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Madame Tussauds London gehört zu den wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist für viele sicherlich ein interessantes Ausflugsziel. Ich habe die Welt der Wachsfiguren besucht und werde euch nun von meinem Besuch berichten.

Kalt und Regen, was kann man da besseres machen als eine Indoor-Attraktion zu besuchen? Also habe ich mich mal auf den Weg etwas abseits der London City in Richtung Baker Street gemacht um endlich mal Madame Tussauds einen Besuch abzustatten.

Was erwartet euch bei Madame Tussauds London?

Bisher hatte ich ehrlich gesagt keine Lust den doch relativ hohen Eintritt für das Bestaunen von ein paar Wachsfiguren zu zahlen. Aber dank schlechtem Wetter und 2for1 habe ich es dann doch mal gewagt. Meine Erwartungen waren alledings nicht allzu hoch.

Madame Tussauds London
Reihenfolge des Rundgangs

Die Sicherheitskontrolle (Tasche öffnen und Rucksack abgeben) vor dem Eingang war schon mal ein Witz. Kontrolliert wurde nur sehr halbherzig und meinen Rucksack durfte ich auch mitnehmen. Dann kann man es auch gleich lassen.

Nach dem Kauf der Tickets (2for1 hat mit ausgedruckten Voucher problemlos geklappt) geht es dann die Treppe hoch zum Fahrstuhl. Mit dem Fahrstuhl geht es dann zum Start der Ausstellung.

Die Ausstellung ist als Rundgang angelegt und wer nichts verpassen möchten sollte einfach der Beschilderung folgen. Der Rundgang ist in verschiedene Themenschwerpunkte gegliedert. Überall stehen dann in mehr oder weniger passender Umgebung die Figuren der Stars.

Man darf tatsächlich alle Figuren anfassen und ein Foto damit machen. Das hat mich positiv überrascht. Manche sehen dem Original täuschend ähnlich, bei einigen Figuren fand ich das nicht so (z.B. Merkel)

Ihr startet in der Welt der Stars, was eigentlich auch schon das Highlight ist, und kommt dann Film, Sport, Royals, Kultur, Musik, Staatsoberhäupter, (Sherlock Holmes), Hinter den Kulissen, London im Mittelalter und abschließend Star Wars und ein 4D Kino.

Madame Tussauds London
Ein Foto mit den Royals

Zwischendurch gibt es immer mal wieder Zusatzausstellungen die extra Eintritt kosten. Aus meiner Sicht unverschämt und überflüssig. Einzig der Ausstellung zu Sherlock Holmes hätte vielleicht noch interessant sein können.

Gegen Ende gibt es dann noch ein 4D Kino. Die „Fahrt“ war zwar ganz gut gemacht, hat aber aus meiner Sicht nichts mit Madame Tussauds zu tun.

Madame Tussauds London
Mit dem London Taxi durchs Mittelalter

Gleiches gilt für die folgende Fahrt in einem London Taxi durch das mittelalterliche London. Das ganze hat mich an die billigen Freizeitpark Attraktionen meiner Kindheit erinnert.

Madame Tussauds London
Möge das Wachs mit dir sein…

Für Star Wars Fans gibt es noch eine Ausstellung mit Figuren aus der beliebten Saga. Ob das Wachsfiguren waren, bezweifle ich allerdings.

Mein Fazit zu Madame Tussauds London

Alles in allen war es nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte.

Gut fand ich die Nähe zu den Figuren und das nichts hinter Glas versteckt war.

Weniger Gefallen hat mir das man ständig für alles extra zahlen sollte und das vieles (4D Kino, „Taxi-Fahrt“, Star Wars) einfach nicht wirklich zu meiner Vorstellung eines Wachsfigurenkabinetts passen.

Auch der Eintritt ist selbst mit 2for1 recht teuer.

Alles in Allem würde ich nicht vom Besuch abraten, aber sicherlich ist Madame Tussauds keine Attraktion die man besucht haben muss.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Baker Street

Adresse: Madame Tussauds London, Marylebone Road London, NW15LR

Öffnungszeiten: täglich von 9:00 – 18:00 Uhr, Mittwoch und Donnerstag nur bis 16:00 Uhr

Eintritt: £29 (online*), sparen mit 2for1, London Pass, London Explorer Pass

Tipp Es gibt ein Kombi-Ticket. Für nur ein paar Pfund mehr könnt ihr zusätzlich noch das London Eye, Sea Life und den London Dungeon besuchen.

Das British Museum ist wohl jedem London Besucher bekannt und steht sicherlich auch bei den meisten von euch auf dem Besichtigungsprogramm. Es quasi das Schatzhaus Englands mit einer riesigen Anzahl Kulturgüter aus dem Bereich Archäologie und Ethnographie.

Die Ursprünge des Museums gehen in das Jahr 1753 zurück und basieren auf dem Kauf einer naturgeschichtlichen Sammlung von Sir Hans Sloane und einer Kunstsammlung der Familie Harley.

Was erwartet euch im British Museum?

Bereits der imposanten Eingangsbereich und die Eingangshalle machen mächtig Eindruck und lassen einiges erwarten. Lasst also den ersten Eindruck zunächst auf euch wirken und genießt die Atmosphäre.

Das Gebäude wurde um einen quadratischen Innenkomplex errichtet. Dieser wurde durch Stararchitekt Norman Foster mit einer gigantischen Glaskonstruktion überdacht.

Besorgt euch am besten direkt einen Museumsplan um zumindest einen kleinen Überblick zu gewinnen. Die Orientierung in dem riesigen Gebäude ist sicherlich nicht ganz einfach.

Es gibt auch ein interessanten 3D Model, allerdings nur von außen.

