationen interessiert ist, sollte den Guide auf jeden Fall nehmen. Wem die Erklärungen zu lang dauern, der kann auch problemlos vorspulen.

Westminster Abbey
Innschriften, Skulpturen… wo man nur hinschaut

Es gibt einfach unendlich viel zu sehen. Denn es gibt wohl keinen Meter ohne ein Statue, Inschrift, Figur oder Ähnliches.

Mir war das einfach zu viel an Informationen. Das meiste kann man sich sowieso nicht merken.

Blöd ist, dass Fotos nicht erlaubt sind. Dafür habe ich jetzt auch nur bedingt Verständnis. Im Kirchenraum ist das verständlich, außerhalb nicht. Der Besucher ist hier nicht König bzw. Königin ;-).

Mein Fazit zur Westminster Abbey

Westminster Abbey
Schöner Blick in den Garten und auf das Houses of Parliament

Für mich ein Too Much an Informationen und Eindrücken die man noch nicht mal fotografieren darf.

Besonders schön fand ich die Kirche jetzt auch nicht, da ist die St. Pauls Cathedral definitiv schöner anzuschauen und auch der Besuch ist interessanter.

Trotzdem ist Westminster Abbey natürlich durchaus sehenswert und wohl auch eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Londons.

Einziges Highlight waren für mich die Außenanlage und Grünflächen. Aber dafür kann man auch in den Hyde Park gehen.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Westminster (Jubilee, District & Circle Lines), St James’ Park (District & Circle Lines)

Adresse: 20 Dean’s Yard, London SW1P 3PA

Öffnungszeiten: (Es ist häufig aus diversen Gründen geschlossen. Bitte immer vorher online prüfen)

Eintritt: Tickets ab £20, sparen mit London Pass, London Explorer Pass, 2for1

Tube, November, Buckingham, Tate

Direkt an der Themse gelegen steht ein Nachbau des ursprünglichen Shakespeare Globe Theatre und vermittelt noch heute einen Einblick in die Theaterwelt des William Shakespeare. Das ursprüngliche Theater stand einige hunderte Meter weiter flußaufwärts.

Shakespeare Globe TheatreDa es keine Bilder vom Original gab, wurde versucht es nach den vorliegenden Fakten nachzubauen.

Über das Shakespeare Globe Theatre

Das ursprüngliche Shakespeare Globe Theatre wurde 1599 in Bankside, einem Londoner Stadtteil gebaut. Hier war das anerkannte Vergnügungszentrum des damaligen Londons. Die Themse bildete zu dieser Zeit noch eine deutliche Trennlinie in der Stadt.

Das Globe wurde von der Schauspieltruppe The Lord gebaut, zu der auch William Shakespeare gehörte. Shakespeare war der Hausdichter und in den Folgejahren wurden alle seine Stücke aufgeführt, aber natürlich auch die vieler anderer Theaterdichter. Es war das wohl erfolgreichste Theater seiner Zeit, und die Stücke wurden mit viel Pomp, mit prächtigen Kostümen, Musik und mit nur wenigen Kulissen aufgeführt.

Das Globe wurde am 29. Juni 1613 durch ein Feuer vernichtet. Während einer Aufführung des Stücks Heinrich VIII. wurde eine Kanone abgefeuert, die das strohgedeckte Dach in Brand setzte. Das Theater wurde aber schon bald wieder aufgebaut, diesmal mit Ziegeldach und im Juli des folgenden Jahres eröffnet.

Im Jahr 1642 schloss die puritanische Regierung alle Vergnügungsstätten und somit auch die Theater. Das Globe stand leer und wurde 1644 abgerissen. An seiner Stelle baute man Mietshäuser, und der ursprüngliche Standort dieses bedeutenden Theaters wurde vergessen, bis 1989 im Rahmen von Bauarbeiten Reste des Fundaments wiederentdeckt wurden.

Mein Besuch im Shakespeare Globe Theatre

Im Rahmen meines Erfahrungsberichts zum London Pass konnte ich endlich mal das Theater am Ufer der Themse besuchen.

