Westminster Abbey – Prachtvolle Kirche im Regierungsviertel

Kurz vor der royalen Hochzeit und Dank des London Pass habe ich nach langer Zeit mal wieder Westminster Abbey besucht.

Wegen der ständig wechselnden Öffnungszeiten hatte ich mich schon mehrfach vergeblich auf den Weg gemacht bzw. stand bei spontanen Besuchen vor verschlossener Tür. Überprüft also vorher bitte immer online die tagesaktuellen Öffnungszeiten.

Über Westminster Abbey

Traditionell werden hier die Könige von England gekrönt und beigesetzt. Sie gehört zur Church of England, ist aber aufgrund ihrer Funktion keiner Diözese zugehörig, sondern Eigenkirche der britischen Monarchie. Daher wird ihr oberster Geistlicher, der Dekan von Westminster, direkt vom britischen Monarchen berufen.

Am heutigen Standort befand sich ursprünglich die Klosterkirche einer um 750 gegründeten Benediktinerabtei. Wegen ihrer Lage zu der damaligen Stadt trug die Kirche bereits den Namen West Minster (Westmünster). Die eigentliche Westminster Abbey wurde zwischen 1045 und 1065 unter Eduard dem Bekenner im romanischen Stil erbaut. Die Weihe der Abtei fand am 28. Dezember 1065 statt.

Westminster Abbey
Kirchenschiff

Im Jahre 1245 gab Heinrich III. den Bau der heutigen Kirche im Stil der französischen Hochgotik in Auftrag. Bis 1269 waren Chor, Querhaus und der östliche Teil des Langhauses mit dem benachbarten Kreuzgang und dem Kapitelhaus vollendet. Der untere Teil der Westfassade stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die beiden Haupttürme dagegen wurden erst zwischen 1722 und 1745 errichtet. In dieser Hinsicht ist Westminster Abbey der französischste unter den englischen Kirchenbauten der Gotik. Der Bau der prachtvollen Kapelle Heinrichs VII., eines der schönsten spätgotischen Werke in Europa, wurde 1503–1519 in den reichen Formen des Perpendicular Style ausgeführt.

Heute ist die Kirche eine der Top Attraktionen der Stadt.

Mein Besuch im Westminster Abbey

Direkt am Eingang wird euch mehr oder weniger auch ein kostenloser Audio Guide aufgezwungen der euch durch den gesamten Kirchenkomplex führt. Wer also auch an ausführlichen Hintergrundinformationen interessiert ist, sollte den Guide auf jeden Fall nehmen. Wem die Erklärungen zu lang dauern, der kann auch problemlos vorspulen.

Westminster Abbey
Innschriften, Skulpturen… wo man nur hinschaut

Es gibt einfach unendlich viel zu sehen. Denn es gibt wohl keinen Meter ohne ein Statue, Inschrift, Figur oder Ähnliches.

Mir war das einfach zu viel an Informationen. Das meiste kann man sich sowieso nicht merken.

Blöd ist, dass Fotos nicht erlaubt sind. Dafür habe ich jetzt auch nur bedingt Verständnis. Im Kirchenraum ist das verständlich, außerhalb nicht. Der Besucher ist hier nicht König bzw. Königin ;-).

Mein Fazit zur Westminster Abbey

Westminster Abbey
Schöner Blick in den Garten und auf das Houses of Parliament

Für mich ein Too Much an Informationen und Eindrücken die man noch nicht mal fotografieren darf.

Besonders schön fand ich die Kirche jetzt auch nicht, da ist die St. Pauls Cathedral definitiv schöner anzuschauen und auch der Besuch ist interessanter.

Trotzdem ist Westminster Abbey natürlich durchaus sehenswert und wohl auch eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Londons.

Einziges Highlight waren für mich die Außenanlage und Grünflächen. Aber dafür kann man auch in den Hyde Park gehen.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintritt

Anreise: U-Bahn Westminster (Jubilee, District & Circle Lines), St James’ Park (District & Circle Lines)

Adresse: 20 Dean’s Yard, London SW1P 3PA

Öffnungszeiten: (Es ist häufig aus diversen Gründen geschlossen. Bitte immer vorher online prüfen)

Eintritt: Tickets ab £20, sparen mit London Pass, London Explorer Pass, 2for1

Tube, November, Buckingham, Tate

Schreibe einen Kommentar