Mit den Jahren ist das Museum immer weiter gewachsen, so dass heute eine vollständige Besichtigung wohl einige Wochen in Anspruch nehmen würde. Informiert euch also vorab, welchen Teil des Museums ihr genauer erkunden wollt und spart euch den Rest für eure nächsten Londonreisen auf.

Abteilungen des British Museum

Das Museum hat 10 verschiedene Abteilungen:

  • Afrika, Ozeanien und Amerika
  • Altes Ägypten und Sudan
  • Asien
  • Frühgeschichte und Europa
  • Münzen und Medaillen
  • Konservierung und wissenschaftliche Forschung
  • Griechische und römische Antiken
  • Naher Osten
  • Portable Antiquitäten und Schätze
  • Drucke und Zeichnungen

Das Museum stellt sogar mögliche Routen bereit um die Highlights zu erkunden.

British Museum – Auch für Kinder einen Besuch wert

Auch für Kinder ist das Museum sicherlich ein Besuch wert. Es gibt vom Museum sogar extra eine Übersicht mit Objekten die für Kinder interessant sein könnten.

Ich war jetzt schon ein paar Mal im Museum und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Besonders reizvoll ist immer der Besuch der ägyptischen Ausstellung. Ich verbinde damit immer besonders geheimnisvolle Dinge und bewundere was man vor vielen tausend Jahre schon alles geschaffen hat.

London mit Kindern
British Museum Pharao Skulptur

Anreise. Eintritt, Öffnungszeiten

Anreise: U-Bahn Tottenham Court Road, Holborn, Russell Square, Goodge Street

Adresse: Great Russell Street, WC1B 3DG

Eintritt: frei

Öffnungszeiten: täglich 10-17:30 Uhr, Freitag bis 20:30 Uhr

Das Charles Dickens Museum in London ist ein beliebtes Ziel vieler Dickens-Bewunderer weltweit.

Über das Charles Dickens Museum

Charles Dickens Museum
Eingang

Das Museum befindet sich im Haus das Charles Dickens von 1837-1839 bewohnte. Somit weht also ein Hauch von Nostalgie durch das Haus. Es ist übrigens das einzige Haus seiner vielen Wohnsitze, das heute noch erhalten ist. Daher wurde hier folgerichtig auch das Museum eingerichtet.

Für Dickens  bedeutete der Umzug in das geogianische Reihenhaus in der Doughty Street ein Wendepunkt in seinem Leben. Endlich konnte er am Wohlstand der Mittelklasse teilhaben und mit seiner Karriere ging es steil bergauf.

In diesem Haus schrieb er die Bücher „Oliver Twist“ und „Nicholas Nickleby“. Außderm begann er die Arbeit an „Barnaby Rudge“.

Im kleinen Museum werden alte Möbel und persönliche Gegenstände wie Schreibtische, Bilder, Briefe, Manuskripte und Erstausgaben von Dickens Werken.

Im Untergeschoss befindet sich eine umfangreiche Dickens-Bibliothek.

Die Räume wurden weitgehend in den damaligen Zustand versetzt um auch die Atmosphäre der viktorianischen Zeit widerzugeben.

 

Mein Besuch im Charles Dickens Museum mit Fazit

Nach meinem Besuch des London Postal Museums habe ich noch einen kleinen Abstecher zum Museum gemacht.

Da ich jetzt kein Dickens Fan bin, habe ich mich nur kurz im Haus umgesehen und fand es aber ganz interessant und schick eingerichtet.

Charles Dickens Museum
gemütlich eingerichtetes Cafe

Begeistert bin ich jetzt nicht, aber alles schien mir liebevoll und detailliert eingerichtet. Für Dickens Fan ist der Besuch sicher ein Muss.

Ansonsten kann man sich den Besuch auch gut sparen.

Tipp Die Gegend rund um das Museum lädt zu einem Spaziergang ein, bei dem die vielen renovierten Häuser, Handwerksgeschäfte und Juweliere bestaunt werden können. Wer auf der Suche nach ausgefallener Mode und Schnickschnack ist, sollte sich auf der Leather Lane und dem dazugehörigen Markt umschauen.

Anreise, Eintritt, Öffnungszeiten

Anreise: U-Bahn Russel Square, Chancery Lane oder King‘s Cross

Adresse: 48 Doughty Street, WC1N 2LX

Eintritt: 9 GBP

Webseite: https://dickensmuseum.com/

Öffnungszeiten: täglich 10-17 Uhr

Wer einen Abstecher nach Greenwich macht sollte neben der Cutty Sark und dem Royal Observatory auch einen Abstecher ins National Maritime Museum machen

Der Eintritt ist kostenlos und es gibt einiges rund um die britische Seefahrt zu entdecken.

Über das National Maritim Museum

Das National Maritime Museum wurde 1934 gegründet und 1937 eröffnet.

Das Museum besteht aus vier Sammlungen. Im eigentlichen Museum findet ihr das Queen’s Haus mit einer Kunstsammlung und die Maritime Galleries. Die Cutty Sark und das Royal Observatory gehören aber ebenfalls offiziell zum Museum.

National Maritim Museum
Eine riesige Flaschenpost findet ihr ams seitlichen Eingang.

Da ich kein großer Kunstlieberhaber bin, fand ich nur die Maritime Galleries interessant. Hier wird die britische Seefahrtsgeschichte recht spannend dargestellt. Es gibt viele Ausstellungsstücke rund um die britische Seefahrt und man merkt wie stolz die Briten auf ihre Geschichte sind.

Seefahrt auch für die Kinder spannend gemacht

Rund um den überdachten Innenhof findet ihr immer wieder auch spannende Aktivitäten für Kinder. Besonders im oberen Bereich des Innenhofs, wo sich eine riesige Weltkarte befindet, auf der die Kindern „umherreisen“ können. Außerdem stehen zahlreiche interaktive Displays bereit, die Informationen oder kleine Spiele bieten.