Der Besuch teilt sich in eine Führung durch das Theater und den Besuch des Museums auf. Was ihr zuerst macht ist euch selbst überlassen und hängt auch davon ab, wann es die nächsten freien Plätze für eine Führung gibt.

Die Führung durch das Shakespeare Globe Theatre

Shakespeare Globe Theatre
Verbotener Blick in den Innenraum während der Führung

Die Führung gibt euch einen Einblick über die Geschichte des Theaters und die Möglichkeit einen Blick in das Innere des Theaters zu werfen.

Da es regelmäßig Aufführungen (in der Regel ab 14:00 Uhr) gibt sind Führungen nur am Vormittag möglich.

Meine Führung war auch dank unseres Guide sehr kurzweilig und wir konnten sogar etwas bei den Proben der Schauspieler zusehen.

Ihr dürft keine Fotos während der Führung machen!

Im Prinzip geht die Führung nur durch das Theater und ihr bekommt eine Menge Infos zur Aufteilung der Plätze und eine kleine Einweisung in die Schauspielkunst.

Der Besuch der täglichen Aufführungen ist nicht im Eintritt enthalten. Die Tickets müsst ihr separat buchen. Einen Blick hinter die Kulissen gibt es leider nicht.

Ein Plan mit allen Aufführungen des Jahres findet ihr an der Außenwand des Theaters und natürlich online.

Besuch des Museums

Shakespeare Globe Theatre
Austellung auf 2 Ebenen

Der zweite Teil, der Besuch des Museums, kann dann in Eigenregie mit einem kostenlosen Audioguide durchgeführt werden. Hier bekommt ihr eine Vielzahl von Ausstellungsstücken aus der Theaterwelt zu sehen.

Shakespeare Globe Theatre
Einige der viele Requisiten

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Blackfriars, Mansion House (District und Circle Line), London Bridge (Northern and Jubilee Line)

Adresse: 21 New Globe Walk, Bankside, London, SE1 9DT

Öffnungszeiten: täglich 9:00-17:00 Uhr (Touren Termine Online)

Eintritt: ab £17, sparen mit London Pass, London Explorer Pass, 2for1

Die Philpot Lane Mice ist die kleinste Statue Londons und sicherlich einen Abstecher wert. Zwei Mäuse streiten sich um ein Stück Käse.

Die kleinste Statue Londons
The Philpot Lane Mice

Die Sage besagt, dass während der Umbauarbeiten des Gebäudes ein Bauarbeiter sein Pausenbrot vermisste und einen Kollegen beschuldigte. Es kam zum Streit, wobei einer vom Dach fiel und starb! Später stellte sich heraus, dass es von Mäusen „gestohlen“ wurde. Daher die streitende Mäuse.

Eine zweite Variante besagt, dass der Streit beim Bau des nahegelegenen Monuments zum oben genannten Streit kam und beide Bauarbeiter von der Säule in die Tiefe stürzten.

Wie auch immer:

Die Statue ist von 1862 und ist an der Philpot Lane Seite von Hausnummer 23 Eastcheap zu finden. (Man muss es suchen). Ihr könnt die Suche mit einem Besuch des Skygardens verbinden. Er befindet sich nur weniger Gehminuten entfernt.

Das Gebäude wurde übrigens 2017 wieder einmal renoviert. Dieses Mal aber wohl hoffentlich ohne tödliche Zwischenfälle.

Es gibt noch viele weitere kleine Sehenswürdigkeiten in London. So findet ihr auch die Kirche St. Dunstan in the East in unmittelbarer Nähe.

 

Zu jeder Jahreszeit ziehen Londons berühmte Attraktionen wie der Buckingham Palace, der Tower of London oder Madame Tussauds Touristen aus aller Welt an: Die meisten Londoner besuchen diese Orte nie, sie ziehen es vor, London geheime Ecken zu besuchen, von denen die meisten Reisenden noch nie gehört haben.

Wer London hautnah erleben will braucht alle seine Sinnesorgane, um versteckte Nasen und Ohren an den Wänden zu sehen, einzigartige Cupcakes zu schmecken, in eine Abwasserstation reinzuschnuppern und dabei viktorianische Gussarbeiten zu tasten.