National Maritim Museum
Ein Blick auf die riesige Weltkarte im Innenhof

Alles in Allem ist das Museum zwar kein totales Highlight, aber sicherlich einen Besuch wert, zumal sich ein Besuch anbietet wenn man den weiten Weg nach Greenwich sowieso schon gemacht hat.

Rund um das Museum findet ihr auch noch viele Möglichkeiten für einen schönen Spaziergang z.B. entlang der Themse.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise Mit der DLR nach Greenwich (Station Cutty Sark) oder ihr steigt bereits an der Station Island Garden aus und geht durch den Foot Tunnel unter der Themse durch.

Adresse: Park Row, Greenwich, London SE10 9NF

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt: kostenlos (Tipp: Day Explorer Ticket)

Obwohl ich eigentlich regelmäßig nach Greenwich komme, habe ich bisher noch nie die Cutty Sark besucht. Wer durch den Themse Fußgängertunnel nach Greenwich kommt steht direkt vor dem ehemaligen Teeklipper Cutty Sark.

Cutty Sark – Segelschiff auf dem Trockenen

Direkt am Greenwich Pier liegt die Cutty Sark, der ehemals wohl schnellste und auch heute noch schönste Teeklipper des 19. Jahrhunderts. Sie wurde von der East India Company in Auftrag gegeben und nahm 1869 ihren Dienst. 1871 stellte sie einen Rekord auf der Strecke China – England mit nur 107 Tagen Fahrzeit auf.

Cutty Sark Frachtraum
Frachtraum

Durch den Bau des Suez-Kanals wurden die Segelschiffe jedoch durch die modernen Dampfschiffe ersetzt. Die Cutty Sark wurde dann für den Wolltransport nach Australien eingesetzt und später nach Portugal verkauft.

Ein Rundgang durch und unter die Cutty Sark

Erst 1954 kam sie zurück nach England und wurde als Museumsschiff umgebaut und auf ein Trockendock gesetzt.

Für den Besucher ergibt sich dadurch ein spannender Blick auch unter das Schiff.

Der Besuch der Cutty Sark ist als Rundgang konstruiert und beginnt am Heck des Schiffes und führt zunächst durch die Laderäume. An vielen Stellen findet ihr Infotafeln oder kleine Monitore mit Informationen zum Schiff und seinen Frachten.

Auf dem Unterdeck gibt es viele Mit-Mach-Spiele die natürlich besonders für Kinder interessant sind. So könnt ihr selber ein Schiff auf dem Weg von Australien nach England steuern und versuchen die schnellste Route zu finden. Auch den typischen Wellengang auf einem Schiff wird hier simuliert.

An Deck könnt ihr dann vom Bug bis Heck alles erkunden und zudem einen Blick in Quartiere der Mannschaft und des Kapitäns werfen. Außerdem habt ihr hier einen schönen Ausblick auf London und die nähere Umgebung.

Cutty Sark Kabine
Einblick in die Mannschaftskabine

Abschließend geht es dann noch unter das Schiff. Ihr könnt unter dem gesamten Schiff umherlaufen, was ich sehr interessant fand, denn man hat ja selten die Gelegenheit unter ein Schiff zu schauen.

Ansonsten gibt es hier leider nicht viel mehr zu sehen, außer das am Bug noch verschiedene Gallionsfiguren ausgestellt sind.

Viele weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Cutty Sark Aussicht
Ausicht auf London und Canary Wharf

Nach dem Besuch der Cutty Sark bietet sich natürlich die Erkundung von Greenwich und Umgebung an. Ein Spaziergang durch die Docklands und Greenwich ist hier sicher ideal. Interessant sind auf jeden Fall das National Maritime Museum und der Null Meridian mit dem Royal Observatory.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: Mit der DLR nach Greenwich (Station Cutty Sark) oder ihr steigt bereits an der Station Island Garden aus und geht durch den Foot Tunnel unter der Themse durch.

Adresse: Cutty Sark, King William Walk, Greenwich SE10 9HT

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt: ab £12.15 (Stand 2018) (online) sonst 13.50 GBP, sparen mit London Pass, 2for1

 

Kunst in der Londoner Tube findet ihr an vielen Stellen, ihr müsst nur genauer hinsehen.

Die Londoner Tube ist nicht nur selbst ein Gesamtkunstwerk, sondern seit jeher eine Plattform für moderne Kunst.

Kunst in der Londoner Tube – Längste Galerie der Welt

Nicht umsonst gilt sie als längste Galerie der Welt.

Vielleicht sind euch in Tube auch schon einige, teils merkwürdige, Kunstwerke an den Bahnsteigen oder im Bahnhof aufgefallen.

Kunst in der Londoner Tube
Station Gloucester Road

Seit mehr als 30 Jahren stellt tfl (Transport for London) mit dem Programm Art on the Underground Kunst von Gegenwartskünstlern in U-Bahnhöfen und um sie herum aus. Von großflächigen Videoinstallationen bis hin zu den faltbaren Tube Maps, die in jedem Bahnhof zum Mitnehmen ausliegen und von Künstlern wie Mark Wallinger oder Tracey Emin gestaltet wurden.

Die Tube als Ort der Kunst gibt es seit 1908 und ist vor allem Frank Pick zu verdanken. Er wurde damals von den Betreibern der verschiedenen Linien eingestellt, um gemeinsam die Vermarktung der Underground voranzutreiben. Denn trotz des anfänglichen Hypes um die Metropolitan Line zogen gerade die folgenden drei tieferen und kostspieligen U-Bahnlinien Bakerloo-, Picadilly-und Northern Line nicht genügend Passagiere an.

Kunst in der Londoner TubeDen dekorativen Aspekt von U-Bahn-Kunst mit dem praktischeren Aspekt der täglichen Nutzung verknüpfen war das Ziel.

Die Plakate hatten verschiedene Funktionen. Die frühen Poster aus der Zeit von 1908-1913 zeigen die U-Bahn als einen warmen, sicheren Ort und die Botschaft zielte oft auf die Reiseziele. Plakate, die Freizeitaktivitäten in ländlicher Umgebung zeigten, sollten Passagiere am Wochenende in die Bahn locken, wenn diese deutlich leerer war. Plakate, die Restaurants und Kinos anpriesen, sollten Passagiere dazu bringen, länger in der Stadt zu bleiben, um so die zu Rush-Hour-Zeiten überfüllte Bahn zu entlasten.

Die Plakate halten jenseits des täglichen Pendelns den Glamour und der Aufregung Londons fest und sind Ablenkung und Romantisierung zugleich.

Kunst in der Londoner Tube
Auf der Tube Art Map findet ihr eine Übersicht der diversen Kunstwerke
TippBesucht die Station Gloucester Road. Hier findet ihr auf 18 Bögen entlang des Bahnsteigs das großflächige und farbenfrohe Werk „Big Ben“ der Künstlerin Sarah Morris. Die Kombination aus moderner Kunst und dem jahrhundertealten Steingemäuer sind auch für Laien sehr schön anzuschauen.

Wenn ihr Spaß an den Kunstwerken in der Londoner U-Bahn haben möchtet, solltet ihr allerdings außerhalb der Rush-Hour fahren. Nur so werdet ihr einige der Kunstwerke überhaupt entdecken.

Das London Film Museum ist für James Bond Fans ein echter Pflichtbesuch.

Anders als der der Name vermuten lässt, findet ihr hier aktuell ausschließlich Ausstellungsstücke zu James Bond Filmen.

London Film Museum
Tauchboot Lotus Esprit S1

London Film Museum – Bond in Motion

Ich hatte ehrlich gesagt erwartet eine Ausstellung über verschiedene in England bzw. London gedrehte Filme vorzufinden. In diesem Punkt ist das Museum leider sehr einseitig aufgestellt.  Es gibt zwar viel zu sehen, aber ausschließlich zum Thema Bond.

So ist das Thema der aktuellen Ausstellung dann halt auch „Bond in Motion„.

London Film Museum
Aston Martin

Die Ausstellung umfasst neben vielen Original Requisiten vor allen Dingen zahlreiche Bond Autos. Gezeigt werden Fahrzeuge, die auch tatsächlich bei der Produktion eingesetzt wurden. Zusätzlich findet ihr Konzeptzeichnungen, Skripte, Storyboards und Miniaturmodelle.

Zu sehen gibt es über 100 Fahrzeuge aus allen 24 Bond Filmen, darunter auch Motorräder, Boote und Helikopter.

London Film Museum
Die moderne Variante des Aston Martin

Fazit: Wer sich für James Bond interessiert, dem sei der Besuch natürlich sehr empfohlen. Für reine Filmfans lohnt sich der Besuch aufgrund der sehr einseitigen Ausrichtung der Ausstellung eigentlich nicht. Ich fand es ganz spannend, fand es aber ein wenig zu dunkeln in den Räumen und würde dafür nicht unbedingt nochmal Eintritt zahlen.

Noch ein paar Fakten zu James Bond und der Ausstellung

James Bond kam 1962 zum ersten Mal auf die Kinoleinwand, als Ian Flemings 007 dem Kinopublikum auf der ganzen Welt als Doppel-O-Agent in Dr. No. vorgestellt wurde.

London Film Museum
Neben Fahrzeugen gibt es viele weitere Requisiten zu bestaunen..

Zu den zahlreichen ausgestellten Fahrzeugen gehören der Aston Martin DB5, der majestätische Rolls-Royce Phantom III von Goldfinger und das unvergessliche Tauchboot Lotus Esprit S1 von The Spy Who Loved Me. Gezeigt werden neben weniger bekannten 007-Transportmitteln wie dem Citroën 2CV und dem Crocodile Submarine auch eine Vielzahl von Flugzeugen, Booten und Motorrädern.

London Film Museum
… wie auch Boote und Flieger und Motorräder

Es gibt keine Replikenjedes ausgestellte Fahrzeug ist ein Original, das zum Filmen verwendet wurde. Die meisten stammen aus dem Archiv von EON Productions, die die Filme produzieren, und der Ian Fleming Foundation, die viele der Fahrzeuge gefunden und restauriert hat.

Das obere Zwischengeschoss zeigt mehrere Beispiele für den kreativen Prozess der Kunstabteilung der Produktionsfirma – noch nie dagewesene Konzeptkunst und Storyboards.
Tipp Ein spezieller Bond Spaziergang durch London ist sicherlich eine interessante Ergänzung.

Anreise, Eintritt & Öffnungszeiten

Das Museum liegt in unmittelbarer Nähe zu Covent Garden und zur National Gallery.

Anreise: U-Bahn Charing Cross, Leicester Square, Covent Garden

Eintritt: Erwachsene 14,50£ (online günstiger) Sparen mit 2for1 und London Pass

Öffnungszeiten: täglich von 10-18:00 Uhr, samstags bis 19:00 Uhr

Nachdem ich das Westfield Shopping Centre in Stratford zufällig entdeckt hatte, habe ich mich dieses Mal auf den Weg nach Shepherd‘s Bush gemacht um dem großen Bruder einen Besuch abzustatten.

Westfield Shopping Centre – 2 Einkaufswelten unter einem Dach

Das Einkaufszentrum ist wirklich riesig und gliedert sich in zwei Bereiche.

Der Luxus Bereich hält auf zwei Etagen alles für den großen Geldbeutel bereit. Hier findet ihr Geschäfte wie Gucci, Prada & Omega. Von den meisten Marken habe ich noch nie was gehört.