Londons geheime Ecken – Augen auf

Londons geheime Ecken
Augen auf und Nase hoch. Findet ihr alle sieben Nasen?

Lust auf eine kleine Ralley? Dann heißt es Nase hoch bei den Sieben Nasen von Soho. Bei einem Spaziergang durch Soho lohnt sich ein Blick auf die Hauswände. In einigen Straßen ragen Nasen aus den Gebäuden. Es sind Gipsabgüsse der Nase des Künstlers Rick Buckley. Seine Kunstinstallation ist ein Protest gegen die vielen Überwachungskameras in London.


Londons geheime Ecken
Wer findet alle versteckten Ohren?

Wir alle kennen das Sprichwort „Die Wänden haben Ohren“. Ob es vielleicht etwas mit den versteckten Ohren in Covent Garden zu tun hat? Genau wie bei den Nasen in Soho war auch hier ein Künstler am Werk. Tim Fishlock hat Abgüsse von seinen eigenen Ohren gemacht und diese sind rund um Covent Garden in der Floral Street an den Hauswänden verteilt. Aber niemand weiß wirklich warum?


Londons geheime Ecken
Weit und breit nichts von Game of Thrones zu sehen 😉

Eine kleine Erfrischung gefällig? Ebenfalls in Soho steht in der Broadwick Street die wohl berühmteste Wasserpumpe Londons: John Snow’s Water Pump. Dieser Ort ist nicht etwas ein Treffpunkt von Game of Thrones Fans aus aller Welt, sondern die Quelle der Cholera-Epidemie in London 1854. John Snow entdeckte seinerzeit die Pumpe als Ursache und konnte eine weitere Ausbreitung verhindern.

Londons geheime Ecken – Nase gespitzt

Londons geheime Ecken
Wer hätte sich ein Abwasserstation so vorgestellt?

Wer glaubt, dass der Besuch einer Abwasserstation Mist wäre (Wortspiel beabsichtigt), der sollte die Crossness Pumping Station besuchen, um sich eines Besseren belehren zu lassen. Die Station wurde 1865 von Sir Joseph Bazalgette für das Londoner Abwassersystem gebaut und eröffnet. Es ist ein denkmalgeschütztes Gebäude und verfügt über einige der spektakulärsten viktorianischen Gusseisenarbeiten, die heute auf der Welt zu finden sind. Wer hätte gedacht, dass eine Pumpstation so schön aussehen könnte?

Londons geheime Ecken – Gaumenfreuden

Londons geheime Ecken
Einen Cupcake in Ehren kann niemand verwehren

Seinen Gaumen verwöhnen kann bei einem Besuch des Peggy Porschen Parlour in Belgravia. Wer Cupcakes liebt, kommt an einem Besuch nicht vorbei. Der Salon wurde 2010 eröffnet, und schon von außen wird klar: hier handelt es sich um eine kleine, pinke Märchenwelt in der alles süß und hinreißend und mit viel Liebe bis ins kleinste Detail gestaltet ist. Seit der Eröffnung hat Peggy allerlei Gebäck für Stars wie Kate Moss, Elton John und Madonna gebacken.

Londons geheime Ecken – Direkt vor eurer Nase

Downing Street Rätsel
Welche ist die echte Downing Street Tür? (Lösung durch klicken auf das Bild)

Augen auf an der Number 10 Adam Street. Wer seine Freunde zu Hause wirklich beeindrucken möchte, sollte ein Selfie vor Downing Street Nummer 10 machen. Nicht möglich? In der 10 Adams Street, The Strand (in der Nähe vom Trafelgar Square), findet ihr eine nahezu identische Tür wie an der Downing Street. Ein Unterschied ist kaum zu erkennen. Übrigens die „echte“ Tür geht nur von innen auf und hat kein Schlüsselloch an der Außenseite. Sicher ist sicher.


Polizeistation Trafalgar SquareLondons kleinste Polizeistation findet sich am südöstlichen Teil des Trafalgar Square. Die meisten Touristen laufen achtlos an ihr vorbei. Zu sehr ist man auf den Platz mit seinen imposanten Löwen und der Säule fixiert. Die „Police box“ genannten Polizei-Mini-Stationen waren früher einmal im ganzen Land anzutreffen. Heute haben Kameras weitgehend die Aufgaben der Stationen übernommen.