Westfield Shopping Centre Edel
Im vorderen Bereich des Centers gibt es vorwiegend Nobelmarken

Daran in der anschließend wurde offensichtlich ein neuer großer Einkaufstempel für den Durchschnittsbürger angebaut. Hier findet ihr alles von H&M, Sports Direct, Doc Martin, Gap, Boots, M&S usw.

Westfield Shopping CentrePositiv fand ich, dass es keine klassische Foodoase gibt, sondern die Restaurants mit in die Ladenzeile integriert sind bzw. eher am Rand liegen. Ihr findet aber zahlreiche (Fast-) Food Läden wie Nando’s, Five Guys, Burger King,… und es sollte für jeden etwas dabei sein.

Viele Highlights für die Kinder

Für Kinder lohnt sich neben dem klassischen Lego Store auch der Weg ins The Entertainer. Hier gibt es zahlreiche Spielwaren zu günstigen Preisen. Auch Lego.

Westfield Shopping Centre
Kidzania – Ein Stadt nur von Kinder geführt

Ein Highlight für Kinder die Englisch sprechen ist sicherlich Kidzania. Hier bestimmen die Kinder die Regeln einer kleinen Stadt.

Auch ein Kino darf natürlich nicht fehlen. Vielleicht habt ihr ja Lust euch einen aktuellen Film auf Englisch anzuschauen?

Nächste Ausbaustufe ab 2018

Ab 2018 kommt ein weiterer Anbau hinzu. John Lewis (ähnlich wie Galeria Kaufhof oder Karstadt) ist hier der Hauptmieter. Zusätzlich wird es aber noch viele weitere Geschäfte geben.

Tipps zum Besuch des Westfield Shopping Centre

Besonders in der Weihnachtszeit ist das ganze Center prunkvoll festlich geschmückt. Für Kinder findet ihr im Außenbereich die Santas Groto.

Einen Besuch am Wochenende würde ich vermeiden, außer ihr steht auf Menschenmassen und Gedrängel.

Richtig voll wird es immer erst gegen Mittag. Wenn ihr früh genug da seid, könnt ihr auch am Wochenende noch halbwegs entspannt shoppen.

Für Schnäppchenjäger lohnt sich übrigens ein Abstecher in das auf der anderen Straßenseite liegende West 12 Shopping Centre. Hier findet ihr klassische britische Billigläden wie Poundland und Poundworld. Zum Stöbern ist das durchaus mal interessant und teilweise lassen sich hier wirklich sehr preiswert einige Souvenirs abstauben.

Wer sich einen kleinen Rundumblick vom Einkaufszentrum verschaffen will, findet auf London360 einige 360 Grad Panoramen.

Das Designer Outlet London nahe des Wembley Stadions ist übrigens ebenfalls eine interessante Adresse fürs Shopping in London.

Anreise, Öffnungszeiten

Mit der Tube oder Bus bis Shepherd‘s Bush. Das Westfield Shopping Center liegt direkt an der Bus und U-Bahnstation.

Webseite: https://uk.westfield.com/london

Öffnungszeiten: Mo-Sa 10:00 – 23:00 Uhr, So 12:00 – 18:00 Uhr (aktuelle Zeiten vorher online checken)

Das London Postal Museum bietet einen überraschend spannenden Einblick in die Geschichte der Royal Mail und den Londoner Untergrund.

Über das London Postal Museum

Das Museum gliedert sich in zwei Standorte, die nur hundert Meter voneinander getrennt sind.

Neben einer Ausstellung bietet das Museum einen spannenden Einblick in die Welt der unterirdischen Postzüge.

Von 1928 bis 2003 wurde ein Großteil der Londoner Post unterirdisch mit kleinen Zügen durch die Stadt transportiert. 22 Stunden am Tag im 10 Minuten Takt fuhren die Züge automatisiert durch den Londoner Untergrund. Quasi ein paralleles Tunnelsystem zur Londoner Tube.

Seit 2003 ist der oberirdische Transport günstiger und die Züge außer Betrieb. Das gesamte Schienensystem wird aber seit der Stilllegung weiter in Stand gehalten. Für den Fall der Fälle.

Fahrt durch den Untergrund

Während einer 20 minütigen Fahrt können Teile des alten Tunnelsystems mit einem umgebauten Postzug befahren werden. Dabei könnt ihr einen Teil des alten Tunnelsystem mitsamt der unterirdischen Stationen bewundern.

Neben der Fahrt können alte Züge, Kräne, Posttransportsysteme und sogar ein mobiler Postwaggon besichtigt werden.

Auch für Kinder wird einiges geboten: Kleine Spiele laden zum mitmachen und experimentieren ein.

Der andere Standort bietet eine Ausstellung zur Geschichte der Royal Mail mit alten Briefkästen, Postfahrzeugen und vielen Gelegenheiten zum Ausprobieren.

Neben einer funktionierenden Rohrpost können Kinder und Erwachsene eine eigene Briefmarke gestalten und interaktiv die Geschichte der Post erleben.

Wusstet ihr wie das System der Londoner Postleitzahlen aufgebaut ist? Hier könnt ihr es erfahren.

Alles in allem ist der Besuch des Museum wirklich empfehlenswert, besonders für Kinder wird einiges geboten.

 

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Adresse: 15-20 Phoenix Place, London WC1X 0DA, U-Bahn Farringdon, Russell Square, King’s Cross oder Chancery Lane

Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: ab £10 ohne Zugfahrt oder ab £14.50 mit Zugfahrt

Wohl jedem Londonbesucher ist das Kaufhaus Harrods London bekannt. Vermeintlich ein Kaufhaus der Superlative und für Superreiche.

Harrods London
Schlichte und elegante Fassade

Ein Besuch lohnt sich aber auch für Alle mit kleinem Geldbeutel. Gerade wenn es mal ein regnerischer Tag ist, sollte man einen kleinen Abstecher zu Harrods machen. Auch wenn man viele Sachen wie LOUIS VUITTON, Victoria Secret oder Gucci nur bestaunen kann.

Harrods London Schnäppchen
Schon fast ein Schnäppchen…

Ihr müsst ja nichts kaufen, denn die Preise sind wirklich teilweise atemberaubend. Wer zahlt nicht für eine Kinderjacke gerne £1200? Im Angebot wohl gemerkt!

Harrods London – unvergessliches (Einkaufs)erlebnis

Aber alleine schon die gesamte Einrichtung und Innenraumgestaltung ist faszinierend. Neben Marmorböden und hochwertiger Deko gibt einen Bereich im ägyptischen Stil.

Harrods London Spielwaren
nur ein kleiner Ausschnitt aus der riesigen Spielwarenwelt

Vor allem für Kinder ist der Bereich mit Spielwaren ein Paradies. Die Mitarbeiter sind hier wohl teilweise genauso verrückt wie manches Spielzeug. Während der Eine auf E-Rollschuhen durch den ganzen Laden saust, spielt der Andere mit Kinder Fußball im Geschäft.

Hier können die Spielwaren auf jeden Fall hautnah erlebt und getestet werden. Die Preise sind auch eigentlich ganz normal.

Schließlich ist es aber auch mal spannend zu sehen, was die Reichen denn so einkaufen. Und die neueste 4K Technik auf einem £8.000-Fernseher zu bestaunen kann man im heimischen Saturn oder Media Markt sicher nicht.

Wer genügend Zeit mitbringt kann sicher einige Stunden bei Harrods verbringen und findet sicher auch noch das ein oder andere Geschenk oder Souvenir.

Ich hätte es vorher auch nicht gedacht, aber Harrods muss man auf jeden Fall besucht haben. Vergleichbares habe ich sonst noch nirgendwo gesehen. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Harrods London Ägypten
Egyptian Escalator

Beeindruckend fand ich auch wie geschickt man die alte Tradition und den eher konservativen Stil mit dem modernen Zeitgeist verbunden hat. Hier noch Marmorboden und Old-Style-Lampe und an der nächsten Wand moderne LED-Bildschirme zur Orientierung.

TippBesonders in der Weihnachtszeit lohnt sich ein Besuch. Das gesamte Gebäude ist außen wie innen festlich sehr schön in Szene gesetzt.

Übrigens: Ein paar hundert Meter weiter findet ihr das nächste Edelkaufhaus: Harvey Nichols.

Dort ist es aber bei weitem nichts so interessant wie bei Harrods. Lasst euch übrigens nicht von der Schlange an der Haupttür abschrecken. Erstens kann man durch die Seiteneingänge immer sofort rein und zweitens ist die Warteschlange wohl nur für eine Schminkaktion und nicht für normale Kunden.

Anreise, Öffnungszeiten

U-Bahn: Knightsbridge oder South Kensington

Adresse: 87-135 Brompton Rd, Knightsbridge, London SW1X 7XL,Chelsea

Öffnungszeiten: 10:00 – 21:00 Uhr, So 11:30 – 18:00 Uhr (Stand 2017)

gardens, hyde, sloane

Heute möchten wir euch einige weniger bekannte und kleine Sehenswürdigkeiten in London vorstellen, die man so auch nicht in jedem Reiseführer findet.

Admiralty Arch Nose

Der Admiralty Arch ist ein 1910 errichteter Triumphbogen in London. Er wurde von Sir Aston Webb entworfen und bildet im Zuge der von ihm umgestalteten Prachtstraße The Mall deren östlichen Abschluss. Das Gebäude ist Teil des Admiralitäts-Komplexes.

kleine sehenswürdigkeiten in london
Admiral Arch Nose

Vom Trafalgar Square aus bietet das Bauwerk bei feierlichen Anlässen eine elegante Durchfahrt in Richtung Buckingham Palace. Der zentrale Bogen ist an normalen Tagen für den Verkehr gesperrt und wird nur für Staatsakte geöffnet. Kraftfahrzeuge benutzen die benachbarten Bögen und Fußgänger die kleinen äußeren Durchgänge.

kleine sehenswürdigkeiten in london
Nahaufnahme

Die ‚Nase‘ ist im nördlichen Portal der Admirality Arch in ca. 2 m Höhe zu sehen. Sie soll der berittenen Polizei Glück bringen, indem man im vorbeireiten die Nase berührt.

Verschiedene Legenden erzählen unterschiedliche Geschichten zur Herkunft der Nase.
Manche dieser Legenden erzählen davon, dass es sich um eine Homage an Eduard VII. handelt, der eine relativ große Nase hatte. Andere Geschichten erzählen davon, dass es Napoleons Nase darstellt.

Fortnum & Mason Uhr

kleine sehenswürdigkeiten in london

Fortnum & Mason ist ein Kaufhaus in London (Piccadilly Street 181), das 1707 von William Fortnum gegründet wurde. Über dem Eingang des Edelkaufhauses befindet sich eine Uhr die kaum Beachtung findet, weil sie über Augenhöhe liegt.

kleine sehenswürdigkeiten in london

1964 wurde über dem Haupteingang des Kaufhauses eine vier Tonnen schwere Uhr angebracht, die an die Firmengründer erinnern soll. Initiiert wurde das durch den damaligen Besitzer, den kanadischen Geschäftsmann W. Garfield Weston. Zu jeder vollen Stunde gehen an der Uhr die beiden Türen auf und hinaus marschieren die 1,20m großen Figuren von William Fortnum und Hugh Mason, begleitet von Glockenspiel und Musik. Der eine hält einen Kerzenständer in der Hand, der andere ein Teetablett. Sie verbeugen sich mehrmals knapp voreinander, überzeugen sich davon, dass vor dem Kaufhaus alles in Ordnung ist und verschwinden wieder hinter ihren Türen.