Spaziergang durch Canary Wharf
Crossrail Roof Garden

Erholung für alle Sinne findet man abseits des Touristenstroms bei einen Sparziergang durch Canary Wharf. Der Crossrail Roof Garden ist die ideale Gelegenheit für eine kleine Pause um die Seele ein wenig baumeln zu lassen. Der Garten befindet sich im Obergeschoss des Crossrail Place, der neuen Crossrail Station „Canary Wharf“ und ist komplett überdacht. Zusätzlich findet man hier einige Geschäfte und die üblichen Ess- und Trinkgelegenheiten.

Genauso wie die HMS Belfast liegt auch die Golden Hinde in der Nähe des Towers, allerdings in einem Trockendock.

Ohne den London Pass wäre ich wohl niemals auf das Schiff gegangen, auch wenn man im Prinzip fast bei jedem Londonbesuch daran vorbei kommt.

Über die Golden Hinde

Die Golden Hinde („Goldene Hirschkuh“), ursprünglich Pelican, war das Flaggschiff von Sir Francis Drake. Er war hat mit der Golden Hinde als erster Engländer zwischen 1577 und 1580 die Welt umsegelt. 1581 gab die Königin den Befehl, die Golden Hinde „zur immer währenden Erinnerung“ zu bewahren. Einige Jahre war das Schiff tatsächlich eine der Top Sehenswürdigkeiten Londons und wurde von Tausenden besucht. Aber bald wurde es so vernachlässigt, dass es schließlich so morsch war, dass es 1662 komplett beseitigt wurde.

1971 begann die Rekonstruktion und seit 1973 hat der seetüchtiger und maßstabsgetreue Nachbau bereits 140.000 Seemeilen zurückgelegt. Heute liegt das Schiff im St. Marie Overie Dock.

Mein Kurzbesuch auf der Golden Hinde

Was soll ich sagen? Eigentlich kann man fast alles schon von außen erkennen. Deck, Mast, bunte Farbe… langweilig.

Nun ja. Unter Deck ist alles in Hobbitgröße. Scheinbar hat das früher gereicht weil die Leute kleiner waren. Trotzdem muss es sehr ungemütlich und eng gewesen sein. Die Kapitänskajüte bildet da eine Ausnahme und ist ganz ansehnlich. Mehr aber auch nicht. Da war mein Besuch der Cutty Sark deutlich spannender, aber natürlich ist diese auch insgesamt viel größer.

Golden Hinde
Der Eindruck täuscht nicht. Es war wirklich so niedrig und eng.

Man wird damals eine Menge Disziplin benötigt haben, um mit 60 Mann Besatzung einige Jahre auf diesem kleinen Schiff zusammen auszukommen.

Der Hauch der Geschichte hat mich auf jeden Fall in den 10 Minuten an Board nicht gepackt. Eigentlich wäre ich noch schneller gewesen, hätte ich nicht auf eine Schulklasse warten müssen, die im Schneckentempo die Leiter zum Vorderdeck herunter geklettert ist.

Golden Hinde
Ein sehr überschaubares Schiff

Für Kinder ist so ein „Piratenschiff“ sicher deutlich spannender, zumal es von der Größe her auch eher für Kinder geeignet ist. Vielleich wird ich es irgendwann mal mit meinen Kinder nochmal testen.

Mein Fazit: Reine Geldberschwendung, außer ihr habt den London Pass und seit eh in der Nähe um euch spannendere Sehenswürdigkeiten wie die HMS Belfast, The Shard oder das Shakespeare Globe Theatre anzuschauen.

Anreise, Öffnungszeiten, EIntritt

Anreise: U-Bahn London Bridge (Northern und Jubilee Line) oder Monument (Circle und District Line)

Adresse: The Golden Hinde, St Mary Overie Dock, Cathedral Street, London, SE1 9DE

Öffnungszeiten: November bis März täglich 10-17:00 Uhr, sonst täglich 10-18:00 Uhr

Eintritt: £5 (kostenlos mit London Pass)

Bereits im letzten Jahr hatte ich euch von Zip Now London berichtet. Dieses Jahr konnt ich die schnellste Seilrutsche der Welt selber testen.