St Dunstan-in-the-East

Eine weitere kleine aber feine Sehenswürdigkeit ist St Dunstan. Die Kirche wurde ursprünglich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im gotischen Stil gebaut, wurde aber im 2. Weltkrieg zerbombt. Jahrzehntelang war sie nur eine Ruine. Erst 1970 wurde die Ruine und das Gelände zum Park umgestaltet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Einer Sage nach leben hier Elfen!

kleine sehenswürdigkeiten in london
St. Dunstan in the East ist nur einen kurzen Fußmarsch von ‚The Monument‘, entlang der Straße ‚Eastcheap‘ in Richtung ‚The Tower of London‘, versteckt zwischen Bürogebäude, entfernt.

kleine sehenswürdigkeiten in londonAufgrund der überraschenden Lage, und der Tatsache, dass er teilweise inmitten einer Ruine liegt, wird er wochentags vor allem von den Angestellten der umliegenden Büros besucht, während er am Wochenende weitgehend verlassen ist.

kleine sehenswürdigkeiten in londonBepflanzt ist der Park zu einem Großteil mit Kletter- und Schlingpflanzen, die an den Kirchenmauern wachsen. In der geschützten Umgebung der Ruine wachsen Pflanzen, die sich sonst im englischen Klima schwer tun. In der Mitte des Mittelschiffs befindet sich ein kleiner Brunnen.

 

St Dunstan in the East
Panorma

Kleinste Polizeistation am Trafalgar Square

Polizeistation Trafalgar SquareLondons kleinste Polizeistation am Trafalgar Square zählt sicherlich auch zu den kleinen Sehenswürdigkeiten.

Kleinste Statue – Philpot Lane

kleine sehenswürdigkeiten in london
2017 wurden die Mäuse frisch renoviert

Auch die Philpot Lane Maus (zu finden in der gleichnamigen Straße) ist ein Highlight unter den kleinen Londoner Sehenswürdigkeiten. Sie ist die kleinste Statue Londons

Die Londoner Tube hat das älteste und eines der größten U-Bahn Netze der Welt. Zudem ist es wohl das beliebteste Verkehrsmittel in London.

Es umfasst 402 Kilometer Schienen und 270 Stationen.

Mit dem Ausbau der Crossrail Strecken wird es sich ab 2018 noch um ein ganzes Stück vergrößern.

Wie alles begann

Am 9. Januar 1863 startete im Bahnhof Paddington die erste Dampflok auf unterirdischen Gleisen in Richtung Farringdon Street. Allerdings nur für geladene Gäste.

Die ersten Strecken verbanden Paddington mit King’s Cross und Euston und wurden von der Metropolitan Railway betrieben. Daher heißen heute weltweit viele U-Bahnen auch „Metro“.

Warum unterirdisch?

Bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte London knapp 3 Millionen Einwohner und schon damals war Platz Mangelware.

Um die großen Bahnhöfe oberirdisch zu verbinden hätte schlicht und ergreifend der Platz gefehlt. Also verlegte man die Schienen unter der Erde und konnte die Fläche darüber wieder neu bebauen.

Da es zu dieser Zeit noch keine elektrischen Züge gab, war die Qualmentwicklung ein ernst zu nehmendes Problem. So durften die Züge nur kurz im Bahnhof halten, um diesen nicht völlig verqualmt wurden. Zur Minderung des Abluftproblems wurden teilweise große Öffnungen in die Decken der Stationen eingebaut.

Woher kommt der Name Londoner Tube?

Auch wenn die für viele U-Bahnen (Metro) namensgebende Metropolitan Railway der Betreiber der erste Londoner U-Bahn Linien war, hat sich im Laufe der Jahre der Name „Tube“ eingebürgert.

Diesen Namen erhielt die Londoner Tube aufgrund der röhrenartigen Tunnel (Tube=Röhre) die ab Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurden. Die Tunnelform sollte für mehr Stabilität sorgen, da die Strecken teilweise auch unter der Themse hindurch verlaufen.

Diese Tunnel wurden ab dem 4. November 1890 für die weltweit erste elektrifizierte Strecke (heute Northern Line) gebaut.

Mit dem Crossrail Projekt gibt es erstmals neue und größere „Röhren“.

 crossrail Tunnel

crossrail Tunnel

Dauerbaustelle Londoner Tube

In der Londoner Tube ist immer etwas los und damit sind nicht nur die täglichen Menschenmaßen gemeint, die sich Tag für Tag in und aus der Stadt bewegen.

Egal ob Gleisbauarbeiten, Streiks, gesperrte Stationen oder Teilsperrungen von Streckenabschnitten, es gibt keinen Tag im Normalbetrieb. Besonders das etwas weniger frequentierte Wochenende wird häufig für Bauarbeiten genutzt.

Da kann eine Fahrt von A nach B schon mal zu einer Herausforderung werden. Es wird zwar über die geplanten Baustellen berichtet und auch sind diese auf Tafeln an den Eingängen angeschrieben, aber das macht die Planung nicht wirklich einfacher.

Mind the Gap

Der Satz „Mind the Gap“ ist mittlerweile Kult und so eine Art Markenzeichen der Londoner Tube. Egal ob Shirts, Tassen, Schlüsselanhänger und Mousepads, überall ist der Satz zu finden.

Mind the Gap
Mind the Gap

Und dabei ist es doch eigentlich nur der allgegenwärtige Warnhinweis die mögliche Lücke zwischen Gleis und Waggon zu beachten.

Das Tube Logo

Genial einfach oder einfach genial? Ein schlichter roter Kreis mit einem blauen Balken.

Logo LondonseiteSeit 1908 ist es das Markenzeichen der Tube und sicherlich so bekannt wie das Zeichen von Coca Cola und Mc Donalds.

Das Logo wurde vom Grafiker Edward Johnston entwickelt und mit ihm auch die passende und bis heute verwendete Schriftart „Johnston Sans“.