Das ganze ist Nervenkitzel pur, vor allen Dingen wenn man ein wenig Höhenangst hat.

Doch das hat mich natürlich nicht davon abgehalten mich ins Abenteuer zu stürzen. Wie ihr auf dem Beitragsbild unschwer erkennen könnt, war ich schon entspannter. Meine Frau wäre direkt nochmal gefahren, ich brauche erstmal ein Jahr Pause ;-).

Aber von vorn.

Was ist Zip Now London?

Zip Now London Erfahrungsbericht
Startturm 35m hoch

Einfach erklärt: Im Archbishops Park stehen zwei Türme. Der erste ist 35m hoch und der zweite Turm am anderen Ende des Parks ist dann ein ganzes Stück niedriger (ca. 10m). Dazwischen wurden Drahtseile gespannt an denen ihr rutschen könnt.

Die Strecke is 225m lang, ihr könnt bis zu 50 km/h erreichen und die Fahrt dauert ca. 15 Sekunden.

Was gibt es zu beachten?

Jeder der über 8 Jahre, größer als 1,20 m ist und unter 120kg wiegt, kann die Rutsche nutzen.

Ihr benötigt festes Schuhwerk und normale Kleidung (keine Röcke!)

Erfahrungsbericht zu Zip Now London

Die Tickets müsst ihr vorher online kaufen, da man eine bestimmte Uhrzeit reservieren muss. Ich denke, man kann auch vor Ort noch ein Ticket kaufen, wenn noch Plätze frei sind. Wer sicher sein will, bucht vorher online.

Zip Now London Erfahrungsbericht
Check in und Ziel mit Turm 2

Ihr müsst 30 Minuten vor der geplanten Zeit vor Ort sein. Nach dem Check-in gibt es ein kurzes Sicherheitsvideo, dann könnt ihr alle eure Wertsachen in einem kostenlosen Schließfach verstauen.

Danach geht es zum Anlegen der Ausrüstung. Es funktioniert im Prinzip wie in einem Hochseilgarten. Alles wird vom Personal mehrfach geprüft.

Zip Now London
Startklar!

Dann geht es mit Ausrüstung einmal durch den Park zum Startturm. Auch hier wird unten nochmal eure Ausrüstung geprüft. Jetzt geht es 283 Stufen nach oben.

Oben dürft ihr erstmal ein wenig Luft schnappen und die Aussicht auf das London Eye und die Umgebung genießen. Viel Spannendes gibt es hier aber nicht zu sehen.

Zip Now London Erfahrungsbericht
Schöne Aussicht, aber die letzten 4 Stufen wieder runter die Schwersten

Sobald ihr bereit seit, werden ihr von zwei Mitarbeitern ins Seil eingehängt. Beide prüfen nochmal die Ausrüstung und dann geht es 4 Stufen runter.

Zip Now London Erfahrungsbericht
startklar

Spätestens hier war ich richtig nervös. Feuchte Hände inklusive. Also nicht lange nachdenken, von oben wird der Countdown 3,2,1 gezählt, einfach die Füße hoch und los geht die Fahrt.

Was soll ich sagen: Einfach cool. Angst überwunden, zittrige Knie, aber geschafft.

Eine Erfahrung die man auf jeden Fall mal machen sollte. Für £10 hätte man noch ein zweites Mal rutschen können. Aber da ich erfahrungsgemäß dann noch nervöser gewesen wäre (man weiß ja was einen erwartet), habe ich da mal drauf verzichtet. Meine Frau wäre nochmal gerutscht, hatte aber keine Lust allein und auf die 283 Stufen.

Ich komme auf jeden Fall wieder. Ein wenig Nervenkitzel kann ja nicht schaden.

TippFür faire £7,50 (1 Foto) bzw. £10 (2 Fotos) könnt ihr euch im Anschluss noch die Bilder sichern. Diese gibt es ausgedruckt und in digitaler Form (als download).