Der Tube Plan

Fast so genial wie das Logo ist auch der U-Bahn-Plan. Er wurde vom technischen Zeichner Harry Beck entwickelt.

Beck verzichtete auf topografische Besonderheiten und verwendete ausschließlich horizontale und vertikale Striche. Alle Linien hatten unterschiedliche Farben und Abbiegungen wurden nur in 45 Grad Winkeln eingezeichnet. Obwohl es anfangs eher gewöhnungsbedürftig wirkte, überzeugte das Design die Fahrgäste und ist heute weltweiter Standard.

Wer mehr über die Londoner Tube erfahren möchte bekommt einen spannenden Einblick im Londoner Transport Museum (im London Pass enthalten). Dieses organisiert auch die leider sehr seltenen Führungen in alte und stillgelegte Bahnhöfe wie z.B. Aldwych Station, bekannt als Filmkulisse in den James Bond Filmen.

Heute möchte ich euch meine persönlichen London Top 10 Highlights vorstellen. Natürlich dürfen da auch meine größten Flop 5 nicht fehlen.

Es gibt halt vieles was man in London unbedingt gesehen haben sollte, aber natürlich auch Dinge auf die man locker mal verzichten kann.

London Top 10 – To do/ to see

  1. Skygarden: Fantastischer Ausblick und das auch noch kostenlos
  2. Canary Wharf: Außerhalb der Stadt, aber man sollte das Finanzviertel auf jeden Fall mal gesehen haben. Ich fahre gerne mit dem Rad vom Tower bis Canary Wharf.
  3. Sports direct: Ich mag zwar die Oxford Street nicht wirklich gerne, vor allem weil es dort immer so voll ist, aber der Sports direct ist für mich immer ein Besuch wert. Vor allem für die Kinder gibt es hier immer tolle Mitbringsel (Schuhe, Shirts) zu kaufen.
  4. Harrods: Das Nobelkaufhaus ist auch ohne dicken Geldbeutel sehenswert
  5. Parks: Londons Park sind der Hammer! Mich fasziniert immer die Sauberkeit. Der Londoner hält seine Parks sauber. Ihr werdet kaum Müll oder Hundekot im Park finden. Absolut vorbildlich. Ein Spaziergang durch den Hyde Park ist spannender als ihr denkt!
  6. Fahrrad fahren. Seit vielen Jahren werden die Radwege ausgebaut und von der Straße getrennt, um das Rad fahren sicherer zu machen. Mit dem Rad kann immer auch mal schnell eine kurze Strecke überbrücken, denn in der Innenstadt gibt es wirklich an fast jeder Ecke eine Mietstation. Eine Fahrradtour durch London ist auf jeden Fall eine interessante Erfahrung.
  7. Einkaufen bei Tesco: Ihr findet überall in der Stadt die Tesco Supermärkte. Ich kaufe hier immer gerne für unterwegs oder Zuhause ein. Egal ob englische Süßigkeiten, Kekse, Obst oder Getränke, hier findet ihr alles was ihr braucht und das zu guten Preisen. Gerade auch glutenfreie Produkte findet ihr hier deutlich mehr als in Deutschland.
  8. Meal Deal: Traditionell hole ich mir bereits bei der Ankunft am Flughafen einen Meal Deal für die Fahrt in die Stadt. Zu einem Preis von um 3 GBP könnt ihr euch ein Sandwich, ein Getränk und einen Snack euerer Wahl aussuchen. Gerade die beliebten Smoothies sind so günstig zu bekommen.
  9. Auf einem Street-Food Market Essen gehen: Überall in der Stadt findet ihr größere oder kleinere Ansammlungen von Street Food Ständen. Die Auswahl ist unbeschreiblich und ihr könnt Köstlichkeiten aus der ganzen Welt bestaunen. Wer braucht da noch Restaurants 😉
  10. Besuch eines Weihnachtsmarktes: Wenn ihr es schafft in der Weihnachtszeit nach London zu kommen, ist ein Besuch einer der vielen Weihnachtsmärkte selbstverständlich Pflicht.

 

Top 5 – Not to do/ to see

  1. Shopping in London: Okay, ich bin keine Frau, aber warum sollte man in London shoppen. Alles teuer und mal ehrlich: Welche normale Frau trägt schon Designerkleidung? Und alle Ketten wie H&M, Primark, Nike,… gibt es auch in jeden Einkaufszentrum in Deutschland
  2. Oxford und Regent Street besuchen: Immer voll, alles teuer. Warum soll ich mir Sachen ansehen, die ich mir weder leisten kann/ möchte, noch die irgendwie besonders gut aussehen???
  3. Mit dem Bus vom Flughafen in die Stadt fahren: Gerade ab London Stansted ist der Stansted Express kaum teurer als der Bus und ihr könnt zudem noch 2for1 nutzen. Mal ehrlich: ihr gebt einen Haufen Geld für Flug, Übernachtung, Parken und Weiteres aus, aber wollt beim Transfer 5€ sparen? Dafür dauert der Transfer dann doppelt so lang. Mal den Stundenlohn für das im Bus sitzen ausgerechnet?
  4. Primark bei Regen: Nicht das ich etwas gegen Primark habe, aber schon bei gutem Wetter ist es dort unerträglich voll, aber bei Regen wird es grausam. Wer Massenansammlungen liebt, fühlt sich hier sicher wohl.
  5. In der Rush Hour mit der Tube fahren: Morgens bis 9:30 Uhr und abends so ab 16:00 Uhr ist  U-Bahn fahren fast überall die Hölle. Voll, laut und heiß. Das braucht wirklich niemand. Plant eure Tage so, dass ihr in dieser Zeit bevorzugt zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs seid.

Was sind eure London Tops oder Flops? Schreibt einfach einen Kommentar!

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