Anreise, Öffnungszeiten, Preise

Anreise: U-Bahn Lambeth North (Bakerloo Line) oder Waterloo (Northern, Jubilee, Waterloo Line)

Adresse: Carlisle Lane, Lambeth, London SE1 7LE

Öffnungszeiten: Mo-Fr 12:00-20:00 Uhr, Sa 9:30-20:00 Uhr, So 9:30-18:00 Uhr

Preise: In der Woche günstiger als am Wochenende ab £20 (auf Instagram gibt es #ZipNowLondon für Angebotscodes)

Ich bin schon unzählige Male an der HMS Belfast, einem alten Kriegsschiff, vorbei gelaufen, konnte mich aber nie motivieren es mir genauer anzusehen.

Dank des London Pass habe ich mir jetzt mal die Zeit genommen und das Schiff genauer unter die Lupe genommen.

Viele von euch werden das Schiff sicher schon wahrgenommen haben, denn beim Überqueren der Tower Bridge oder beim Besuch des Tower of London ist die HMS Belfast eigentlich nicht zu übersehen.

HMS Belfast KarteÜber die HMS Belfast

Die HMS Belfast ist ein britisches Kriegsschiff, das heute als Bestandteil des Imperial War Museums (IWM) auf der Themse in London verankert ist. Die Belfast gehört zur Town-Klasse, hatte die taktische Kennung C35 und war der größte Leichte Kreuzer der Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Im Jahr 1965 wurde die Belfast außer Dienst gestellt und 1971 zu einem Museum umgebaut.

HMS Belfast
Die Kanonen haben ordentlich bums.

Die Kanonen der Bugtürme zielen auf die knapp 20 Kilometer entfernte Autobahnraststätte London Gateway Services an der M1. Als die HMS Belfast 1971 als Museumsschiff vor Anker ging, wurde aus PR-Gründen die bekannte Raststätte gewählt. Die Hecktürme haben in der Zeit ihre Ausrichtung öfters gewechselt.

An Bord der HMS Belfast

Im Eintritt inbegriffen ist eine kostenloser Audio Guide der euch durch das Schiff führt und mit unzähligen Informationen versorgt. Ihr erhaltet ihn im Eingangsbereich an Bord des Schiffes.

Man merkt, dass das Schiff noch stetig weiter restauriert wird, da es an Bord und stellenweise doch recht rustikal eingerichtet ist und an einigen Stellen auch noch gearbeitet wird.

HMS Belfast
Mächtiges Schiff mit eher bescheidenen Sitzmöglichkeiten.

Ein gutes Beispiel ist das „Café“ mit einigen recht einfachen Metallstühlen an Deck.

Es ist auf jeden Fall ein abenteuerliches Gefühl auf einem echten Kriegsschiff herumzulaufen. Allein die Vorstellung hier im Kampfeinsatz zu arbeiten bereitet mir Unbehagen und wir sollten froh sein in einer halbwegs friedlichen Zeit zu leben.

HMS Belfast
„Kanonenfutter“

Es ist halt alles eng und flach. Das Leben auf so einem Kriegsschiff kann ich mir als wenig angenehm vorstellen. Gerade wenn man sich die Mannschaftsräume und die Waffenlager auf den unteren Decks anschaut.

HMS Belfast
Mannschaftsquatier

Beeindruckend fand ich vor allen Dingen die riesigen Kanonen und die doch sehr einfach gehaltene Brücke des Schiffs.

Mein Fazit zum Besuch der HMS Belfast

Den Besuch würde ich nur bedingt empfehlen, denn er lohnt sich nur wenn man sich auch für diese Materie (Krieg, Schiffe) interessiert. Gut zu Fuß sollte man auch sein, da es viel steile und enge Treppen, Türen und Gänge gibt.

Habt ihr den London Pass, würde ich den Abstecher auf jeden Fall empfehlen. Schaut euch auch die vielen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an wie z.B. Tower of London, Tower Bridge, Hays Galleria, The Shard, Monument und viele mehr.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn London Bridge (Northern und Jubilee Line) oder Tower Hill (District und Circle Line)

Adresse: The Queen’s Walk, London, SE1 2JH

Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00 Uhr)

Eintritt: Ticket ab £13,90 (online)  sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass

Pin It